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06.06.2019

08:03

Alexa und Co.

Justizministerium warnt Ermittler vor Zugriff auf Smarthome-Geräte

Das Justizministerium warnt vorm Eingriff auf Daten von Smarthome-Geräten. Der Schutz der persönlichen Freiheit dürfe nicht belastet werden.

Die Innenminister wollen der anstehenden Konferenz über einen möglichen Zugriff auf Daten digitaler Sprachassistenten und „smarter“ Haushaltsgeräte in der Strafverfolgung beraten. dpa

Sprachassistent Alexa

Die Innenminister wollen der anstehenden Konferenz über einen möglichen Zugriff auf Daten digitaler Sprachassistenten und „smarter“ Haushaltsgeräte in der Strafverfolgung beraten.

BerlinVerbraucherschutz-Staatssekretär Gerd Billen aus dem Bundesjustizministerium hat vor einem Zugriff von Ermittlern auf die Daten von Sprachassistenten und Smarthome-Geräten gewarnt.

Die Strafverfolgungsbehörden müssten zwar auf der Höhe der Zeit sein, „aber der Schutz der persönlichsten Lebensbereiche und die Freiheit jedes Beschuldigten, sich nicht selbst zu belasten, setzen Grenzen“, sagte Billen der „Rheinischen Post“ (Donnerstag). Diese dürften durch keine Technologien umgangen werden.

Die Innenminister von Bund und Ländern wollen bei ihrer in der kommenden Woche anstehenden Konferenz in Kiel über einen möglichen Zugriff auf Daten digitaler Sprachassistenten und „smarter“ Haushaltsgeräte in der Strafverfolgung beraten.

„Aus unserer Sicht ist für eine effektive Kriminalitätsbekämpfung es sehr wichtig, dass den Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern auch auf diesen Geräten gespeicherte Daten nicht verschlossen bleiben“, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Mittwoch in Berlin.

Eine Prüfung der damit verbundenen rechtlichen Fragen dauere aber noch an. Der Sprecher betonte, die Beratungen bei der Innenministerkonferenz, die am nächsten Mittwoch beginnt, seien aber erst der „Einstieg in die Diskussion“. Zur Aufklärung welcher Verbrechen die Auswertung solcher Geräte angestrebt werden könnte, ließ er offen.

Mehr: Die Innenminister der Länder wollen Daten von internetfähigen Geräten in Privathaushalten als Beweismittel zulassen. Es geht um Fernseher, Kühlschränke oder Sprachassistenten.

Brexit 2019

Von

dpa

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