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25.11.2022

03:56

Corona-News

Trend bleibt stabil: Corona-Zahlen in Deutschland gehen weiter zurück

Von: Tom Körkemeier, Anna Kipnis

Gesundheitsminister Lauterbach erwartet Corona-Winterwelle und rügt Bundesländer +++ RKI registriert 38.090 Neuinfektionen +++ Der Newsblog.



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    Corona-Pandemie
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    Leonie Tabea Natzel
    In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 30.016 auf über 36,3 Millionen. Das sind 2429 Fälle mehr, als am Freitag vor einer Woche, als 27.587 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 190,8 von 186,9 am Vortag. Das RKI meldet 274 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 157.388.
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    Tobias Döring
    Der abnehmende Trend bei den gemeldeten Corona-Fällen in Deutschland hat sich laut Robert Koch-Institut (RKI) nochmals fortgesetzt. Bundesweit sei die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche im Vergleich zur Woche davor erneut um 17 Prozent gesunken, heißt es im RKI-Wochenbericht zur Entwicklung der Corona-Pandemie von Donnerstagabend. Die meisten Ergebnisse beziehen sich auf die vergangene Woche. Die höchsten Inzidenzen betrafen demnach Menschen über 90 Jahren, für die auch der geringste Rückgang der Inzidenzwerte seit der Woche davor vermerkt wurde.

    Die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Covid-19 ging laut Bericht ebenfalls weiter zurück. Auch auf den Intensivstationen im Land wurden demnach weniger Schwerkranke mit dem Virus behandelt. Zudem berichtet das RKI von einem Rückgang der Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen. Der Rückgang der Erkrankungszahlen zeige sich seit Mitte Oktober, hieß es.

    In den kommenden Wochen sei aber saisonal bedingt mit einer hohen Zahl an respiratorischen Erkrankungen generell zu rechnen, hieß es auch. „Insbesondere die Positivenrate und die Zahl der Erkrankungen durch Influenza zeigen einen deutlich steigenden Trend, zudem führen RSV-Infektionen insbesondere bei Kleinkindern vermehrt zu Erkrankungen und Krankenhauseinweisungen.“
    Rki
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    Julius Fintelmann
    Ein Impfschaden nach einer Corona-Impfung in einer Schule ist einem Gerichtsurteil zufolge für eine Lehrerin nicht als Dienstunfall zu werten. Das Verwaltungsgericht in Hannover wies am Donnerstag die Klage einer 62 Jahre alten Förderschullehrerin ab, die auf die Anerkennung eines Dienstunfalls geklagt hatte. Die Lehrerin war Ende März 2021 von einem mobilen Impfteam in ihrer Schule mit dem Impfstoff des Herstellers Astrazeneca gegen das Coronavirus geimpft worden. Etwa eine Woche später erlitt sie „schwerste körperliche Schäden, deren Folgen weiterhin andauern“, teilte das Gericht mit.

    Nach Ansicht der Klägerin sollte der Impfschaden als Dienstunfall anerkannt werden, da die Impfaktion in der Schule eine von ihrem Dienstherren, dem Land Niedersachsen, angebotene und zu verantwortende „dienstliche Veranstaltung“ gewesen sei. Das Gericht folgte dieser Argumentation nicht. Die Kammer erklärte, das Land als Dienstherr habe mit der Schule zwar die Räume für das Impfteam zur Verfügung gestellt, die Impfaktion aber nicht selbst organisiert. Zuständig war die Region und die Stadt Hannover als Trägerinnen des Impfzentrums.
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    Anna Kipnis
    Die Kostenübernahme für die Bürgertests soll nun über den 25. November hinaus bis Ende Februar 2023 verlängert werden, allerdings in deutlich abgespeckter Form. Lesen Sie hier die Einzelheiten:
    handelsblatt_de
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    Anna Kipnis
    Ein neuer Rekord bei den Corona-Neuinfektionen verdüstert in China die Aussichten für die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft. Die Nationale Gesundheitskommission meldete für Mittwoch 31.444 neue lokale Fälle und damit die höchste Zahl an Neuinfektionen binnen Tagesfrist seit dem Ausbruch der Pandemie. 

    Der bisherige Rekord wurde Mitte April mit 29.317 lokalen Fällen verzeichnet. Die Volksrepublik meldete einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus, wodurch sich die Zahl der Corona-Toten in China auf 5232 erhöht. "Wir glauben, dass eine Wiedereröffnung wahrscheinlich ein langwieriger Prozess mit hohen Kosten sein wird", erklärten die Analysten des japanischen Finanzinstituts Nomura.

    Lesen Sie hier mehr:
    handelsblatt_de
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    Anna Kipnis
    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet mit steigenden Corona-Infektionszahlen im Winter. „Ich glaube, dass wir noch einmal eine Winterwelle bekommen werden“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk. Er verstehe daher die Eile der Bundesländer bei den Lockerungen nicht. „Jetzt gibt es hier einen Überbietungswettbewerb: Welches Land kann zuerst lockern? Das ist ein Stück weit populistisch.“ Zudem gefährde es diejenigen, die sich selbst nicht gut schützen könnten, sagte Lauterbach.

    Er verwies auf rund 1000 Menschen, die pro Woche mit dem Coronavirus sterben und eine unerwartet hohe Übersterblichkeit im Oktober. Die Überlegung Bayerns und Schleswig-Holsteins, in wenigen Wochen die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr abzuschaffen, kritisierte der SPD-Politiker. Einer solchen „leichtsinnigen“ Entscheidung werde man sich nicht anschließen. Mehrere Bundesländer haben zudem Isolationspflichten für Corona-Infizierte aufgehoben.
    Karl Lauterbach
    Karl Lauterbach   Bild: Imago
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    Leonie Tabea Natzel
    Für eine Entwarnung in der Corona-Pandemie ist es nach Ansicht von Gesundheitsminister Lauterbach noch zu früh

    Ich glaube, dass wir noch einmal eine Winterwelle bekommen werden.

    Das sagt der SPD-Politiker dem Radiosender BR24. Er verstehe deshalb die Eile der Bundesländer bei den Lockerungen nicht. Das gefährde diejenigen, die sich selbst nicht gut schützen könnten. Er verwies auf 1000 Corona-Tote pro Woche und eine unerwartet hohe Übersterblichkeit im Oktober. Die Überlegung Bayerns und Schleswig-Holsteins, in wenigen Wochen die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr abzuschaffen, bezeichnet er als „leichtsinnige“ Entscheidung, der man sich nicht anschließen werde. Der Minister will im Fernverkehr mindestens bis zum Auslaufen des Infektionsschutzgesetzes am 7. April 2023 an der Maskenpflicht festhalten.
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    Leonie Tabea Natzel
    In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 38.090 auf über 36,3 Millionen. Das sind 4784 Fälle mehr, als am Donnerstag vor einer Woche, als 33.306 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 186,9 von 117,9 am Vortag. Das RKI meldet 163 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 157.114.
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    Anne Schwedt
    Trotz strenger Eindämmungsmaßnahmen sind in China die Corona-Fallzahlen auf den höchsten Wert des Jahres gestiegen. Die Pekinger Gesundheitskommission meldete am Donnerstag landesweit 31.444 neue Infektionen. Damit wurde der bisherige Höchstwert vom Frühjahr überboten.

    Einhergehend mit den seit Wochen steigenden Infektionszahlen ist es in chinesischen Städten zuletzt auch wieder zu immer mehr Einschränkungen im Alltag gekommen. Zwar hatte die Regierung vor kurzem einige Corona-Regeln angepasst und unter anderem die Dauer der Quarantäne bei Einreise nach China von zehn auf acht Tage verkürzt. Doch kann von einer nachhaltigen Lockerung keine Rede sein. 

    In fast allen Großstädten wurden zuletzt neue Maßnahmen verhängt: In der Hauptstadt Peking sind Schulen, Kindergärten und Geschäfte geschlossen. Menschen wurden aufgefordert, sich möglichst nicht in der Öffentlichkeit aufzuhalten. In der südchinesischen Metropole Guangzhou befinden sich mehrere Bezirke der Stadt komplett im Lockdown. Shanghai kündigte derweil an, dass Reisende, die in die Stadt kommen, für fünf Tage nicht in Restaurants oder Geschäfte dürfen. Die Mega-Metropole Chongqing lässt Menschen nur noch in dringenden Fällen und mit einem negativen Corona-Test ausreisen. Die Lage wirkt zunehmend unübersichtlich. 
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    Marc Renner
    Infografik: Hat Corona die Hobbies der Deutschen verändert? | Statista
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    Anna Kipnis
    Der Virologe Christian Drosten sieht einem Medienbericht zufolge in der raschen Abfolge der jüngsten Corona-Wellen ein Anzeichen für ein baldiges Ende der Corona-Pandemie. Ob der nächste Winter jedoch noch einmal hart werde, hänge davon ab, welche Omikron-Variante des Virus sich durchsetze, zitiert „Die Zeit“ Drosten: „Gerade nehmen gleich zwei Omikron-Varianten Anlauf: BF.7 und BQ.1.1. BF.7 wäre der bessere Fall, diese Variante ist BA.5 sehr ähnlich, gegen das ein Großteil der Bevölkerung bereits immun ist. 

    Es käme dann eine sanfte Winterwelle.“ Mit BF.7 wäre man „im endemischen Zustand angekommen“. Bei BQ.1.1 wäre das aber „noch nicht so klar festzustellen, denn hier gibt es zusätzliche Immunflucht“. Das Virus könne dem Immunsystem von bereits Infizierten oder Geimpften besser entkommen. Und tatsächlich hole BQ.1.1 gerade in mehreren europäischen Ländern auf. „Wenn es dominant wird, könnte der Winter noch einmal schwierig werden.“
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    Tom Körkemeier
    In China stellen steigende Corona-Infektionszahlen Pläne für eine Wiedereröffnung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt weiter infrage. Die Behörden meldeten für Dienstag 28.883 neue lokale Fälle nach 27.899 am Vortag und damit nahe der Tageshöchstwerte vom April. Vielerorts wurden die Maßnahmen verschärft, um weitere Infektionen zu verhindern. 
    In Shanghai wurde der zweite Tag des Autogipfels China Automotive Overseas Development Summit abgesagt. In der Stadt dürfen Einreisende innerhalb von fünf Tagen nach ihrer Ankunft keine Einkaufszentren und Restaurants betreten. In Peking, wo mit 1486 Fällen ein weiterer Tageshöchststand erreicht wurde, bleiben Einkaufszentren, Restaurants, Museen und Parks weitgehend geschlossen.
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    Tom Körkemeier
    Beim Apple-Zuliefer Foxconn kommt es Medienberichten zufolge in China erneut zu Unruhen wegen der Arbeitsbedingungen infolge der Corona-Maßnahmen. Videos in den sozialen Medien zeigten am Mittwoch mehr als hundert Menschen, die im Werk in der chinesischen Industriestadt Zhengzhou Absperrungen niederrissen und mit Personen in Schutzanzügen aneinandergerieten. Sie gaben sich als Foxconn-Mitarbeiter aus. 

    Einige Videos zeigten Beschäftigte, die sich über die ihnen zur Verfügung gestellten Lebensmittel beschwerten, andere sagten, sie hätten die zugesagten Sonderzahlungen nicht erhalten. Reuters konnte die Authentizität der Videos zunächst nicht unabhängig überprüfen. Foxconn reagierte nicht sofort auf eine Anfrage zur Stellungnahme.

    Das Werk in Zhengzhou ist für 70 Prozent der weltweiten iPhone-Produktion verantwortlich und beschäftigt rund 200.000 Arbeiter. 
    Erneute Ausschreitungen wegen Corona-Einschränkungen vor chinesischem Werk von Apple-Zulieferer
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    Leonie Tabea Natzel
    In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 33.290 auf über 36,2 Millionen. Das sind 5320 Fälle weniger, als am Mittwoch vor einer Woche, als 38.610 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 117,9 von 183,2 am Vortag. Das RKI meldet 139 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 156.951.
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    Leonie Tabea Natzel
    China verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 29.157 neue Corona-Infektionen nach 28.127 Ansteckungen am Vortag. 2719 der Fälle seien symptomatisch. 26.438 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Das Land meldet binnen Tagesfrist keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der Corona-Toten in China verharrt damit bei 5231.
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    Jana Brüntjen
    Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat erstmals über die Rechtmäßigkeit früherer Corona-Schutzverordnungen aus der Anfangszeit der Pandemie entschieden. Die obersten deutschen Verwaltungsrichter stuften am Dienstag die sächsischen Kontaktbeschränkungen mit der Schließung von Gastronomiebetrieben und Sportstätten aus dem April 2020 (Az.: 3 CN 1.21) als rechtmäßig ein. Die damals in Bayern geltende strenge Ausgangssperre sei jedoch zu weitgehend und damit nicht verhältnismäßig gewesen, so der 3. Senat (Az.: 3 CN 2.21). Die Bundesrichter bestätigten damit vorhergehende Urteile des sächsischen Oberverwaltungsgerichts und des bayerischen Verwaltungsgerichtshofs.

    Der 3. Senat setzte sich auch mit der umstrittenen Frage auseinander, ob das Infektionsschutzgesetz in der damals geltenden Fassung eine ausreichende Grundlage für derart drastische Grundrechtseingriffe war. Die Bundesrichter bejahten dies.
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    Timm Seckel
    China verschärft im Kampf gegen das Coronavirus seine Maßnahmen weiter. In der Hauptstadt Peking wurden am Dienstag Parks, Einkaufszentren sowie Museen geschlossen. Ab dem 24. November sei ein negativer PCR-Test nötig, um öffentliche Gebäude wie Einkaufszentren, Hotels oder Regierungsgebäude zu betreten, kündigte der Sprecher der Pekinger Regierung, Xu Hejian, an. In weiteren Großstädten wurden wieder Massentests angeordnet. Insgesamt meldete China 28.127 lokal übertragene Neuinfektionen, davon 634 in Peking. Die meisten Fälle traten in der südchinesischen Stadt Guangzhou und im Bezirk Chongqing im Südwesten des Landes auf. Zwei weitere Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus. Am Wochenende hatte es drei Todesfälle gegeben – die ersten seit Mai.

    China hatte erst kürzlich die Vorgehensweise bei seiner strikten Null-Covid-Politik geändert, um die Wirtschaft nicht mehr so stark zu belasten und den Frust in der Bevölkerung zu minimieren. So sollten Städte gezieltere Maßnahmen und eine Abkehr von den weit verbreiteten Lockdowns und Kontrollen einleiten. Die jüngste Welle stellt dies jedoch auf die Probe. Investoren reagierten nervös auf die Entwicklung, da sie einen weiteren Konjunkturdämpfer befürchten. Nach Einschätzung von Experten ist für eine vollständige Wiedereröffnung Chinas vor allem eine massive Auffrischung der Impfungen nötig. Die Volksrepublik setzt bisher nur Impfstoffe aus heimischer Entwicklung und Produktion ein.
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    Leonie Tabea Natzel
    In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 41.676 auf über 36,2 Millionen. Das sind 5503 Fälle weniger, als am Dienstag vor einer Woche, als 47.179 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 183,2. Das RKI meldet 199 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 156.812.
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    Leonie Tabea Natzel
    China verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 28.127 neue Corona-Infektionen nach 27.095 Ansteckungen am Vortag. 2225 der Fälle seien symptomatisch. 25.902 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Zwei weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der Corona-Toten liegt in China damit jetzt bei 5231.
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    Leonie Tabea Natzel
    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach verlängert die Kostenübernahme des Bundes für Corona-Bürgertests über den 25. November hinaus bis zu Ende Februar 2023 - allerdings in deutlich abgespeckter Form. Das geht aus dem Entwurf der Testverordnung hervor, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Danach übernimmt der Bund nur noch die Kosten für die Antigen-Schnelltests, die etwa für Personal in medizinischen Einrichtungen anfallen, für Besucher von Krankenhäusern, Rehabilitations- und Pflegeeinrichtungen sowie Personen, die in ambulanten Pflegediensten tätig sind, heißt es in der Verordnung. Kostenlos soll der Test auch bleiben, wenn man sich aus einer Isolierung wegen einer Covid-Erkrankung freitesten will.
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    Tobias Döring
    Bürgerinnen und Bürger in Deutschland sollen sich vorerst weiter wie bisher auf Corona testen lassen können. „Die Testverordnung wird fortgeführt“, hieß es am Montag aus dem Bundesgesundheitsministerium in Berlin. Die Finanzierung sei bis Ende Februar gesichert. Dies schaffe die Voraussetzung für eine nahtlose Weiterversorgung. Die aktuelle Regelung der staatlichen Finanzierung der Tests endet am 25. November. Über eine Anschlussverordnung waren in den vergangenen Tagen Abstimmungen in der Regierung gelaufen.

    Aus der mitregierenden FDP waren Forderungen nach einem Ende der Milliardenzahlungen für Bürgertests gekommen. Seit einer Neuregelung im Sommer gibt es kostenlose Bürgertests nur noch für bestimmte Risikogruppen. In der Regel sind drei Euro aus eigener Tasche pro Schnelltest fällig: etwa vor Konzertbesuchen, größeren Familienfesten oder Besuchen bei älteren Menschen.
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    Tobias Döring
    Die Zahl der neuen Coronainfektionen in China ist auf den höchsten Stand seit dem Lockdown in Shanghai im April dieses Jahres gestiegen. Am Sonntag verzeichnete die Nationale Gesundheitskommission 27.095 neue Fälle. Damit wächst auch die Angst vor neuen Lockdowns.
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    Marc Renner
    Der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, hat das Ende der einrichtungsbezogenen Impfpflicht für Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen begrüßt. „Die Impfung schützt vor schweren Krankheitsverläufen und Tod, aber nicht vor Weitergabe des Virus“, sagte Brysch dem Handelsblatt. „Deshalb lief die einrichtungsbezogene Impfpflicht von Anfang an ins Leere.“ Viele Bundesländer und Gesundheitsämter hätten das erkannt und Sanktionen herausgezögert. „Deshalb ist es eine vernünftige Entscheidung, die Teil-Impfpflicht auslaufen zu lassen“, sagte Brysch. „Darüber hinaus sollten in den letzten sechs Wochen des Jahres keine Zwangsmaßnahmen gegen Nichtgeimpfte vollstreckt werden.“ 

    Das Bundesgesundheitsministerium hatte am Montag mitgeteilt, die gesetzliche Grundlage für die einrichtungsbezogene Impfpflicht nicht verlängern zu wollen und dies mit der sich ausbreitenden und als noch ansteckender geltenden Subvariante BQ.1.1. begründet. Die einrichtungsbezogene Impfpflicht läuft Ende des Jahres aus.
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    Anna Kipnis
    Das Gesundheitsministerium warnt vor zu frühzeitigen Lockerungen in der Corona-Pandemie. Die Zahl der Ansteckungen werde im Winter zunehmen, heißt es aus dem Ministerium. Es gebe „keine Grundlage für Lockerungen“. 

    Auch die von einigen Bundesländern beschlossene Aussetzung der Isolierungspflicht von Infizierten sei der falsche Weg. Es werde keine Änderung des Infektionsschutzgesetzes und bei der Maskenpflicht in Bus und Bahnen geben.
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    Anna Kipnis
    Vor dem Hintergrund steigender Corona-Zahlen haben zwei der größten Städte in China am Montag weitere Einschränkungen angekündigt. Peking forderte die Menschen in der Hauptstadt auf, Kontakte möglichst zu reduzieren. Zahlreiche Einkaufszentren, Schulen und Kindergärten blieben geschlossen. Restaurants durften in großen Teilen der Stadt nur noch Essen zum Mitnehmen anbieten. Peking befinde sich in der schwierigsten Lage seit dem Beginn der Pandemie, sagte Liu Xiaofeng, Vizedirektor der Pekinger Seuchenschutzbehörde.

    Die südchinesische Metropole Guangzhou verhängte derweil einen Lockdown über den größten Stadtbezirk Baiyun. Die 3,7 Millionen Bewohner durften ihre Wohnungen nur noch nach Vorlage eines negativen Corona-Tests verlassen. Auch wurde der öffentliche Nahverkehr ausgesetzt. Die Maßnahmen sollten zunächst bis Freitag andauern. 

    Peking meldete am Montag mehr als 600 neue Infektionen. In Guangzhou, der seit Wochen am schwersten betroffenen Stadt des Landes, kamen rund 9000 Corona-Fälle hinzu. Landesweit wurden etwa 27.000 Infektionen gemeldet. 

    Während der Rest der Welt versucht, mit dem Virus zu leben, verfolgt China unverändert eine strikte Null-Covid-Strategie mit Lockdowns, täglichen Massentests, strenger Kontrolle, Kontaktverfolgung und Zwangsquarantäne. Trotzdem hat die Zahl der Neuinfektionen zuletzt stark zugenommen, weil sich neue Omikron-Varianten leichter verbreiten. Zwar hatten die Behörden zuletzt eine Entschärfung der Regeln angekündigt, doch die Lage im Land erschien zuletzt zunehmend unübersichtlich. 
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    Sarah Sendner
    China verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 27.095 neue Corona-Infektionen nach 24.435 Ansteckungen am Vortag. 2365 der Fälle seien symptomatisch. 24.730 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. In Peking starben zwei weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Am Wochenende wurde erstmals seit Mai ein Todesfall bekannt. Die Zahl der Corona-Toten liegt in China damit jetzt bei 5229. In der chinesischen Millionenmetropole Guanghzou befindet sich nun auch der Bezirk Baiyun nach einem sprunghaften Anstieg der Infektionszahlen ab Montag in einem fünftägigen Lockdown.
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    Sarah Sendner
    Der Regierungschef der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong, John Lee, ist offiziellen Angaben zufolge nach seiner Rückkehr vom APEC-Gipfel in Thailand positiv auf Corona getestet worden. Lee werde während der Isolation von zu Hause aus arbeiten, teilt die Regierung mit. Bei dem Forum der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftskooperation traf Lee auch den chinesischen Präsidenten Xi Jinping.
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    Maximilian Kisters
    China verzeichnet nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 24.435 neue Corona-Fälle. Am Vortag lag die Zahl der Neuinfektionen mit 24.473 noch leicht höher gelegen. 2267 der Infektionen verliefen demnach symptomatisch, 22.168 ohne Symptome. In Peking starb ein 87-Jähriger an oder mit Covid, der erste Todesfall in China seit Ende Mai. Die Zahl der Corona-Toten liegt in China damit jetzt bei 5227.
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    Gökay Gürsoy
    Die FDP im Bundestag fordert ein bundesweites Ende der Isolationspflichten für Corona-Infizierte. „Wir brauchen keine staatlich fixierte Isolationspflicht“, sagte der FDP-Gesundheitspolitiker Andrew Ullmann am Samstag im Deutschlandfunk. Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein hatten die Isolationspflicht kürzlich bereits aufgehoben, Hessen folgt voraussichtlich am Mittwoch. Ullmann sagte: „Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig Holstein machen es richtig.“

    Das heiße nicht, dass es ein Verbot zur Isolation oder Krankschreibung gebe, sagte Ullmann weiter. Erkrankte Menschen sollten sich krankschreiben lassen und zu Hause bleiben. Habe ein Beschäftigter eines Krankenhauses, der mit immungeschwächten Personen arbeite, einen positiven Test, so habe er dort nichts zu suchen. „Aber das sind Einzelentscheidungen, die getroffen werden können und müssen nicht vom Staate her fixiert sein“, sagte der FDP-Politiker.

    Auf die Frage, ob er von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) nun ein Ende der Isolationspflicht in Deutschland fordern wolle, sagte Ullmann: „Wir wollen die Diskussion anstoßen.“ Das Infektionsschutzgesetz sehe zwar vor, dass die entsprechenden Regelwerke bis zum April gelten. Doch angesichts positiver Veränderungen müsse die Ampel über allgemeine Basismaßnahmen nachdenken.
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    Anne Schwedt
    In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 25.328 auf über 36,2 Millionen. Das sind 3041 Fälle weniger, als am Samstag vor einer Woche, als 28.369 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 192,0 von 194,3 am Vortag. Das RKI meldet 203 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 156.613.
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