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14.03.2019

04:13

Elektromobilität

Sechs Konsortien wollen Batteriezellfabrik in Deutschland bauen

Von: Klaus Stratmann, Kathrin Witsch

Sechs Unternehmenskonsortien bewerben sich um öffentliche Fördermittel für den Aufbau einer Batteriezellfertigung. Unter den Antragsstellern befinden sich bekannte Namen.

Die EU-Kommission unterstützt Altmaiers Initiative zur Förderung des Aufbaus einer Batteriezellfertigung. Reuters

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Die EU-Kommission unterstützt Altmaiers Initiative zur Förderung des Aufbaus einer Batteriezellfertigung.

Berlin/DüsseldorfDie Zeit drängt: Unternehmenskonsortien, die die von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in Aussicht gestellten Fördermittel für den Aufbau einer Batteriezellfertigung in Anspruch nehmen wollen, müssen ihren Antrag bis zum Freitag dieser Woche abgeben. An diesem Tag endet die Bewerbungsfrist.

Nach Angaben des Ministeriums haben bis Mittwoch sechs Konsortien ihre Anträge eingereicht. Teilweise seien die Unterlagen allerdings noch lückenhaft, sagte ein Ministeriumssprecher weiter. So umfasse einer der Anträge lediglich drei Seiten. Andere Anträge dagegen sähen bereits schon sehr gut aus.

Unter den Antragsstellern befinden sich nach Informationen des Handelsblatts aus Industriekreisen bekannte Namen wie BASF, VW, PSA, BMW und Northvolt.

Wirtschaftsminister Altmaier hatte im vergangenen Jahr in Aussicht gestellt, den Aufbau einer Batteriezellfertigung mit insgesamt bis zu einer Milliarde Euro fördern zu wollen. Die EU-Kommission unterstützt Altmaiers Initiative, so dass beihilferechtliche Probleme bei der Förderung nach Einschätzung des Ministers nicht zu erwarten sind. Ende Februar hatte das Ministerium die Förderbedingungen bekannt gegeben.

Streetscooter-Gründer Günther Schuh steigt unterdessen aus dem rheinischen Batteriekonsortium aus. Der Chef des E-Autoherstellers Ego wollte ursprünglich die erste deutsche Zellfabrik nach Nordrhein-Westfalen bringen.

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Eigentlich wollte der Aachener Professor die erste deutsche Zellfabrik nach Nordrhein-Westfalen bringen. Jetzt steigt der Ego-Chef überraschend aus.

Es habe zu wenig feste Zusagen seitens der Privatwirtschaft gegeben, begründete Schuh seine Entscheidung am Mittwoch. „Wir hatten gehofft, dass den Vorankündigungen verschiedener Partner auch Taten folgen. Aber leider ist es bislang bei unverbindlichen Zusagen geblieben“, sagte der Aachener Professor dem Handelsblatt.

Der Wirtschaftsingenieur galt als treibende Kraft hinter dem Gemeinschaftsprojekt, zu dem auch die Deutsche-Post-Tochter Streetscooter, der bayerische Batteriehersteller BMZ-Group und das Start-up TerraE gehören. „Ego ist ein kleines Unternehmen, das die Risiken der anderen Partner nicht übernehmen könnte“, sagte Schuh.

Trotzdem stehe man weiter hinter dem Vorhaben, eine Zellfertigung in NRW aufzubauen. Die BMZ-Group teilte dem Handelsblatt mit, dass man zusammen mit TerraE trotzdem an dem ursprünglichen Plan festhalte und einen Förderantrag einreichen werde.

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