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19.03.2019

03:57

Frührente: Politik und Unternehmen befeuern den Boom imago/STAR-MEDIA

Hubertus Heil und Andrea Nahles (v.l.)

Die abschlagfreie Rente mit 63, die Nahles als Heils Vorgängerin im Arbeitsministerium auf den Weg gebracht hat, wird stark nachgefragt.

Arbeitsmarkt

Politik und Unternehmen bauen goldene Brücken in die Frührente

Von: Bert Fröndhoff, Donata Riedel, Christof Kerkmann, Frank Specht

Digitalisierung oder Sparzwänge veranlassen Unternehmen, sich von Beschäftigten zu trennen. Vor allem von älteren – trotz aller Qualifizierungsversprechen der Politik. Erfasst ein neuer Jugendwahn die Wirtschaft?

Düsseldorf, BerlinBayer macht es, SAP macht es, Volkswagen macht es: Immer mehr Unternehmen, die gerade ihre Geschäftsfelder neu ordnen oder gar mitten in einer Sanierung stecken, wollen sich vor allem von ihren älteren Beschäftigten trennen. Die Unternehmen scheinen auf eigene Kosten einen neuen Trend zur Frühverrentung zu befeuern, den die Große Koalition durch ihr Projekt „Rente mit 63“ im Jahr 2014 gestartet hat.

Die damalige Arbeitsministerin Andrea Nahles hatte das damals durchgesetzt. Ihr Nachfolger im Amt, Hubertus Heil, setzte einen etwas anderen Akzent – auch vor dem Hintergrund, dass allerorten heißt, wegen des grassierenden Fachkräftemangels gerade die Älteren nicht zu früh abzuschieben. Bereits vor einem Jahr forderte bessere Beschäftigungschancen für die Senioren unter den Werktätigen. Man könne nicht über Fachkräftemangel jammern und andererseits versuchen, ältere Beschäftigte loszuwerden, sagte der SPD-Politiker.

Dabei hatte sich die „Rente mit 63“ längst als Renner erwiesen: Bis Ende 2017 wurden knapp 900.000 Anträge positiv beschieden. Doch nicht nur das Rentengeschenk der Großen Koalition kommt gut an. Auch Unternehmen, die im Strukturwandel stecken und Personal kürzen müssen, bauen Älteren goldene Brücken in den Ruhestand.

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Ende vergangener Woche erreichte die Belegschaft des US-Autokonzerns Ford die Nachricht, dass 5000 Stellen an den Standorten Köln, Saarlouis und Aachen gestrichen werden. Da betriebsbedingte Kündigungen bis 2022 ausgeschlossen sind, setzt das Management auf Frührente.

Schon Mitarbeiter ab 50 Jahren, die bis zur Rente eigentlich noch 17 Jahre vor sich hätten, sollen Angebote für Altersteilzeit und den vorgezogenen Ruhestand erhalten.

Ähnliches dürfte der Belegschaft von Audi bevorstehen. Der neue Vorstandschef Bram Schot hat nach schwachen Ergebnissen für 2018 einen harten Sparkurs angekündigt. Allein in der Verwaltung des Autobauers könnten 15 Prozent der weltweit 20.000 Arbeitsplätze wegfallen. Weil für die Standorte Ingolstadt und Neckarsulm eine Beschäftigungsgarantie bis 2025 gilt, wird Audi wohl vor allem auf Altersteilzeit und Vorruhestand setzen. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.

Beispiel Bayer: Der Chemie- und Pharmakonzern will seine Life-Science-Kerngeschäfte stärken, effizienter werden und bis Ende 2021 weltweit 12.000 Arbeitsplätze streichen. Beschäftigten über 57 Jahre ermöglicht das Unternehmen einen gleitenden Übergang in die Rente, ohne dass die Kollegen sich einen neuen Job suchen müssen oder Arbeitslosengeld fließt.

Auf eigene Kosten überbrückt Bayer bis zu sechs Jahre bis zum frühestmöglichen Renteneintritt. Das Modell gehe aber nicht zulasten der Sozialkassen, ihrer Beitragszahler oder der Allgemeinheit, betont ein Sprecher. 4,4 Milliarden Euro lässt sich Bayer die Neuorganisation und den Stellenabbau in den kommenden drei Jahren kosten. Darin sind hohe Abfindungszahlungen und die Kosten der Frührente enthalten.

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Das Interesse ist groß: Am Standort Bergkamen reichte bei einer Informationsveranstaltung zum Thema der gebuchte Raum nicht, sodass weitere Termine geplant sind, wie der Vize-Gesamtbetriebsratschef der Bayer AG, Heinz-Georg Webers, berichtet. „Das Ziel ist ja, dass wir den Personalabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen stemmen.“

Und da sei es nun mal das sozial verträglichste Mittel, auf die Älteren zuzugehen und ihnen Brücken zu bauen. Zumal die dafür nötigen Finanzmittel überschaubar seien.

Beispiel SAP: Ab April bietet der Softwarekonzern Mitarbeitern ab 57 Jahren Altersteilzeit auf der Basis „doppelter Freiwilligkeit“ an – Arbeitnehmer und Chef müssen beide zustimmen. In einem über zwei bis sechs Jahre gestreckten Blockmodell gibt es eine aktive Arbeitsphase, die genug Zeit für den Wissenstransfer und die Nachfolgeplanung lässt, dann folgt die Freistellung.

Abschläge stockt SAP so weit auf, dass die Beschäftigten auf bis zu 95 Prozent ihres früheren Einkommens kommen. Im Rahmen seines Restrukturierungsprogramms will SAP sich zudem von 4.400 Mitarbeitern trennen – über Vorruhestandsregelungen und Abfindungen.

Beispiel Volkswagen: Der Autohersteller hatte im Rahmen seines „Zukunftspakts“ mit dem Betriebsrat vereinbart, bis 2020 netto 14.000 Arbeitsplätze abzubauen. In der Verwaltung könnten der Digitalisierung in den kommenden fünf Jahren bis zu 7.000 Jobs zum Opfer fallen, weil Algorithmen Routinetätigkeiten übernehmen. Die Stellen sollen durch Vorruhestandsregelungen abgebaut werden.

Seit dem Start des „Zukunftspakts“ Ende 2016 wurden insgesamt rund 9.300 Altersteilzeitverträge unterschrieben, teilte ein Sprecher mit. Auch im Zuge des Umbaus der Werke in Emden und Hannover zu „Elektrostandorten“ wolle man das Beschäftigungsvolumen „über die bei Volkswagen sehr attraktive Altersteilzeit sozial verträglich anpassen“, weil die Fertigung von Elektroautos weniger Produktionsschritte und damit auch weniger Personal erfordere, erklärt der Sprecher weiter.

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Sätze wie diese lassen aufhorchen. Denn nicht nur die Autobranche steht im Zuge der Abkehr vom Verbrennungsmotor vor tief greifenden Umwälzungen. In anderen Branchen wird die Digitalisierung Jobs kosten, etwa im Handel oder bei Banken und Versicherungen.

Die Prognose „Digitalisierte Arbeitswelt“, die die Forschungsinstitute IAB, BIBB und GWS für das Bundesarbeitsministerium erstellt haben, geht davon aus, dass bis 2035 knapp vier Millionen Arbeitsplätze wegfallen, aber auch rund 3,3 Millionen neue entstehen werden.

Zwar betont die Politik stets, dass man die Beschäftigten im Wandel nicht alleinlassen, sondern sie für gestiegene Anforderungen weiterqualifizieren oder für neue Aufgaben umschulen wird. Seit Jahresbeginn ist dazu das „Qualifizierungschancengesetz“ in Kraft. „Dass der Arbeitsminister sich für Weiterbildung auch älterer Arbeitnehmer einsetzt, finde ich grundsätzlich sehr wichtig und richtig“, sagt dazu der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest.

Erfolg könne das aber nur haben, wenn ältere Beschäftigte das wollten und anschließend auch eine Beschäftigung fänden.

Erfahrung der älteren Mitarbeiter nicht unterschätzen

Dass aber Unternehmen ausgerechnet Mitarbeiter nahe am Rentenalter weiterbilden, bei denen die Qualifizierung die geringste Rendite bringt, ist eher unwahrscheinlich. Droht also im konjunkturellen Abschwung und mit fortschreitender Digitalisierung eine neue Frühverrentungswelle in den Betrieben?

„Die Unternehmen müssen bedenken, welches Signal sie mit Frühverrentungsprogrammen öffentlich und politisch setzen, wo es um die Chancen des längeren Lebens für eine längere Erwerbstätigkeit geht“, sagt der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther.

Mit Blick auf eine konjunkturelle Delle Frühverrentungsprogramme zu starten sei betriebswirtschaftlich sicher nicht klug, mahnt Hüther. Denn Unternehmensbefragungen zeigten, dass die Investitions- und Beschäftigungsabsichten weiter robust seien.

Auch die Digitalisierung sollte nicht als Blankoscheck für Frühverrentung gesehen werden: „Wenn alle darauf setzen, die Älteren durch besser für den technologischen Sprung ausgebildete Jüngere ersetzen zu können, geht das nach hinten los.“ Dem demografischen Wandel könne man auf Dauer auch in den Unternehmen nicht entkommen, sagt Hüther mit Blick auf die Statistik. So leben in Deutschland 11,6 Millionen 55- bis 65-Jährige, aber nur 9,4 Millionen 20- bis 30-Jährige.

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Lange ist – nicht zuletzt getrieben durch den Fachkräftemangel – die Erwerbsquote der Älteren gestiegen. „Bei der Beschäftigungsquote der 60- bis 64-Jährigen haben wir in gut zehn Jahren eine Verdoppelung erreicht“, heißt es beim Arbeitgeberverband BDA. Deutschland stehe in der EU hinter Schweden und Island auf Platz drei, was ältere Erwerbstätige angeht.

Auch beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sieht man noch keinen Trend zur Frühverrentung: „In der Tat ist die Erwerbsbeteiligung von Älteren stark gestiegen und nimmt noch immer zu“, sagt der Leiter des Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen, Enzo Weber.

38 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland sind heute 50 Jahre oder älter. Standen 2007 nur 66,5 Prozent der 55- bis 60-Jährigen noch im Arbeitsleben, waren es zehn Jahre später schon 80,1 Prozent. Bei den 60- bis 65-Jährigen ist die Erwerbsquote von 32,8 auf 58,4 Prozent gestiegen. Zur Vollständigkeit des Bildes zählt aber auch, dass jene, die mit über 60 arbeitslos werden, sehr schlechte Chancen auf einen adäquaten neuen Job haben.

Der Anstieg bei den älteren Erwerbstätigen ist eine Folge des anhaltenden Wirtschaftsbooms. Er hat aber auch damit zu tun, dass Regierungsprogramme zur Frühverrentung inzwischen weitgehend ausgelaufen sind. Der Staat baute in Zeiten der Massenarbeitslosigkeit Älteren Brücken in den Ruhestand, um Platz für jüngere Arbeitslose zu schaffen.

„Dass Unternehmen bei der Entlassung älterer Arbeitnehmer die sozialen Sicherungssysteme in Anspruch nehmen, funktioniert heute weit weniger als früher“, sagt Annelie Buntenbach, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) und alternierende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung.

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Der Weg in die Altersrente vor dem 63. Lebensjahr sei inzwischen verschlossen, und wer früher in Rente gehe, müsse meist empfindliche Abschläge hinnehmen. Deshalb sei dieser Weg unattraktiver und teurer geworden.

Was aber, wenn Firmen zwar keine staatliche Unterstützung mehr bekommen, aber gerne bereit sind, Abschläge großzügig auszugleichen – so wie Bayer und SAP? „Es ist in der Tat erstaunlich, dass Unternehmen ältere Arbeitnehmer teils sehr früh und mit hohen Abfindungen loswerden wollen“, sagt Ifo-Präsident Fuest. Aber das sei natürlich ihre eigene Entscheidung. Zumal die Alternativen keineswegs besser sind.

Der im harten Sanierungsprozess steckende Autobauer Opel zog vergangene Woche den Protest der Gewerkschaften auf sich, als bekannt wurde, dass das Unternehmen 50 junge Mitarbeiter entlassen will, die nach ihrer Ausbildung nur einen Jahresvertrag bekommen hatten.

Dass sich Unternehmen bei Sparprogrammen vorwiegend von älteren Mitarbeiter trennen wollen, hat mehrere Gründe: Zum einen verfügen die zumeist über alte, gut dotierte Verträge – sie sind also ein großer Kostenblock im Vergleich zum Nachwuchs. Zum anderen stufen viele Firmen momentan die „Senioren“ als nicht entscheidend dafür ein, dass die Umstellung auf die digitale Wirtschaft gelingt – es gibt bei der Modernisierung oft eine Art Jugendwahn.

Man schiebe niemanden „aufs Abstellgleis“, versichert Cawa Younosi, Personalchef von SAP Deutschland. Weiterbildung werde unabhängig vom Alter angeboten. Aber wer im Laufe seines Lebens den Beruf zwei oder drei Mal komplett neu erlernen musste, „dem reicht es vielleicht“.

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„Der Wert älterer, erfahrener Mitarbeiter wird sehr oft unterschätzt“, sagt Rüdiger Piorr, Professor für BWL und Personalwesen an der FOM Hochschule in Düsseldorf. „Sie haben tiefes Wissen über die Prozesse in den Unternehmen, was sie gerade bei der digitalen Transformation sehr wertvoll macht.“

Gewerkschafterin Buntenbach wirbt deshalb dafür, auch jenen Brücken zu bauen, die bleiben wollen: Überall dort, wo Frühverrentungsvereinbarungen getroffen würden, sollte es auch Unterstützung für einen Verbleib im oder eine Rückkehr in den Arbeitsmarkt geben: „So könnten Unternehmen zum Beispiel Lohnkostenzuschüsse zahlen, wenn jemand eine schlechter bezahlte Stelle antritt.“

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, würde das feste Renteneintrittsalter am liebsten ganz abschaffen: „In Zukunft sollte jeder Mensch selbst den Zeitpunkt wählen können, wann er oder sie in Rente gehen will“, sagt Fratzscher. Das gewähre mehr Selbstbestimmung, verbessere die Nachhaltigkeit der gesetzlichen Rente und helfe, das Fachkräfteproblem zumindest etwas zu lindern.

Das allerdings scheint fraglich: Aus der Babyboomer-Generation der heute 54- bis 60-Jährigen würde nur jeder Zehnte bis zum gesetzlichen Rentenalter arbeiten, wenn er frei wählen könnte. Das zeigte eine Studie der Bergischen Universität Wuppertal. Mehr als die Hälfte möchte so früh wie möglich aus dem Berufsleben aussteigen.

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Kommentare (4)

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Herr Andre Peter

19.03.2019, 09:22 Uhr

Ja, richtig, man sollte die Erfahrung der älteren Mitarbeiter nicht unterschätzen. Auch die Gelassenheit und das soziale Verhalten ist in der Regel ausgesprochen fördernd für ein erfolgreiches und gesundes Geschäftsklima!
Andererseits sind viele Menschen der geburtenstarken Jahrgänge
- sowohl in der Kindheit mit überfüllten Klassenzimmer als auch
- später bei der eingeschränkten Freiheit in der Berufswahl und dann
- im Berufsleben mit massiver Konkurrenz um
- am Ende mit einer geringeren Rente als früher
belastet worden, so dass ich den Vorruhestand gerne gönne!

Herr J.-Fr. Pella

19.03.2019, 11:03 Uhr

Glauben sie niemals diesen Multiunternehmen.
Erst bilden sie keine Lehrlinge aus und der Staat springt ein. (Steuergelder)
Dann schicken sie die älteren Mitarbeiter in den Vorruhestand auf Kosten der Sozialkassen. (Mitgliederbeiträge)
Dann jammern sie über f e h l e n d e Fachkräfte und lassen Hundertausende Ausländer einreisen, um dann fest zu stellen, daß man vielleicht gerade mal 5 - 7% als Fachkräfte einstellen kann,
und jetzt, wollen sie wieder ältere Mitarbeiter entlassen.

Nicht die Arbeitslosen und die Hartz-4 Empfängern plündern unsere Sozialkassen, sondern fast ausschließlich die Arbeitgeber. oder???

Und unsere überarbezahlten Politiker und Beamten schauen t a t e n l o s zu.

Aber bald sind Wahlen!!! Wo kommen bloß die vielen Protestwähler her?

Herr Andre Peter

19.03.2019, 11:39 Uhr

@Herr Pella:
ganz so schlimm ist es wirklich nicht. Die Unternehmen bilden aus und bilden auch ihre Mitarbeiter weiter - über alle Branchen hinweg.
Es sind nicht immer die Unternehmen, die fehlende Fachkräfte bemängeln sonder eher die Branchenverbände, die aus Marketinggründen versuchen junge Menschen in die Branche zu locken.
Das mit den eingereisten Ausländer liegt an zwei Dingen: Deutschlands Immobilien waren vergleichsweise günstig und die Zinsen niedrig, zudem wurden von Merkel persönlich Flüchtlinge eingeladen - das sollte man nicht den Unternehmen in die Schuhe schieben. Die Ursache liegt in der Politik.

Vorruhestand heißt eben nicht "Mitarbeiter entlassen", das bedeutet, dass Mitarbeiter, die gerne sich zurückziehen möchten und den Übergang in die Rente gleichmäßig und ausgeglichen gestalten möchten, dies auch tun können. Und da gibt es sehr, sehr viele Mitarbeiter, die - siehe meinen letzten Kommentar - endlich ein etwas ruhigeres, gemütlicheres Leben haben möchten - ohne Konkurrenzkampf!

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