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WEF 2019

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Zweiter Tag: 23. Januar

Bühne frei für die Politik

Am zweiten Tag des Forums heißt es: Vorhang auf für die politischen Akteure. US-Präsident Donald Trump und der chinesische Staatspräsident Xi Jinping mögen fernbleiben – einige ihrer europäischen und asiatischen Pendants kommen gleichwohl.

Gleich am Vormittag geht es mit dem japanischen Premier Shinzo Abe los. Er wird sich womöglich auch zur politischen Annäherung mit China äußern, die Japan jüngst nach Jahrzehnten der politischen Distanz und der Streitigkeiten mit einem Staatsbesuch untermauert hat; Gesprächsstoff auch für den chinesischen Vizepräsidenten Wang Qishan, der am Mittwochnachmittag in der großen Halle des Kongresscenters sprechen wird.

Das überragende Thema für ihn dürfte aber der immer noch nicht beigelegte Handelsstreit mit den USA sein. An den fulminanten Auftritt von Xi Jinping vor zwei Jahren, bei dem sich Chinas Staatspräsident auf dem Davoser Parkett als Verteidiger des Freihandels inszenierte, wird Wang aber wohl nicht heranreichen.

Auch die Europäer suchen am Mittwoch die große Bühne. Den Anfang macht am Nachmittag Angela Merkel. Von der deutschen Bundeskanzlerin erwartet die Davoser Weltelite Signale, wie es mit dem zuletzt knapp an der Rezession vorbeigeschrammten ökonomischen Kraftzentrum des Kontinents wirtschaftlich weitergehen wird.

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    Vor allem aber werden die Davosianer von Merkel wissen wollen, wann die derzeit mächtigste Frau des Weltwirtschaftsforums ihre Macht an die ebenfalls anwesende CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer oder an einen anderen Nachfolger abgeben wird. Schließlich ist es auch der Elite außerhalb Deutschlands nicht verborgen geblieben, dass im Herzen Europas die Kanzlerdämmerung angebrochen ist.

    Von Merkel werden die Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums zudem wissen wollen, wie es mit der Europäischen Union nach dem Brexit und vor den Europawahlen weitergeht. Dazu wird sich sicherlich auch der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte äußern wollen.

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    Trotz des mittlerweile beigelegten erbitterten Streits auch mit Deutschland über die ausgeuferten italienischen Haushaltspläne hat Conte erst kürzlich geäußert, Merkel könne man vertrauen. Den in Davos anwesenden Investoren und Topmanagern wird Conte erklären müssen, ob von der populistischen Regierung des wirtschaftlich angeschlagenen Landes weitere politische Risiken ausgehen.

    Das Gleiche gilt für den spanischen Premier Pedro Sánchez, der am Abend direkt nach Conte reden wird. Der erst vor einem halben Jahr gewählte Staatschef kommt mit seinen Reformplänen nicht voran, weil ihm die notwendige Unterstützung im Parlament fehlt.

    Neben den großen politischen Themen wird auch die Digitalisierung am Mittwoch eine wichtige Rolle spielen: Unter anderem diskutiert Allianz-Chef Oliver Bäte über Cybersicherheit und der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer über das autonome Fahren.

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