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27.09.2022

15:35

Bildung

Minister Habeck wirbt für mehr ökonomische Bildung an den Schulen

Robert Habeck will das Thema Wirtschaft stärker in den Schulunterricht verankern. Auch diejenigen, die weit weg sind von wirtschaftlichen Prozessen, sollen gefördert werden.

„Es ist essenziell, dass man erklärt, dass wirtschaftliche Zusammenhänge gesellschaftliche Zusammenhänge sind“, erklärte der Wirtschaftsminister. Reuters

Robert Habeck

„Es ist essenziell, dass man erklärt, dass wirtschaftliche Zusammenhänge gesellschaftliche Zusammenhänge sind“, erklärte der Wirtschaftsminister.

Berlin Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) wirbt dafür, das Bildungsangebot zum Thema Wirtschaft stärker im Schulunterricht zu verankern.

Auch wenn in erster Linie die Bundesländer dafür zuständig seien, müsse Deutschland Wege finden, „flächendeckend das Thema Wirtschaft und ökonomische Bildung in den Lehrplänen aufzuwerten“, sagte Habeck am Dienstag bei einer Veranstaltung des Bündnisses Ökonomische Bildung Deutschland (BÖB).

Das sei „keine leichte Aufgabe“, erklärte Habeck weiter. Wirtschaftsthemen würden häufig mit großen Unternehmen und Kapitalismus assoziiert. Es sei daher „essenziell“, „dass man erklärt, dass wirtschaftliche Zusammenhänge gesellschaftliche Zusammenhänge sind“, erklärte der Wirtschaftsminister.

Bildung in diesem Bereich sei auch eine Frage der Gerechtigkeit. „Im Sinne der Chancengleichheit sollte (...) eine flächendeckende ökonomische Bildung zu einer Selbstverständlichkeit werden“, sagte Habeck.

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    Auch diejenigen, die weit weg seien von wirtschaftlichen Prozessen und abends nicht mit den Eltern darüber diskutierten, müssten diese Förderung erhalten.

    Eine Studie des Instituts für Ökonomische Bildung Oldenburg (IÖB) im Auftrag der Flossbach-von-Storch-Stiftung war im vergangenen Jahr zu dem Schluss gekommen, dass das Thema ökonomische Bildung im deutschen allgemeinbildenden Schulwesen nicht ausreichend verankert sei. Auch die Fach-Ausbildung von Lehrkräften weise Mängel auf.

    Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Karin Prien, wies auf die Relevanz einer ökonomischen Grundbildung hin. „Es geht um Wirtschaftskompetenz, aber es geht darüber hinaus auch um die Möglichkeit, sein Leben aktiv in die Hand zu nehmen, Verantwortung zu übernehmen“, erklärte die CDU-Politikerin am Dienstag.

    In den Lehrplänen der Länder spiele ökonomische Bildung „eine sehr große Rolle“, sagte Prien. Es sei aber etwa bei Lehrkräften wichtig, die Aus- und Fortbildung zu stärken, um Fachexpertise zu gewährleisten.

    Von

    dpa

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