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20.05.2022

13:05

Altkanzler

Anwalt: Schröder lässt Aberkennung von Privilegien überprüfen

Wegen seiner engen Russlandkontakte soll der Altkanzler einen Teil seiner Privilegien verlieren. Schröder will das nicht einfach so hinnehmen.

Seine enge Beziehung zum russischen Präsidenten Wladimir Putin und seine Tätigkeiten für russische Unternehmen könnten dem Altkanzler zum Verhängnis werden. Reuters

Gerhard Schröder

Seine enge Beziehung zum russischen Präsidenten Wladimir Putin und seine Tätigkeiten für russische Unternehmen könnten dem Altkanzler zum Verhängnis werden.

Hannover Gerhard Schröder lässt die im Haushaltsausschuss des Bundestages beschlossene Streichung seiner Altkanzler-Privilegien juristisch überprüfen. Einen entsprechenden Bericht des „Spiegel“ bestätigte der Rechtsanwalt Michael Nagel am Freitag in Hannover. „Ich bitte um Verständnis, dass darüber hinausgehende Fragen zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden“, sagte der Jurist der Deutschen Presse-Agentur. Nagel hatte Christian Wulff im Prozess um Vorteilsnahme verteidigt, der Ex-Bundespräsident wurde Anfang 2014 freigesprochen.

Am Donnerstag hatte der Haushaltsausschuss in Berlin für die Abwicklung des Altkanzler-Büros votiert. Die Zustimmung zu einem entsprechenden Antrag der Ampel-Koalition ist der vorläufige Höhepunkt der Ächtung des früheren SPD-Chefs wegen seiner anhaltenden Verbindungen zu Russland.

Aus rechtlichen Gründen wurde die Streichung des Büros allerdings nicht mit Schröders Russland- und Putin-Beziehungen begründet. Vielmehr wird laut dem Ampel-Antrag die finanzielle Unterstützung davon abhängig, ob frühere Top-Politiker tatsächlich noch Aufgaben übernehmen. Schröder nehme keine Verpflichtungen aus seiner Zeit als Bundeskanzler mehr war, hieß es.

Für Personalausgaben in Schröders Büro waren im vergangenen Jahr mehr als 400 000 Euro aus der Staatskasse geflossen. Anrecht auf ein Ruhegehalt und auf Personenschutz hat der frühere Kanzler dem Beschluss zufolge aber weiterhin. Gerhard Schröder äußerte sich selbst zunächst nicht zu der Sache.

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    dpa

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