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19.08.2022

12:13

Corona-News

Stiko empfiehlt jetzt zweiten Corona-Booster schon ab 60 – Bundesweite Inzidenz bei 314,2

Von: Sarah Sendner, Leonie Tabea Natzel

WHO-Impfrat nun für zweiten Corona-Booster in höherem Alter +++ Großbritannien genehmigt als erstes Land Omikron-Impfstoff +++ Der Newsblog.



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    Robert Laubach
    Nordkorea erklärt Corona-Pandemie für beendet
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    Leonie Tabea Natzel
    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) versichert, dass es im Herbst nicht erneut zu einer Lage kommen werde, in der es gefühlt Impfstoffe erster und zweiter Klasse gebe. „Wir haben so viel angepassten Omikron-Impfstoff bestellt, dass er für alle reicht“, sagt Lauterbach dem Nachrichtenportal t-online einem Vorabbericht zufolge. Natürlich könnten aber nicht am ersten Tag alle Interessierten auf einmal geimpft werden.
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    Leonie Tabea Natzel
    In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 46.724 auf über 31,77 Millionen. Das sind 3115 Fälle weniger als am Freitag vor einer Woche, als 49.839 Ansteckungen verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 312,5 von 314,2 am Vortag. Das RKI meldet 169 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 146.383.
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    Leonie Tabea Natzel
    Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts RKI in der vergangenen Woche erneut gesunken. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liege um 18 Prozent niedriger als in der Vorwoche, heißt es im Wochenbericht des Instituts vom Donnerstag, der sich auf die Woche 8. bis 14. August bezieht. Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ist demnach in allen Altersgruppen gesunken und lag in der Woche bei 356. Es ist jedoch von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.

    Das RKI schätzt die Zahl der Arztkonsultationen aufgrund einer akuten Atemwegserkrankung mit zusätzlicher Covid-19-Diagnose in der vergangenen Woche auf etwa 230 000. In der Woche zuvor waren es noch 270 000. Auch die Zahl der Menschen mit Covid-19-Diagnose auf Intensivstationen sank. Das RKI meldete mit 298 für die vergangene Woche auch weniger Sterbefälle in Verbindung mit Corona als in der Vorwoche. Damals registrierte es 372 solcher Fälle. Bei diesen Daten sei immer noch mit Nachmeldungen zu rechnen.

    Trotz des Rückganges der Fallzahlen bleibt der Infektionsdruck in der Allgemeinbevölkerung in allen Altersgruppen hoch“, schreibt das RKI und wirbt nochmals für die Impfung: „Weiterhin zeigt sich für ungeimpfte Personen aller Altersgruppen ein deutlich höheres Risiko für eine schwere Verlaufsform der Covid-19-Erkrankung.“

    Trotz sinkender Covid-19-Zahlen bleibe die mit Covid-19 assoziierte Belastung des Gesundheitssystems hoch, schreibt das RKI. In den kommenden Wochen sei weiter mit einer hohen Zahl an Klinikaufnahmen und Todesfällen zu rechnen, insbesondere in höheren Altersgruppen. Bei Auftreten von Symptomen wie Schnupfen, Halsschmerzen oder Husten „wird daher weiterhin - unabhängig vom Impfstatus und auch bei negativem Covid-19 Antigen-Schnelltestergebnis - dringend empfohlen, Kontakte zu meiden“.
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    Nico Hornig
    Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat das Prüfverfahren eines neuen Impfstoffes gegen Covid-19 gestartet. Skycovion wurde von dem südkoreanischen Unternehmen SK Bioscience entwickelt. Ein Zulassungsantrag sei gestellt worden, teilte die EMA am Donnerstag in Amsterdam mit. Das Unternehmen habe Daten zur Wirksamkeit gegen das Coronavirus sowie zu Sicherheit und Qualität vorgelegt.

    Die Experten der EMA prüfen nun die Daten und werden dann über eine Empfehlung für die bedingte Marktzulassung entscheiden. Nach einer positiven Empfehlung der EMA muss die EU-Kommission noch zustimmen - das aber gilt als Formsache.

    Der Impfstoff enthält nach Angaben der EMA kleinste Teilchen des Spike-Proteins des Virus. Nach der Impfung soll der Körper diese Proteine als Fremdkörper erkennen und Antistoffe und T-Zellen bilden. Bei einer Infektion mit dem Coronavirus soll das Immunsystem die Spike-Proteine wiedererkennen und das Virus bekämpfen. Unklar ist, inwieweit dieser Impfstoff auch vor der Omikron-Variante des Coronavirus schützt.

    Zurzeit sind in der EU sechs Impfstoffe gegen das Coronavirus zugelassen. Zwei dieser Präparate wurden zudem an Varianten des Virus angepasst. Die EMA-Experten prüfen aber noch die Daten dieser angepassten Präparate. Wann die Entscheidung vorliegt, ist noch unklar.
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    Jana Brüntjen
    Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt nun offiziell eine zweite Corona-Auffrisch-Impfung auch für Menschen ab 60 Jahren. Menschen in dieser Altersgruppe und im Alter ab fünf Jahren mit einem erhöhten Risiko für schwere Covid-19-Verläufe infolge einer Grunderkrankung sollten einen weiteren Booster erhalten, hieß es in einer Mitteilung des Gremiums vom Donnerstag zur Aktualisierung der Impfempfehlung. Die Stiko erweitere ihre bisherige Empfehlung „mit dem primären Ziel, besonders gefährdete Personen noch besser vor schweren Covid-19-Erkrankungen und Covid-19-bedingten Todesfällen zu schützen“.

    Angeraten sei der weitere Booster, vorzugsweise mit einem mRNA-Impfstoff, nach „drei immunologischen Ereignissen“, etwa nach Grundimmunisierung und erster Auffrisch-Impfung oder Grundimmunisierung und Sars-CoV-2-Infektion. Bedingung für die Auffrisch-Impfung ab 60 sei im Regelfall, dass die erste Booster-Impfung oder die letzte Corona-Infektion mindestens sechs Monate her sei. Nur in begründeten Einzelfällen könne der Abstand auf vier Monate reduziert werden, so die Stiko.

    Bislang hatte die Stiko den zweiten Booster nur Menschen über 70 Jahren, Menschen in Pflegeeinrichtungen, Menschen mit Immunschwäche und erhöhtem Risiko für schwere Covid-19-Verläufe ab fünf Jahren sowie Beschäftigten in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen empfohlen. Am Montag hatte die „Bild“-Zeitung bereits berichtet, dass eine Ausweitung der Empfehlung für den zweiten Booster für Menschen ab 60 kommen soll.
    Bild: dpa
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    Patricia Hoffhaus
    Der unabhängige Impfrat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt erstmals die Verabreichung einer zweiten Corona-Auffrischimpfung für ältere Menschen. Der Vorsitzende des Rates (Sage), Alejandro Cravioto, betonte am Donnerstag in Genf, dass dies keine Empfehlung für eine regelmäßige Auffrischung alle vier bis sechs Monate bedeute.
    Der Impfrat ließ in seiner Empfehlung die genaue Altersgruppe offen. Jedes Land müsse selbst entscheiden, ab welchem Alter es zweite Auffrischimpfungen anbieten wolle. Sie sollten im Idealfall vier bis sechs Monate nach der ersten Auffrischimpfung verabreicht werden.

    Zusätzlich empfiehlt der Impfrat zweite Auffrischungen für Gesundheitspersonal jeden Alters sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder anderen Krankheiten, die das Risiko einer schweren Erkrankung nach einer Corona-Infektion erhöhen.
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    Patricia Hoffhaus
    Die Haushalte im Euroraum geben die Ersparnisse, die sie während der Pandemie angesammelt haben, noch immer nur langsam aus - trotz gestiegener Lebenshaltungskosten. 
    Laut Maeva Cousin von Bloomberg Economics sind die überschüssigen Bankeinlagen der Bürger im Währungsraum oberhalb von 300 Milliarden Euro geblieben. Ökonomen und Entscheider haben das Geld häufig als potenziellen Puffer gegen steigende Preise angeführt. Analysten der Europäischen Zentralbank fanden jedoch auch heraus, dass nur eine Minderheit der Haushalte überhaupt in der Lage war, einen größeren Teil ihres Einkommens beiseite zu legen, als die Lockdowns zur Corona-Eindämmung die Möglichkeiten zum Geldausgeben einschränkten.
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    Patricia Hoffhaus
    Der Tübinger Impfstoffentwickler Curevac beginnt mit einer klinischen Studie der Phase 1 für sein modifiziertes Omikron-Vakzin. Das Medikament sei als Auffrischungsimpfung gedacht, teilte Curevac am Donnerstag mit. 
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    Leonie Tabea Natzel
    In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 58.685 auf über 31,7 Millionen. Das sind 1203 Fälle weniger als am Donnerstag vor einer Woche, als 59.888 Ansteckungen verzeichnet wurden. 

    Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 314,2 von 311,8 am Vortag. Das RKI meldet 184 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 146.214.
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    Leonie Tabea Natzel
    Familienministerin Lisa Paus hat die Bundesländer aufgefordert, bei hohen Corona-Infektionszahlen im Herbst und Winter die Option einer Maskenpflicht in den Schulen offensiv zu nutzen. „Das neue Infektionsschutzgesetz gibt den Ländern die Möglichkeit, in den Schulen von der Maskenpflicht Gebrauch zu machen. Mein Appell an die Länder ist: Nutzt diese Möglichkeit in den Schulen, wenn es nötig ist!“, sagte die Grünen-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). „Das ist besser, als wenn wegen zu vieler kranker Lehrkräfte der Unterricht ausfällt.“

    Am 24. August soll das Bundeskabinett grünes Licht für den umstrittenen Entwurf von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und FDP-Justizminister Marco Buschmann zu den Corona-Maßnahmen im Herbst und Winter geben. Dem Vorschlag zufolge sollen die Länder ab 1. Oktober eine Maskenpflicht in Innenräumen einführen - unabhängig von der Inzidenz. Die Länder könnten auch darauf verzichten, betonte Lauterbach. Doch er erwarte, dass alle Bundesländer die Maßnahme ergreifen. Denn unter anderem das Ende der Sommerferien werde die Corona-Lage wohl wieder verschlechtern.
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    Nico Hornig
    Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht ist an Corona erkrankt. Sie müsse nun ein paar Tage in Selbstisolation bleiben, teilt die SPD-Politikerin auf Instagram mit. Daher werde sie auch nicht am Tag der offenen Tür im Verteidigungsministerium am Wochenende teilnehmen können.
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    Anne Schwedt
    In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 67.390 auf über 31,6 Millionen. Das sind 5347 Fälle weniger als am Mittwoch vor einer Woche, als 72.737 Ansteckungen verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 311,8 von 313,6 am Vortag. Das RKI meldet 192 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 146.030.
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    Alisa Swoboda
    Amerikas First Lady Jill Biden hat sich nach Angaben des Präsidialamts mit Corona angesteckt. Der erst kürzlich von einer Corona-Erkrankung genesene US-Präsident Joe Biden sei weiterhin negativ, teilt das Weiße Haus mit. Zunächst sei am Montag auch bei Jill Biden das Ergebnis eines routinemäßig durchgeführten Antigen-Schnelltests negativ gewesen. Nachdem die 71-Jährige leichte erkältungsähnliche Symptome entwickelt habe, habe ein PCR-Test ein positives Ergebnis ergeben.
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    Patricia Hoffhaus
    Der Streit darüber, ob bereits genehmigter Urlaub bei einer plötzlichen Corona-Quarantäne gutgeschrieben werden muss, wird den Europäischen Gerichtshof (EuGH) beschäftigen
    Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt schaltete am Dienstag die Richter in Luxemburg ein. Verhandelt wurde der Fall eines Schlossers aus Nordrhein-Westfalen, der acht Urlaubstage einbüßte.

    Dabei ging es darum, ob Urlaubstage bei einer angeordneten häuslichen Quarantäne oder Isolation ohne Krankschreibung verfallen oder später nachgeholt werden können. Vor ihrem Urteil wollen die höchsten deutschen Arbeitsrichter erst europarechtliche Aspekte klären lassen. Deutsche Arbeitsgerichte, zuletzt das Landesarbeitsgericht Hamm, urteilten in dieser Frage gegensätzlich.

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    Robert Laubach
    Großbritannien erteilt weltweit erste Zulassung für Omikron-Impfstoff
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    Leonie Tabea Natzel
    In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 63.745 auf über 31,5 Millionen. Das sind 14.953 Fälle weniger als am Dienstag vor einer Woche, als 78.698 Ansteckungen verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 313,6. Das RKI meldet 140 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 145.838.
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    Sarah Sendner
    Mitarbeiter des US-Technologiekonzerns Apple sollen einem Medienbericht zufolge ab dem 5. September an mindestens drei Tagen in der Woche ins Büro zurückkehren. Apple verlange die Anwesenheit seiner Beschäftigten dienstags, donnerstags und an einem regulären dritten Tag, der von den einzelnen Teams festgelegt werde, berichtet die Agentur Bloomberg. Die Mitarbeiter seien bereits seit Montag informiert. Der iPhone-Hersteller reagierte zunächst nicht auf eine Reuters-Anfrage zur Stellungnahme.
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    Alisa Swoboda
    Der Chef des amerikanischen Corona-Impfstoffherstellers Pfizer, Albert Bourla, ist nach eigenen Angaben positiv getestet worden. Er habe sehr milde Symptome, teilt der 60-Jährige mit. Bourla war vier Mal mit dem von Pfizer und dessen deutschen Partner BioNTech entwickelten Vakzin geimpft worden. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich eine rasche Genesung haben werde“, erklärt der Manager. Er habe sich in Isolation begeben, befolge alle Corona-Regeln und nehme das antivirale Pfizer-Medikament Paxlovid.

    Bei einigen Corona-Patienten kommt es bei der Einnahme des Mittels zu Rückfällen. Dies war unter anderem Ende Juli bei US-Präsident Joe Biden der Fall, wie der Arzt des Weißen Hauses, Kevin O'Connor, damals mitteilte. Paxlovid wird zur Behandlung von Risikopatienten wie etwa älteren Menschen eingesetzt. Biden ist 79 Jahre alt.
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    Alisa Swoboda
    Großbritannien hat als erstes Land einen Impfstoff genehmigt, der sowohl gegen das Ursprungs-Coronavirus als auch die Omikron-Variante wirken soll. Das Vakzin des US-Herstellers Moderna könne als Booster für Erwachsene eingesetzt werden, gibt die britische Gesundheitsbehörde bekannt. Die Entscheidung basiere auf klinischen Studie, die eine „starke Immunantwort“ gezeigt hätten. Die erste Generation der Covid-Impfstoffe böte guten Schutz gegen die Krankheit und rette Leben, sagt Behördenchefin June Raine. „Dieser bivalente Impfstoff ist ein schärferes Instrument, das uns hilft, uns gegen diese Krankheit zu schützen.“
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    Alisa Swoboda
    Die Ständige Impfkommission plant offenbar, ihre Empfehlung für die vierte Impfung zu erweitern. Das geht aus einem Beschlussentwurf hervor, der dem Handelsblatt vorliegt.
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    Anne Schwedt
    Das chinesische Festland meldet offiziellen Angaben zufolge 2478 neue Ansteckungen. Die Gesamtzahl der Coronavirus-Infektionen steigt demnach auf 235.670, die Zahl der Todesopfer verharrt bei 5226, teilen die Gesundheitsbehörden mit. In China leben mehr als 1,4 Milliarden Menschen. Es gibt vielerorts weiterhin strenge Corona-Beschränkungen. Trotz hoher wirtschaftlicher Einbußen verfolgt die Volksrepublik weiter eine strikte Null-Covid-Politik im Kampf gegen die Pandemie.
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    Anne Schwedt
    CDU-Chef Friedrich Merz hat sich gegen eine flächendeckende Maskenpflicht im Herbst ausgesprochen. „Eine allgemeine Maskenpflicht im öffentlichen Raum? Nein. Mit welcher Begründung denn?“, sagte Merz, der auch Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag ist, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin auf die Frage, ob er für eine solche Pflicht sei. Der 66-Jährige betonte zudem, er werde sich „mit Sicherheit nicht“ vom Herbst an alle drei Monate gegen Corona impfen lassen.

    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte am Freitag deutlich gemacht, dass er mit einer flächendeckenden Maskenpflicht ab 1. Oktober rechnet. Merz betonte, er sei gegen eine solche Pflicht „einfach so auf Verdacht, denn Grundrechtseingriffe müssen sorgfältig begründet werden“. Wenn es aber bestimmte gefährdete Räume gebe - Krankenhäuser, Altenheime, Pflegeeinrichtungen, um die Bewohner und die dort arbeitenden Menschen zu schützen - laute seine Antwort Ja zu einer Maskenpflicht.
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    Dennis Pesch
    Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Karin Prien (CDU), sieht beim Infektionsschutzgesetz im Hinblick auf die Schulen Nachbesserungsbedarf. Die Politikerin kritisierte etwa, dass der Entwurf eine Maskenpflicht für die ersten bis vierten Klassen ausschließe. „Das halte ich für keine kluge Herangehensweise“, sagte die Bildungsministerin von Schleswig-Holstein dem Deutschlandfunk am Sonntag. Es gebe viele Regelungen in diesem Entwurf, die noch einmal überarbeitet werden müssten. Aus diesem Grund habe die KMK-Präsidentin auch die Gesundheitsminister von Bund und Ländern zu einer gemeinsamen Konferenz mit den Kultusministern eingeladen.

    Diese Abstimmung zwischen den Ressorts habe Gesundheitsminister Lauterbach zwar im Juni versprochen, habe allerdings nichts in diese Richtung unternommen, deshalb habe sie in ihrer Rolle als KMK-Präsidentin diese Einladung jetzt ausgesprochen.

    Prien sei dennoch zuversichtlich, dass trotz Coronapandemie die Schulen im Herbst und Winter geöffnet bleiben könnten. Man solle „nie nie sagen“, aber es gebe erfreulicherweise einen breiten politischen Konsens, keinen deutschen Sonderweg mehr zu gehen. Am Montag enden die Sommerferien in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern – im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen waren sie bereits in der vergangenen Woche zuende gegangen.

    Am 24. August soll das Bundeskabinett grünes Licht für den umstrittenen Entwurf des Infektionsschutzgesetzes von Lauterbach und FDP-Justizminister Marco Buschmann zu den Corona-Maßnahmen in Herbst und Winter geben. Kommende Woche soll er weiter mit den Ländern abgestimmt werden. Dem Vorschlag zufolge sollen die Länder ab 1. Oktober eine Maskenpflicht in Innenräumen einführen – unabhängig von der Inzidenz.
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    Tom Körkemeier
    Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) dringt auf bundesweit einheitliche Vorgaben zur weiteren Eindämmung der Corona-Pandemie. „Es ist wichtig, dass wir Klarheit bekommen, wie wir den Herbst und den Winter mit Corona bestehen wollen“, sagte Schwesig der Deutschen Presse-Agentur in Schwerin. Die Ampelkoalition in Berlin hatte sich jüngst auf einen Entwurf für das neue Infektionsschutzgesetz geeinigt. Die Bundesländer sehen aber noch Klärungsbedarf.

    Man brauche eine Abstimmung zwischen Bund und Ländern zur einheitlichen Anwendung des Gesetzes, sagte Schwesig. „Wir wollen keine Schließungen mehr, sondern durch leichtere Maßnahmen die Pandemie im Zaum halten. Zum Beispiel mit dem Tragen von Masken auch in Innenräumen, wenn es notwendig ist“, erklärte sie.
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    Tom Körkemeier
    In Chinas Wirtschaftsmetropole Shanghai dürfen Kinder und Jugendliche ab dem 1. September wieder zurück in ihre Schulen und Kindergärten. Lehrer, Erzieher und Kinder müssten sich jedoch täglich auf das Coronavirus testen, bevor sie den Campus verlassen, heißt es in einer Erklärung der Shanghaier Bildungskommission. Die Millionenstadt hatte im März vor einem zweimonatigen Lockdown, alle Kindergärten und Schulen geschlossen.
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    Tom Körkemeier
    Eine Impfung gegen das Coronavirus mit den voraussichtlich im Herbst zur Verfügung stehenden angepassten Impfstoffen ist für viele Menschen in Deutschland noch kein Thema. In einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur antworteten auf eine entsprechende Frage 34 Prozent mit „nein“ und 22 Prozent mit „vielleicht“. 38 Prozent der Befragten bejahten die Frage. 6 Prozent machten keine Angaben oder antworteten mit „weiß nicht“.
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    Tom Körkemeier
    Hamburgs Schulsenator Ties Rabe hat sich zu Beginn des neuen Schuljahres unzufrieden mit dem in der Corona-Pandemie begonnenen Förderprogramm für Luftfilteranlagen gezeigt. „Das Bundesförderprogramm ist aus unserer Sicht ein Flop“, sagte der SPD-Politiker der „Rheinischen Post“ (Samstag). „Offiziell gefördert werden vom Bund Luftfilter nur in solchen Räumen, die nicht gelüftet werden können, also entweder über gar keine Fenster verfügen oder nur über Fenster, die nicht geöffnet werden können. Solche Unterrichtsräume gibt es in der Regel in keiner normalen Schule", sagte Rabe. Das Programm sei damit von vornherein nur auf eine extrem kleine Zahl von Unterrichtsräumen begrenzt gewesen.

    Die Bundesregierung hatte vor rund einem Jahr 200 Millionen Euro für die Anschaffung mobiler Luftreiniger zur Verfügung gestellt. So sollte der Präsenzbetrieb in Schulen und Kitas möglichst sichergestellt werden.
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    Tom Körkemeier
    China hat die höchsten Corona-Infektionszahlen seit über drei Monaten gemeldet. Wie die nationale Gesundheitskommission am Sonntag mitteilte, seien mehr als 2400 Ansteckungen im Land registriert worden. Das ist der höchste Wert seit dem 12. Mai. Bei drei Viertel der Fälle handele es sich um Infektionen, bei denen die Betroffenen keine Symptome zeigten.

    Nach wie vor hält die chinesische Regierung an ihrer rigiden „Null Covid“-Strategie fest, bei der selbst kleine Ausbrüche mit Massentests und Lockdowns eingedämmt werden sollen. Die Maßnahmen sorgten zwar seit dem zweiten Halbjahr 2020 dafür, dass das Virus vorübergehend unter Kontrolle gebracht und sich die Volkswirtschaft rasch erholen konnte. Doch spätestens mit Verbreitung der hochinfektiösen Omikron-Variante stößt die chinesische Strategie an ihre Grenzen.

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    Anne Schwedt
    Die Amtsärzte dringen auf einheitliche Corona-Vorgaben für Herbst und Winter. „Wir brauchen länderübergreifende Maßstäbe, wann welche Regel gilt“, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Johannes Nießen, der Funke Mediengruppe. Nötig seien „harte, klare Stufen“. Es dürfe bei gleicher Infektionslage nicht passieren, dass man über die Landesgrenze von Bayern nach Baden-Württemberg fahre und die Maske im Restaurant mal tragen müsse und mal nicht. „Eine solche Kakophonie ist den Bürgern nicht vermittelbar.“

    Nießen regte eine Art Ampelsysten an. Bei einer Inzidenz unter 500 und weniger als 1000 Covid-Intensivpatienten bundesweit sowie keinerlei besorgniserregenden Hinweisen aus den Abwasseranalysen sei man wahrscheinlich noch im grünen Bereich. Bei höheren Werten müsse man bei Veranstaltungen in Innenräumen Masken vorschreiben. „Bei einer Inzidenz über 1000 und mehr als 5000 Covid-Intensivpatienten sollte die Ampel auf Rot springen“, sagte der Arzt. „Dann sollten auch keine Ausnahmen von der Maskenpflicht mehr möglich sein und es muss über weitergehende Maßnahmen entschieden werden.“
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