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02.12.2022

18:01

Corona-News

China lockert offenbar Corona-Regeln und erlaubt häusliche Quarantäne – RKI meldet 36.115 Neuinfektionen

Von: Sarah Sendner, Anna Kipnis

Chinas Vizepremier sprich von „neuem Stadium“ in Pandemie +++ Gesundheitsminister Lauterbach erwartet Corona-Winterwelle und rügt Bundesländer +++ Der Newsblog.



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    Christoph Sandt
    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beklagt eine Lockerung der Strategien zum Kampf gegen die Pandemie in diesem Jahr. Damit bestünden weiter "die perfekten Bedingungen" dafür, dass eine neue, tödliche Variante des Erregers sich ausbreite, sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. 
    Schätzungen der UN-Organisation zufolge haben jetzt etwa 90 Prozent der Weltbevölkerung eine gewisse Immunität gegen das Virus, entweder wegen einer durchgemachten Infektion oder durch eine Impfung.
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    Roman Winkelhahn
    Der US-Pharmakonzern Pfizer investiert rund 2,5 Milliarden Euro in seine Werke in Belgien und Irland. Die Anlage in der belgischen Stadt Puurs werde für mehr als 1,2 Milliarden Euro ausgebaut, teilte das Unternehmen am Freitag mit.
    Bereits am Donnerstag hatte Pfizer erklärt, für gut 1,2 Milliarden Euro sein Werk in Dublin zu erweitern. "Das steht alles in Einklang mit dem Wachstum unserer Pipeline", sagte der zuständige Pfizer-Vorstand Mike McDermott der Nachrichtenagentur Reuters.

    Der Partner des Mainzer Unternehmens Biontech bereitet sich damit auf die Einführung einer Reihe neuer Medikamente vor, die wegfallende Umsätze nach dem Auslaufen wichtiger Patente und rückläufiger Verkäufe beim Corona-Impfstoff wettmachen sollen.

    Allein für die kommenden anderthalb Jahre hat Pfizer 19 neue Medikamente angekündigt. "Unser Portfolio ist stark und erfordert eine Ausweitung unserer Produktion", sagte McDermott. Allein in Irland würden etwa 400 bis 500 Stellen geschaffen, in Belgien dürften 250 Jobs dazukommen.

    Es wird damit gerechnet, dass die Pfizer-Erlöse in diesem Jahr bei mehr als 100 Milliarden Dollar liegen - das ist mehr als doppelt so viel wie vor der Corona-Pandemie. Dabei dürften vor allem der Corona-Impfstoff und das Corona-Mittel Paxlovid einen wichtigen Beitrag leisten. Doch diese Erlöse dürften in den kommenden Jahren stark zurückgehen, zudem entfällt nach 2025 der Patentschutz für einige umsatzstarke Mittel wie das Krebsmedikament Ibrance und die Arthritis-Medizin Xeljanz.

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    Sarah Sendner
    Das Robert-Koch-Institut (RKI)meldet 30.420 Neuinfektionen. Das sind 404 Fälle mehr als am Freitag vor einer Woche, als 30.016 Neuinfektionen verzeichnet wurden. Die Gesamtzahl der Neuinfektionen steigt damit auf mehr als 36.5 Millionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 205,0 von 201,9 am Vortag. 166 weitere Menschen sind laut RKI in den letzten 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorben. Die bekannte Gesamtzahl der Toten liegt damit bei 158.109.
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    Sarah Sendner
    In China sinkt die Zahl der täglichen Ansteckungen weiter. Das Land verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 34.980 Neuinfektionen. Am Vortag waren es 36.061. 4150 der Fälle seien symptomatisch und 31.911 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Das Land meldet keinen weiteren Todesfall in den letzten 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der Corona-Toten in China verharrt damit bei 5233.
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    Sarah Sendner
    Die Corona-Inzidenz stagniert – und andere Atemwegserkrankungen legen zu. „Der Infektionsdruck ist im Herbst in allen Altersgruppen generell hoch, da auch die Verbreitung von akuten Atemwegsinfektionen durch den häufigeren und längeren Aufenthalt in Innenräumen schlechter zu verhindern ist“, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem am Donnerstagabend veröffentlichten Wochenbericht zur Entwicklung der Corona-Pandemie.

    Bundesweit sei die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche im Vergleich zur Vorwoche gleich geblieben, heißt es. In der Woche zuvor war die Corona-Inzidenz im gleichen Zeitraum noch um 17 Prozent gesunken. Die Zahl der Krankenhausbehandlungen von Menschen mit einer schweren akuten Atemwegsinfektion und COVID-19 ging ebenfalls nicht weiter zurück.
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    Anna Kipnis
    Private Altenpflegeanbieter haben vor einer Lücke bei der staatlichen Finanzierung von Corona-Schnelltests gewarnt. Es sei völlig unverständlich, dass für die Pflegeheime eine gesetzliche Testpflicht bis 7. April 2023 gelte, die Kosten laut Testverordnung aber nur bis zum 28. Februar übernommen werden sollten, erklärte der Arbeitgeberverband Pflege am Donnerstag. Die Bundesregierung müsse das Problem schnell lösen. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) müsse Finanzminister Christian Lindner (FDP) klar machen, dass die Gesundheit der Pflegebedürftigen kein Sparposten sei.

    Kostenlose „Bürgertests“ soll es bis ins neue Jahr unter anderem weiterhin vor Besuchen in Kliniken und Pflegeheimen geben. Dies gilt laut einer geänderten Verordnung vorerst befristet bis 28. Februar 2023. Das Infektionsschutzgesetz, das bis 7. April gilt, schreibt eine Testpflicht vor Besuchen in Kliniken und Pflegeheimen vor.
    Bild: dpa
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    Anna Kipnis
    China lockert Insidern zufolge seine strikten Corona-Regeln. So solle es bestimmten positiv auf Covid-19 getesteten Menschen erlaubt werden, sich zu Hause in Quarantäne zu begeben, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Donnerstag. Dies solle zusammen mit anderen Maßnahmen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden. Es wäre eine grundlegende Änderung der strikten Null-Covid-Politik Chinas. Zu Beginn des Jahres wurden ganze Ortsteile oder Städte isoliert, wenn nur eine einzige Corona-Infektion diagnostiziert wurde.

    Allerdings dürfen sich nicht alle positiv Getesteten zu Hause unter Quarantäne stellen, sagte ein Insider. Schwangere Frauen, ältere Menschen und Menschen mit Grunderkrankungen seien für eine häusliche Isolierung vorgesehen sowie die in engem Kontakt stehenden Personen, wenn ihre häusliche Umgebung bestimmte Bedingungen erfülle, hieß es.

    Die Nationale Gesundheitskommission der Volksrepublik war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
    Bild: AP
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    Sarah Sendner
    In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 36.115 auf über 36,4 Millionen. Das sind 1975 Fälle weniger als am Donnerstag vor einer Woche, als 38.090 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 201,9 von 196,7 am Vortag. Das RKI meldet 152 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 157.943.
    handelsblatt_de
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    Sarah Sendner
    Nach Protesten gegen die strikten Corona-Maßnahmen hat Chinas Vize-Premierministerin von einem „neuen Stadium der Pandemie“ gesprochen und damit erneut Spekulationen über mögliche Lockerungen ausgelöst. „Da die Omikron-Variante weniger pathogen geworden ist, mehr Menschen geimpft werden und wir mehr Erfahrungen in der Covid-Prävention gesammelt haben, befindet sich unser Kampf gegen die Pandemie in einem neuen Stadium und bringt neue Aufgaben mit sich“, sagte Vize-Premierministerin Sun Chunlan am Mittwoch bei einem Treffen der Nationalen Gesundheitskommission. 

    Die rigorosen Maßnahmen der Behörden als Reaktion auf die neue Corona-Welle führten am Wochenende zu Protesten in mehreren Millionenmetropolen. Es war die größte öffentliche Demonstration von Unmut in China seit Jahrzehnten. Als Reaktion auf die Versammlungen wurde eine massive Polizeipräsenz auf den Straßen von Peking, Shanghai und anderen Städten mobilisiert, um ein Wiederaufflammen der Demonstrationen zu verhindern.
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    Sarah Sendner
    In China sinkt die Zahl der täglichen Ansteckungen weiter. Die Volksrepublik verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 36.061 Neuinfektionen nach 37.828 Corona-Fällen am Vortag. 4288 der Fälle seien symptomatisch und 33.540 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Das Land meldet binnen Tagesfrist keinen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der Corona-Toten in China verharrt damit bei 5233.
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    Leonie Tabea Natzel
    China hat nach Darstellung des Internationalen Währungsfonds (IWF) noch Spielraum, seine Null-Covid-Politik langsam und sicher anzupassen. Dies würde einen Anstieg des Wirtschaftswachstums im kommenden Jahr ermöglichen, erklärte der Fonds am Mittwoch. IWF-Chefin Kristalina Georgieva hatte am Dienstag von Risiken für die chinesische Konjunktur gesprochen und dabei unter anderem auf die Coronavirus-Pandemie verwiesen. Das strenge Vorgehen der Regierung in Peking mit vergleichsweise langen Lockdowns hat die Konjunktur der zweitgrößten Volkswirtschaft beeinträchtigt. Auf die jüngsten Proteste in der Volksrepublik gegen die Corona-Politik der Regierung ging der IWF am Mittwoch nicht direkt ein.
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    Timm Seckel
    Die südchinesische Stadt Guangzhou hat am Mittwoch die Corona-Bestimmungen gelockert. Das betreffe Vorsorgemaßnahmen und mehrere Stadtbezirke, teilte die Bezirksregierung mit. Der Stadtbezirk Conghua teilte mit, Kinder sollten wieder Präsenzunterricht haben, Kinos und Restaurants würden geöffnet. In Guangzhou waren am späten Dienstagabend die Proteste gegen die Corona-Politik der chinesischen Regierung eskaliert. Es kam zu Zusammenstößen zwischen Demonstrierenden und der Bereitschaftspolizei. Auch in anderen Städten der Volksrepublik wie Shanghai und der Hauptstadt Peking war es bereits mehrfach zu Protestkundgebungen gekommen.

    Guangzhou ist eine wichtige Hafenstadt mit vielen Fabriken und liegt nördlich von Hongkong in der Provinz Guangdong, woher viele Wanderarbeiter kommen. Auf Twitter verbreitete Video-Aufnahmen zeigten, wie Bereitschaftspolizei in weißer Schutzbekleidung und mit Schilden über den Köpfen in Formation vorrückten, während sie zugleich mit Gegenständen beworfen wurden. Später waren Polizisten zu sehen, die Menschen in Handschellen abführten. Ein anderes Video zeigte, wie Tränengas eingesetzt wurde und Menschen davonrannten. Wann genau die Aufnahmen gemacht wurden, ließ sich nicht feststellen. Sie stammten aber nachweislich aus dem Stadtteil Haizhu in Guangzhou. In den sozialen Medien hieß es, zu den Zusammenstößen sei es am Dienstagabend gekommen. Auslöser sei Streit wegen der Lockdown-Maßnahmen gewesen.

    Die Regierung in Peking verfolgt eine strikte Null-Covid-Politik. Immer wieder wurden strenge und lange Ausgangssperren verhängt. Dies zieht auch die Konjunktur der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft in Mitleidenschaft.
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    Sarah Sendner
    In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 43.768 auf über 36,4 Millionen. Das sind 10.478 Fälle mehr als am Mittwoch vor einer Woche, als 33.290 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 196,7 von 190,6 am Vortag. Das RKI meldet 134 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 157.791.
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    Sarah Sendner
    In China sinkt die Zahl der Corona-Fälle. Die Volksrepublik verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 37.828 Neuinfektionen nach 38.645 Ansteckungen am Vortag. 3624 der Fälle seien symptomatisch. 35021 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Das Land meldet binnen Tagesfrist keinen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der Corona-Toten in China verharrt damit bei 5233.
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    Jana Brüntjen
    In Großbritannien sind Schätzungen zufolge mindestens 20 Menschen gestorben, nachdem wegen eines Laborfehlers Zehntausende Corona-Tests fälschlich als negativ angezeigt wurden. Tausende Menschen vor allem in Südwestengland hätten daraufhin ihre Selbstisolation beendet und sich nicht mehr getestet, teilte die Gesundheitsbehörde UKHSA am Dienstag mit. Deswegen hätten sich vermutlich 55.000 Menschen zusätzlich mit dem Virus infiziert. Der Fehler habe dazu geführt, dass die Zahl der Krankenhauseinweisungen schätzungsweise um 680 und die der Todesfälle um gut 20 zugenommen habe. Der Bericht sprach von menschlichem Versagen.

    „Jeder fälschlich negative Test hat vermutlich zu mehr als zwei zusätzlichen Infektionen geführt“, hieß es. Betroffen seien rund 39.000 Tests zwischen dem 2. September und 12. Oktober 2021. Insgesamt hatte das private Labor in der Stadt Wolverhampton etwa 400.000 Tests untersucht. Das Unternehmen, das erst im Mai 2020 nach Beginn der Pandemie in Großbritannien registriert worden war, erhielt dafür von der Regierung ohne Ausschreibung einen Vertrag im Wert von 119 Millionen Pfund (137,75 Mio Euro) und später weitere 50 Millionen Pfund für zusätzliche PCR-Tests.
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    Jana Brüntjen
    Bei den Corona-Impfungen in Deutschland sollen zum Jahreswechsel einige organisatorische Neuregelungen kommen. „Die Impfungen laufen durch. Es gibt keine Finanzierungslücke“, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Dienstag in Berlin. Geplant sei aber, sie zum 1. Januar generell in den Bereich der Praxen zu überführen, wo schon der allergrößte Teil stattfinde.

    Die aktuelle Impfverordnung, die die Organisation und Vergütung unter anderem auch in Impfzentren der Länder regelt, läuft am Jahresende aus.

    Bezahlt werden sollen die Impfungen aus Mitteln der gesetzlichen Krankenversicherung, erläuterte Lauterbach - zunächst aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds, ab 7. April dann von den einzelnen Kassen. Mobile Impfteams könnten von den Kassenärztlichen Vereinigungen organisiert werden. Der Impfstoff werde weiterhin vom Bund beschafft und kostenfrei zur Verfügung gestellt.
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    Jana Brüntjen
    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat vor vorschnellen Festlegungen zu weiteren Corona-Lockerungen im Frühjahr etwa im öffentlichen Nahverkehr gewarnt. „Ich werde ja jetzt jeden Tag damit konfrontiert, was sollen wir im April machen, was sollen wir im März machen“, sagte der SPD-Politiker am Dienstag in Berlin. „Das ist so ein Gedrängele, wo es darum geht, wer ist der schnellste Lockerer.“ Er sei in diesem Punkt aber gestimmt wie ein klassischer Arzt: „Ich muss mich mit dem medizinischen Problem beschäftigen, was wir jetzt haben.“ Derzeit gebe es noch um die 1000 Tote pro Woche, volle Krankenhäuser und zu erwarten sei eine Corona-Winterwelle.

    „Lassen Sie uns doch erstmal dieses Problem konzentriert lösen und nicht ständig gemischte Signale geben“, mahnte Lauterbach. Es sei „nicht akzeptabel, dass wir in den letzten Monaten einer schweren Pandemie noch einmal viele Leute verlieren, weil die Botschaften, die wir senden, gemischt sind und weil wir die Maßnahmen nicht umsetzen, die so wirkungsvoll sind und uns schon so lange gut dienen.“
    Bild: dpa
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    Tobias Döring
    Verschärfte Kontrollen stoppen offenbar vorerst Proteste in China
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    Sarah Sendner
    In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 46.552 auf über 36,4 Millionen. Das sind 4876 Fälle weniger, als am Dienstag vor einer Woche, als 41.676 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 190,6. Das RKI meldet 162 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 157.657.
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    Leonie Tabea Natzel
    China verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 38.645 neue Corona-Infektionen nach 40.347 Ansteckungen am Vortag. 3822 der Fälle seien symptomatisch. 36.525 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Das Land meldet binnen Tagesfrist keinen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der Corona-Toten in China verharrt damit bei 5233.
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    Gökay Gürsoy
    Die Verkehrsminister von Bund und Ländern beraten am Dienstag über die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen. Bremen als Vorsitzland hat den Antrag eingereicht, die Maskenpflicht im ÖPNV bundesweit zur Einführung des vorgesehenen Deutschlandtickets Anfang März abzuschaffen - falls die Pandemielage dies zulässt. Angestrebt wird ein einheitliches Vorgehen der Länder.

    Die digitale Konferenz beginnt am Nachmittag. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte als Ziel für die Einführung des neuen Deutschlandtickets Anfang 2023 genannt. Es soll der Nachfolger des 9-Euro-Tickets aus dem Sommer sein. Ein Starttermin bereits im Januar gilt aber zunehmend als unwahrscheinlich. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen geht inzwischen von einem Start am 1. Mai aus, wie Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff der „Frankfurter Allgemeinen“ am Dienstag sagte.
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    Gökay Gürsoy
    Die Bundesregierung steht mit China in Kontakt zur Frage des Einsatzes vom Biontech-Impfstoff gegen das Coronavirus in dem Land. Das bestätigten sowohl Regierungssprecher Steffen Hebestreit und ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Montag in Berlin. Beim Besuch von Kanzler Olaf Scholz in Peking war vereinbart worden, dass der Biontech-Impfstoff in China zumindest für die dort lebenden Ausländer eingesetzt werden kann. Von Biontech war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

    Die Proteste in China gegen die Null-Covid-Strategie der Regierung beobachte man sehr genau, sagt der Regierungssprecher. In China gibt es seit Tagen Proteste gegen strikte Kontakteinschränkungen, die ganze Stadtteile betreffen können. Die Zahl der Infektionen steigt dennoch seit Tagen.
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    Leonard Frick
    Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 189,5 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 190,8 gelegen (Vorwoche: 192,0; Vormonat: 528,0). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

    Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 24.687 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 25 328) und 107 Todesfälle (Vorwoche: 203) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich.

    Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 36.373.164 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
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    Leonard Frick
    Demonstranten in China fordern Rücktritt von Staatschef Xi
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    Sarah Sendner
    China verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission mit 40.347 neuen Fällen die höchste Zahl an Neuinfektionen binnen Tagesfrist seit dem Ausbruch der Pandemie. Am Vortag waren es 39.791 Ansteckungen. 3709 der Fälle seien symptomatisch, 36.082 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Das Land meldet binnen Tagesfrist keinen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der Corona-Toten in China verharrt damit bei 5233.
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    Leonie Tabea Natzel
    In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 30.016 auf über 36,3 Millionen. Das sind 2429 Fälle mehr, als am Freitag vor einer Woche, als 27.587 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 190,8 von 186,9 am Vortag. Das RKI meldet 274 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 157.388.
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    Tobias Döring
    Der abnehmende Trend bei den gemeldeten Corona-Fällen in Deutschland hat sich laut Robert Koch-Institut (RKI) nochmals fortgesetzt. Bundesweit sei die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche im Vergleich zur Woche davor erneut um 17 Prozent gesunken, heißt es im RKI-Wochenbericht zur Entwicklung der Corona-Pandemie von Donnerstagabend. Die meisten Ergebnisse beziehen sich auf die vergangene Woche. Die höchsten Inzidenzen betrafen demnach Menschen über 90 Jahren, für die auch der geringste Rückgang der Inzidenzwerte seit der Woche davor vermerkt wurde.

    Die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Covid-19 ging laut Bericht ebenfalls weiter zurück. Auch auf den Intensivstationen im Land wurden demnach weniger Schwerkranke mit dem Virus behandelt. Zudem berichtet das RKI von einem Rückgang der Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen. Der Rückgang der Erkrankungszahlen zeige sich seit Mitte Oktober, hieß es.

    In den kommenden Wochen sei aber saisonal bedingt mit einer hohen Zahl an respiratorischen Erkrankungen generell zu rechnen, hieß es auch. „Insbesondere die Positivenrate und die Zahl der Erkrankungen durch Influenza zeigen einen deutlich steigenden Trend, zudem führen RSV-Infektionen insbesondere bei Kleinkindern vermehrt zu Erkrankungen und Krankenhauseinweisungen.“
    Rki
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    Julius Fintelmann
    Ein Impfschaden nach einer Corona-Impfung in einer Schule ist einem Gerichtsurteil zufolge für eine Lehrerin nicht als Dienstunfall zu werten. Das Verwaltungsgericht in Hannover wies am Donnerstag die Klage einer 62 Jahre alten Förderschullehrerin ab, die auf die Anerkennung eines Dienstunfalls geklagt hatte. Die Lehrerin war Ende März 2021 von einem mobilen Impfteam in ihrer Schule mit dem Impfstoff des Herstellers Astrazeneca gegen das Coronavirus geimpft worden. Etwa eine Woche später erlitt sie „schwerste körperliche Schäden, deren Folgen weiterhin andauern“, teilte das Gericht mit.

    Nach Ansicht der Klägerin sollte der Impfschaden als Dienstunfall anerkannt werden, da die Impfaktion in der Schule eine von ihrem Dienstherren, dem Land Niedersachsen, angebotene und zu verantwortende „dienstliche Veranstaltung“ gewesen sei. Das Gericht folgte dieser Argumentation nicht. Die Kammer erklärte, das Land als Dienstherr habe mit der Schule zwar die Räume für das Impfteam zur Verfügung gestellt, die Impfaktion aber nicht selbst organisiert. Zuständig war die Region und die Stadt Hannover als Trägerinnen des Impfzentrums.
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    Anna Kipnis
    Die Kostenübernahme für die Bürgertests soll nun über den 25. November hinaus bis Ende Februar 2023 verlängert werden, allerdings in deutlich abgespeckter Form. Lesen Sie hier die Einzelheiten:
    handelsblatt_de
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    Anna Kipnis
    Ein neuer Rekord bei den Corona-Neuinfektionen verdüstert in China die Aussichten für die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft. Die Nationale Gesundheitskommission meldete für Mittwoch 31.444 neue lokale Fälle und damit die höchste Zahl an Neuinfektionen binnen Tagesfrist seit dem Ausbruch der Pandemie. 

    Der bisherige Rekord wurde Mitte April mit 29.317 lokalen Fällen verzeichnet. Die Volksrepublik meldete einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus, wodurch sich die Zahl der Corona-Toten in China auf 5232 erhöht. "Wir glauben, dass eine Wiedereröffnung wahrscheinlich ein langwieriger Prozess mit hohen Kosten sein wird", erklärten die Analysten des japanischen Finanzinstituts Nomura.

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