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09.12.2022

12:26

Digital-Gipfel

Neues Institut soll Nutzung von Daten in Deutschland stärken

Europa könne nicht länger zuschauen, wie Daten-Geschäftsmodelle andernorts bereits Alltag sind, mahnt Wirtschaftsminister Habeck. Das neue Dateninstitut soll dabei helfen.

Das neue Dateninstitut soll zunächst zehn Millionen Euro pro Jahr erhalten. dpa

Robert Habeck

Das neue Dateninstitut soll zunächst zehn Millionen Euro pro Jahr erhalten.

Berlin Das von der Bundesregierung geplante Dateninstitut will vor allem in den Bereichen Gesundheit, Mobilität und politischen Entscheidungsprozessen Verbesserungsvorschläge machen. Für den Aufbau und die Arbeit des Instituts sollen ab 2023 bis 2025 jährlich zehn Millionen Euro zur Verfügung stehen, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag anlässlich des Digital-Gipfels in Berlin mitteilte.

Derzeit bereitet eine fünfköpfige Gründungskommission mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung die Arbeit vor. Erste Ergebnisse wurden gerade an die Bundesregierung übergeben.

Die Gründung des Instituts hatte die Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP in ihrem Koalitionsvertrag Ende 2021 festgelegt. Es soll die Verfügbarkeit von Daten und Standardisierungen vorantreiben. So sollen wirtschaftliche und gesellschaftliche Potenziale besser ausgeschöpft werden.

Digitalminister Volker Wissing erklärte in Berlin: „Daten klug zu nutzen, ist ein Schlüssel zu Innovation und nachhaltigem Wachstum. Aus diesem Grund haben wir den diesjährigen Digitalgipfel ganz ins Zeichen der Daten und der damit verbundene digitalen Wertschöpfung gestellt.“

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sagte in Berlin, Europa sei manchmal langsamer als andere Regionen. Beim Thema Daten habe Europa aber nicht ewig Zeit, andere Geschäftsmodelle würden bereits genutzt.

Laut Tobias Bacherle, Obmann der Grünen im Digitalausschuss des Bundestages, zeige der Zwischenbericht zum Dateninstitut eine „klare Problemanalyse “ auf.

Die Long-Covid Forschung und die einkommensbasierte Energiepreisbremse hätten gezeigt, wie wichtig erleichterte Datennutzung und bessere Datenverfügbarkeit für zielgerichtete Entscheidungen seien.

In Asien gebe es beispielsweise schon Supermärkte, in denen es keine Kassen mehr gebe, sondern die Abrechnung automatisiert nach einem Gesichts-Scan erfolge. Die Digitalisierung verändere auch die Art der Kommunikation, bis hin zum Schließen von Freundschaften.

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