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08.12.2022

05:59

Corona-News

China kündigt landesweite Lockerung von Corona-Einschränkungen an

Von: Leonard Frick, Alisa Swoboda

Bayern und Sachsen-Anhalt schaffen Maskenpflicht im ÖPNV ab – NRW hält daran fest +++ Saarland hebt Isolationspflicht auf +++ Der Newsblog.



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    Anne Schwedt
    In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 40.256 auf über 36,6 Millionen. Das sind 4141 Fälle mehr als am Donnerstag vor einer Woche, als 36.115 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 214,2 von 207,7 am Vortag. Das RKI meldet 125 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 158.684.
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    Anne Schwedt
    Die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong verkürzt die Quarantänedauer für bestätigte Corona-Fälle und enge Kontaktpersonen von sieben auf fünf Tage, berichtet der öffentliche Rundfunksender RTHK. Einreisende nach Hongkong müssen sich nun über einen Zeitraum von fünf statt bislang sieben Tagen täglich einem Antigen-Schnelltest (RAT) unterziehen. Die chinesischen Behörden hatten am Mittwoch umfassende Änderungen an den bislang strengen Corona-Beschränkungen angekündigt.
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    Leonie Tabea Natzel
    Die große Mehrheit der 1,4 Milliarden Chinesen wird sich nach Einschätzung eines führenden chinesischen Experten letztlich mit dem Coronavirus infizieren. Nach den Lockerungen der drakonischen Null-Covid-Maßnahmen berichteten Staatsmedien am Donnerstag, der frühere Vizedirektor des chinesischen Gesundheitsamts, Feng Zijian, gehe davon aus, dass sich am Ende 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung mit dem Erreger anstecken werde. In der ersten Welle dürfte die Infektionsrate demnach rund 60 Prozent erreichen.

    Es müssten „angemessene Schritte“ ergriffen werden, um den Höhepunkt der Welle niedrig zu halten und die Belastung des Gesundheitswesens zu verringern, sagte der Regierungsberater nach Angaben der Zeitung „Zhongguo Qingnianbao“ bei einem Online-Forum der Pekinger Tsinghua-Universität. Die Welle werde „enormen Druck“ auf das medizinische System ausüben. Deswegen sei es notwendig, Vorbereitungen zu treffen, sagte Feng Zijian, der die Arbeitsgruppe der Regierung zum Umgang mit der Pandemie berät.

    Auch sei es wichtig, Impfungen zu beschleunigen, besonders für die ältere Bevölkerung mit chronischen Krankheiten. Die gegenwärtigen Vakzine würden das Risiko einer schweren Krankheit „sehr wirksam“ verringern. Wer noch nicht komplett geimpft sei, solle das schnell nachholen.
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    Anne Schwedt
    Trotz schrittweiser Lockerungen sinkt in China die Zahl der täglichen Ansteckungen weiter. Das Land verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 21.439 Neuinfektionen. Am Vortag waren es 25.321. 4409 der Fälle seien symptomatisch und 20.912 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Das Land meldet keinen weiteren Todesfall in den vergangenen 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der Corona-Toten in China verharrt damit bei 5235.
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    Lena Janßen
    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat nach einem Medienbericht dem chinesischen Sinovac-Impfstoff eine Einfuhrgenehmigung erteilt. „Mit dieser Zulassung wollen wir erreichen, dass chinesische Bürger durch den eigenen Impfstoff hier auch geschützt sind“, sagte Lauterbach dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. 

    Demnach darf der Impfstoff nun nach Deutschland eingeführt und hier ausschließlich an Staatsangehörige Chinas verabreicht werden. Grundlage dafür sei eine Bewertung durch das Paul-Ehrlich-Institut, wie es in dem Bericht weiter hieß. Geimpft werden darf demnach nur in Verantwortung der Botschaften und Konsulate Chinas. Eine Zulassung für Deutsche sei nicht vorgesehen.
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    Lena Janßen
    Der Knackpunkt bei den vorsichtigen Lockerungen der Corona-Maßnahmen in China ist aus Sicht eines deutschen Virologen die Immunität in der dortigen Bevölkerung. „Die große Frage ist jetzt, wie gut die Immunität dort wirklich ist“, sagte Björn Meyer, Leiter der Arbeitsgruppe Virusevolution vom Universitätsklinikum Magdeburg am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

    Die Lage in dem großen Land mit seinen Stadt-Land-Unterschieden sei vermutlich sehr uneinheitlich und von außen schwer zu beurteilen. „Wir wissen kaum, wie es in kleineren Städten und Dörfern aussieht und ob es dort nicht unter dem Radar doch schon mehr Infektionen gegeben hat.“ 

    Sehr strenge Lockdowns seien schließlich geografisch begrenzt gewesen, außerhalb von Ausbrüchen scheine das Leben oft recht normal weitergelaufen zu sein. Auch die Verbreitung anderer Krankheitserreger sei nicht in ganz China komplett erstickt worden. Wichtig sei nun, dass China beim Impfen und Boostern schnell Fortschritte mache. Immerhin: Die dort verwendeten Impfstoffe hätten durchaus einen Effekt beim Schutz vor schwerer Erkrankung. Allerdings sei das Misstrauen in das staatliche Impfangebot groß.
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    Tobias Döring
    Kehrtwende in Covid-Politik: China lockert Corona-Maßnahmen
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    Tobias Döring
    China erlaubt bei milden Corona-Fällen künftig Quarantäne zu Hause. Bei Infektionen ohne Symptome und milden Krankheitsverläufen könnten die Menschen sich zu Hause isolieren und selbst behandeln, teilt die Nationale Gesundheitskommission am Mittwoch mit. Sollte sich ihr Zustand verschlechtern, können sie sich selbst in ausgewiesene Kliniken begeben.

    Zu den zehn neuen Maßnahmen gehören die Beschleunigung der Impfung älterer Menschen und das Verbot für lokale Beamte, große Gebiete, wie zum Beispiel ganze Wohnsiedlungen, als Hochrisikobereiche auszuweisen.

    In Nicht-Hochrisiko-Gebieten darf es zudem keine Bewegungseinschränkungen mehr geben. Es dürfe nicht zu Produktions- und Arbeitsausfällen kommen, teilte die Kommission mit. Hochrisiko-Gebiete müssten in Zukunft präziser festgelegt werden und können einzelne Gebäude oder auch nur eine Etage betreffen. Bei Reisen ist kein negativer Test mehr nötig.
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    Leonie Tabea Natzel
    In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 45.331 auf über 36,6 Millionen. Das sind 1563 Fälle mehr als am Mittwoch vor einer Woche, als 43.768 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 207,7 von 204,2 am Vortag. Das RKI meldet 173 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 158.559.
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    Anne Schwedt
    Der offizielle Name des Corona-Virus sollte einer chinesischen Expertin zufolge umbenannt werden, um die mittlerweile abgeschwächte Mutation des Virus widerzuspiegeln. Der chinesische Name des Virus, der es als eine Lungenentzündung verursachende Krankheit kennzeichnet, sollte geändert werden, um es nur als infektiöses Virus zu bezeichnen, zitiert die staatliche Zeitung „Beijing Daily" die Leiterin der Abteilung für Infektionskrankheiten der China Association of Chinese Medicine, Gu Xiaohong. Zudem sollte es Patienten mit leichten Symptomen erlaubt werden, sich zu Hause zu isolieren. China rückt seit den Ausschreitungen im November wegen strikter Corona-Beschränkungen zunehmend von den Maßnahmen ab.
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    Anne Schwedt
    In China sinkt die Zahl der täglichen Ansteckungen weiter. Das Land verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 25.321 Neuinfektionen. Am Vortag waren es 28.062. 5046 der Fälle seien symptomatisch und 23.016 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Das Land meldet keinen weiteren Todesfall in den vergangenen 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der Corona-Toten in China verharrt damit bei 5235. 
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    Leonie Tabea Natzel
    Kinderärztepräsident Thomas Fischbach befürchtet eine Verschärfung der angespannten Lage in den Kinderkliniken, hält aber eine Maskenpflicht eher für kontraproduktiv. „Wir sind in einer gefährlichen Situation für die Kinder, besonders für die Kleinsten“, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) angesichts der wegen Atemwegserkrankungen überfüllten Arztpraxen und Kinderkliniken der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ/Mittwoch). Und es könne noch schlimmer kommen: „Denn normalerweise stehen wir Anfang Dezember erst am Beginn der Erkältungssaison. Die Spitze der Infektionswelle steht also noch vor uns.“

    Rufen nach einer Rückkehr der Maskenpflicht für Kinder und Eltern erteilte Fischbach jedoch eine Absage. „Der Schrei nach Masken ist der übliche Reflex der Politik. Dabei ist die Maskenpflicht der zurückliegenden zwei Jahre ja ein wichtiger Grund für die aktuelle Krise“, meinte er. Denn wegen der Masken seien weder die Immunsysteme der Kinder noch der Eltern trainiert worden.

    Viele Kinderpraxen und Kinderstationen sind aktuell extrem überfüllt. Experten berichten von einer enormen Welle an Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV), das für Babys gefährlich sein kann.
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    Tobias Döring
    Angepasste Corona-Impfstoffe von Pfizer und Moderna, die bisher nur als Auffrischimpfungen eingesetzt werden, können auch als Erstimpfung gegen das Virus verwendet werden. Diese Entscheidung teilte die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) am Dienstag in Amsterdam mit. Es geht um sogenannte bivalente Impfstoffe, die sowohl vor dem ursprünglichen Sars-CoV-2 als auch vor den Omikron-Sublinien BA.4 und BA.5 schützen sollen. Diese angepassten mRNA-Impfstoffe durften bisher nur als Auffrischimpfung verwendet werden.

    Die EMA hat nun nach der Auswertung von Daten festgestellt, dass der Impfstoff auch bei Menschen wirkt, die noch keine Corona-Impfung erhalten haben und noch keine Infektion mit dem Virus durchgemacht haben. Die Impfstoffe seien genauso sicher wie die ursprünglichen Corona-Impfstoffe von Pfizer und Moderna, so die Aufsichtsbehörde. Die EU-Länder könnten nun selbst entscheiden, ob sie die modifizierten Impfstoffe als Basisimpfung verwenden wollen.
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    Julie Leduc
    Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat die Abschaffung der Maskenpflicht im ÖPNV mit der Impfquote und der geringen Belastung des Gesundheitssystems durch Covid-19-Fälle begründet. Der Anteil der Corona-Infizierten in den Krankenhäusern sei kleiner als drei Prozent, sagte Haseloff am Dienstag nach einer Entscheidung des Kabinetts. Andere Krankheitsbilder und Viren seien dominierend. Haseloff verwies zudem auf die Grundimmunisierung von 74 Prozent über alle Bevölkerungs- und Altersgruppen hinweg. Bei den über 60-Jährigen seien es 90 Prozent.
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    Alisa Swoboda
    Im Saarland gilt von diesem Samstag (10.12.) an keine Isolationspflicht mehr für Corona-Infizierte. Das hat das Kabinett am Dienstag beschlossen. Die Landesregierung führt damit eine Regelung ein, wie sie bereits in anderen Bundesländern wie Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg gilt.

    Nach Angaben von Gesundheitsstaatssekretärin Bettina Altesleben (SPD) bleibt es jedoch im Saarland bei der Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr. In Bayern und Sachsen-Anhalt wird diese zum Wochenende abgeschafft. Die neue saarländische Corona-Verordnung gilt zunächst für fünf Wochen.
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    Alisa Swoboda
    Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hält an der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen im öffentlichen Personennahverkehr fest. Das bestätigte eine Sprecherin des NRW-Gesundheitsministeriums am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Änderungen an den aktuellen Regelungen seien aufgrund der stagnierenden Corona-Infektionszahlen aktuell „nicht angemessen“.

    Außerdem sei ein Mund-Nase-Schutz im Fernverkehr vom Bund vorgegeben. Würde eine Maskenpflicht im ÖPNV entfallen, sei es den Bürgerinnen und Bürgern „schwer zu vermitteln, warum sie in den Zügen des Fernverkehrs eine Maske tragen müssen“, so die Sprecherin weiter.
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    Alisa Swoboda
    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat das Ende der Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in ersten Bundesländern kritisiert. „Ich bin einfach davon nicht überzeugt“, sagte der SPD-Politiker am Dienstag in Berlin mit Blick auf die Pandemielage. In der Gesundheitsministerkonferenz mit den Länder hätten er und der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, am Montag nochmals deutlich gemacht, dass es keine Gründe gebe, jetzt zu sagen, man könne auf Masken und auf die Isolation von Corona-Infizierten verzichten. Lauterbach verwies auf eine zu erwartende ansteckendere Virusvariante, dazu nun auch andere RS-Viren und eine Grippewelle.

    Lauterbach sagte mit Blick auf Bayern und weitere unionsgeführte Länder, die die Isolationspflicht für Infizierte aufgehoben haben: „Ich habe den Eindruck, dass hier Parteipolitik auch eine Rolle spielt, und das sollte nicht sein. Wir sollten einfach versuchen, in diesem Winter noch einmal zusammenstehen, wie wir das damals gemacht haben, parteiübergreifend.“

    Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin, Christian Karagiannidis, sagte, ihn nerve langes Maskentragen auch. „Aber wenn wir auf der anderen Seite sehen, dass die Kinderkliniken total voll sind mit RSV, und Influenza kommt jetzt auch noch dazu, dann ist es ein Stück weit auch unser Beitrag für die Gesellschaft, den wir leisten sollten.“ Man könne nicht einerseits klagen, dass Kinderkliniken überschwemmt würden, und auf der anderen Seite solche Maßnahmen zurücknehmen.
    Lauterbach: „Wir sollten in diesem Winter noch zusammenstehen“
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    Alisa Swoboda
    FDP-Chef Christian Lindner begrüßt den Entschluss Bayerns, zum 10. Dezember die Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr abzuschaffen. Es sei eine „richtige Entscheidung“, dass Bayern bei den Corona-Schutzmaßnahmen wieder stärker auf die Eigenverantwortung setze, schrieb der Bundesfinanzminister am Dienstag auf Twitter. „Hoffe, dass dieser Entschluss bald auch bundesweit Schule macht“, fügte Lindner hinzu.
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    Alisa Swoboda
    Der Verband der Verkehrsunternehmen (VDV) hat das Ende der Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr in Bayern begrüßt, aber vor Problemen bei grenzüberschreitenden Fahrten gewarnt. Der Vorstoß Bayerns sei „inhaltlich nachvollziehbar, wird allerdings in der Praxis für das Personal zu Schwierigkeiten führen, weil die Regelungen dann in Bayern anders als in den angrenzenden Bundesländern sind und es viele Nahverkehrsverbindungen über Ländergrenzen hinweg gibt“, sagte Sprecher Lars Wagner am Dienstag.

    Grundsätzlich könne die Maskenpflicht aus Verbandssicht aber in Bussen und Bahnen aufgehoben werden. „Es gibt weder aus dem Ausland, wo seit Monaten keine Maskenpflicht in Bussen und Bahnen mehr herrscht, noch aufgrund uns bekannter wissenschaftlicher Studien Erkenntnisse, dass die Infektionszahlen außergewöhnlich steigen, wenn im ÖPNV keine Maske mehr getragen wird“, so Wagner. Zudem sei es immer schwieriger, die Maskenpflicht auch tatsächlich durchzusetzen.
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    Alisa Swoboda
    Sachsen-Anhalt schafft die Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr zum 8. Dezember ab. Darauf hat sich das Kabinett am Dienstag verständigt, wie aus Regierungskreisen verlautete. Sachsen-Anhalt setze damit auf mehr Eigenverantwortung beim Schutz vor Corona-Infektionen.
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    Alisa Swoboda
    Nach der bayerischen Entscheidung zur Abschaffung der Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr sieht der Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) die Regelung auch im Fernverkehr kritisch. „Die EVG fordert einheitliche Regelungen zur Maskenpflicht. Keiner kann mehr nachvollziehen, warum in den Fernverkehrszügen noch Maskenpflicht herrscht“, sagte Martin Burkert der Deutschen Presse-Agentur. „Sollte die Regelung beibehalten werden, braucht es Kontrollen durch die Bundespolizei, nicht durch das Bahnpersonal“, sagte Burkert weiter.
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    Leonard Frick
    In Bayern wird zum 10. Dezember die Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr abgeschafft. Dies sei aufgrund der aktuellen stabilen Infektionslage nicht mehr angemessen, hieß es am Dienstag nach Angaben aus Regierungskreisen. Ab dem 10. Dezember soll es demnach nur noch eine Empfehlung zum Tragen der Masken geben.

    Zum Schutz vor der Übertragung von Infektionen mit dem Coronavirus hatte Bayern wie auch andere Bundesländer im April 2020 das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen in der Öffentlichkeit beschlossen. Mit dem Sinken der Zahl der schweren Corona-Erkrankungen wurde die Pflicht schrittweise zurückgenommen. Der Öffentliche Nahverkehr, wo es häufig zu Gedränge in Bussen und Bahnen und Körperkontakten unter Fahrgästen kommt, ist noch eine der letzten öffentlichen Situationen, in denen Masken in Bayern vorgeschrieben sind.

    Die Maskenpflicht im Personennahverkehr war immer wieder Streitpunkt in der öffentlichen Debatte, auch in der Landespolitik. Zuletzt hatten sich die Freien Wähler vehement für die rasche Abschaffung eingesetzt und auf die Freiwilligkeit für die Bürger gepocht. Mediziner sind dagegen der Ansicht, die Maskenpflicht sollte bleiben oder sogar ausgeweitet werden, da das Bedecken von Mund und Nase nicht nur gegen die Übertragung von Coronaviren schützt, sondern auch gegen andere Viruserkrankungen, etwa die derzeit kursierenden Influenza-Viren oder das RS-Virus bei Kindern.
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    Leonie Tabea Natzel
    In der chinesischen Hauptstadt Peking müssen die Menschen keinen negativen Corona-Test mehr vorweisen, um am öffentlichen Leben teilzunehmen. Supermärkte, Nahverkehr und Büros können ohne entsprechenden Nachweis genutzt werden. „Peking macht sich wieder bereit für das Leben“, titelte die staatliche Zeitung „China Daily“. Die Menschen würden die langsame Rückkehr zur Normalität "allmählich begrüßen". Die Regierung in Peking könnte bereits am Mittwoch weitere zehn landesweite Lockerungen ankündigen, da Städte in ganz China regionale Lockdowns aufgehoben haben, sagen zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.
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    Leonie Tabea Natzel
    In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 46.787 auf über 36,6 Millionen. Das sind 235 Fälle mehr als am Dienstag vor einer Woche, als 46.552 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 204,2. Das RKI meldet 188 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 158.386.
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    Leonie Tabea Natzel
    In China sinkt die Zahl der täglichen Ansteckungen weiter. Das Land verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 28.062 Neuinfektionen. Am Vortag waren es 30.014. 4318 der Fälle seien symptomatisch und 23.016 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Das Land meldet keinen weiteren Todesfall in den vergangenen 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der Corona-Toten in China verharrt damit bei 5235.
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    Leonie Tabea Natzel
    Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, wirbt angesichts der unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern weiter für eine Isolation von Corona-Infizierten und für das Tragen von Masken. Inwieweit dies umgesetzt werde, sei „letztlich eine politische Entscheidung“, sagte Wieler der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstag).

    Dank der Masken bleibe die Zahl der Atemwegserkrankungen insgesamt im Rahmen. „Momentan fällt auf, dass sich immer mehr Menschen mit der Grippe anstecken. Deshalb denke ich, dass es im Winter keine reine Corona-Welle geben wird, sondern dass eine Reihe von Atemwegsinfektionen parallel um sich greifen.“ Dank Impfstoffen und Medikamenten sei die Ausgangslage im Kampf gegen Corona aber besser als zuvor.

    Die Gesundheitsminister und -ministerinnen der Länder hatten am Montagabend in Magdeburg vorerst keine neue Übereinstimmung für weitere Änderungen an den Corona-Schutzvorgaben gefunden. Mittlerweile haben Bayern, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Hessen und Rheinland-Pfalz die Isolationspflicht von mindestens fünf Tagen für positiv Getestete aufgehoben. Auch zum weiteren Vorgehen bei der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen des Nahverkehrs wurde keine einheitliche Linie beschlossen. Für Fernzüge ist diese bis zum 7. April 2023 bundesweit gesetzlich festgeschrieben.

    Der Chef des Hausärzteverbands Nordrhein, Oliver Funken, sieht die Zeit für eine Lockerung der Maskenpflicht gekommen. „Die Maskenpflicht sollte langsam weichen und man sollte auf Freiwilligkeit setzen“, sagte Funken der „Rheinischen Post“ (Dienstag). Dies sei auch deshalb sinnvoll, weil die Maskenpflicht etwa im öffentlichen Personennahverkehr nicht überall eingehalten und ihre Missachtung nicht bestraft werde.
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    Leonie Tabea Natzel
    Der US-Pharmakonzern Pfizer und sein deutscher Partner BioNTech haben am Montag im Streit um konkurrierende Corona-Impfstoffe bei einem Bostoner Bundesgericht Klage gegen das US-Biotechunternehmen Moderna eingereicht. Darin wurde die Abweisung der Moderna-Klage sowie die Feststellung beantragt, dass die Patente von Moderna ungültig sind und nicht verletzt wurden, wie am Montag aus Gerichtsdokumenten hervorgeht. Moderna hatte den Mainzer Impfstoff-Hersteller und den US-Pharma-Riesen erstmals im August verklagt und den Unternehmen vorgeworfen, seine Technologie-Patente verletzt zu haben, die Moderna eigenen Angaben zufolge bereits vor der Pandemie entwickelt hatte. Die Unternehmen reagierten nicht sofort auf Anfragen von Reuters zur Stellungnahme.

    Eine ähnliche Klage gegen Pfizer und BioNTech hat Moderna auch in Deutschland angestrengt. Alle drei Pharmaunternehmen sind in den USA auch in Patentstreitigkeiten mit anderen Impfstoff-Produzenten verwickelt.

    Moderna und BioNTech gelten als Vorreiter bei der neuartigen mRNA-Technologie, auf der die Corona-Impfstoffe beider Seiten beruhen und die ihnen Milliardenerlöse einbrachten.
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    Tobias Döring
    Die Ausgangslage zu Beginn des dritten Winters in der Corona-Pandemie ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) besser als in den Vorjahren. „Es gibt genug Impfstoff und Medikamente gegen die Erkrankung“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ laut Vorab-Bericht aus der Dienstag-Ausgabe. „Viele Menschen sind geimpft oder waren mit dem Virus bereits infiziert, sodass die Immunitätslage deutlich günstiger ist.“

    Wieler warb aber erneut für eine Isolation von Infizierten und für das Tragen einer Maske. Inwieweit dies umgesetzt werde, sei zwar letztlich eine politische Entscheidung. Sich bei einer Corona-Erkrankung zu isolieren, bleibe aber wichtig, um andere zu schützen. „Genauso wichtig ist es, dass die Menschen weiterhin Masken tragen, denn auch dadurch bleibt die Zahl der Atemwegserkrankungen im Rahmen.“

    Gleichwohl geht Wieler davon aus, dass sich im Winter wieder mehr Menschen anstecken: „Das Virus hat eine Saisonalität, und wir sind uns einig, dass die Fallzahlen im Winter wieder steigen. Das hängt auch damit zusammen, dass mehr Menschen in Innenräumen zusammenkommen, dass das so­ziale Leben zum Glück wieder Fahrt aufgenommen hat.“ Wie hoch die Zahlen sein werden, sei schwer vorherzusagen. „Momentan fällt auf, dass sich immer mehr Menschen mit der Grippe anstecken. Deshalb denke ich, dass es im Winter keine reine Corona-Welle geben wird, sondern dass eine Reihe von Atemwegsinfektionen pa­rallel um sich greifen.“
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    Leonie Tabea Natzel
    Die neuseeländische Regierung kündigt eine Untersuchung über den Umgang des Landes mit der Corona-Pandemie an. Ziel sei es, Lehren zu ziehen, die bei einer künftigen Pandemie angewendet werden könnten, teilt Ministerpräsidentin Jacinda Ardern mit. „Es ist über 100 Jahre her, dass wir eine Pandemie dieses Ausmaßes erlebt haben. Deshalb ist es wichtig, dass wir zusammenstellen, was funktioniert hat und was wir daraus lernen können, falls es jemals wieder passieren sollte.“ Neuseeland galt dank seiner raschen Reaktion einst als Paradebeispiel für die Bekämpfung des Coronavirus. Doch die Verärgerung über die Impfpflicht für Beschäftigte in Sektoren wie dem Gesundheits- und Bildungswesen und die strikten Grenzschließungen hatten auch zu Protesten geführt.
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    Leonie Tabea Natzel
    In China sinkt die Zahl der täglichen Ansteckungen weiter. Das Land verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 30.014 Neuinfektionen. Am Vortag waren es 31.824. 4213 der Fälle seien symptomatisch und 27.611 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Das Land meldet keinen weiteren Todesfall in den vergangenen 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus nach zwei am Vortag. Die Zahl der Corona-Toten in China verharrt damit bei 5235.
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