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07.02.2023

09:16

Energie

AKW Emsland nach Revision wieder am Netz – Gas: THE bucht erste Speicherkapazitäten für Winter 2023/24

Von: Anja Holtschneider, Anna Kipnis, Emma Neugebauer

EU-Staaten wollen offenbar Preis für russische Dieselexporte begrenzen +++ Ölpreise starten mit leichten Aufschlägen in die Woche +++ Der Newsblog.

Die Anlage gehe nun mit um rund 25 Prozent verminderter Leistung in den Streckbetrieb, den der Bundestag beschlossen hatte. dpa

Kernkraftwerk Emsland

Die Anlage gehe nun mit um rund 25 Prozent verminderter Leistung in den Streckbetrieb, den der Bundestag beschlossen hatte.

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Tobias Döring
Das österreichische Energieunternehmen Verbund AG plant in Deutschland massive Investitionen in Photovoltaikparks. Vorstandschef Michael Strugl sagte dem Handelsblatt, sein Unternehmen habe allein im Bundesland Brandenburg „bis jetzt Flächen von 900 Hektar für Photovoltaikprojekte gesichert“.  Man entwickle auf diesen Flächen Photovoltaikparks mit einer Leistung von rund 800 Megawatt (MW).

Seit ein paar Jahren entstehen immer mehr dieser großflächigen Solarparks auf deutschen Feldern und Wiesen. Doch diese neue Entwicklung hat noch ihre Hürden.
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Jana Brüntjen

Ölpreise legen weiter zu

Die Ölpreise sind am Dienstag im frühen Handel weiter gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April 82,05 US-Dollar. Das waren 1,06 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur März-Lieferung stieg um 1,09 Dollar auf 75,20 Dollar.

Schon am Montag waren die Notierungen nach einem unsteten Handel letztlich gestiegen. Hintergrund der Aufschläge ist zum einen Zuversicht für die konjunkturelle Entwicklung. Dazu trägt vor allem die Abkehr Chinas von seiner strengen Corona-Politik bei. Hinzu kommt die Hoffnung, dass die Zentralbanken im Kampf gegen die hohe Inflation langsamer treten und in Richtung Zinspause einschwenken.

Auf der Angebotsseite kamen unlängst einige Störungen hinzu, zuletzt etwa in der Türkei infolge des schweren Erdbebens oder in Norwegen. Der große Ölverbund Opec+ hatte zuletzt signalisiert, seine Förderung zunächst stabil zu halten. Die neuen Sanktionen der Europäischen Union (EU) gegen Russland zeigen am Rohölmarkt bisher keine großen Auswirkungen. Die EU will Russlands Öl-Einnahmen mit Importverboten und Preisobergrenzen beschneiden.
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Anna Kipnis

AKW Emsland nach letzter Revision wieder am Netz

Das Atomkraftwerk Emsland in Lingen ist nach einer Umgruppierung der Brennelemente wieder am Netz. Niedersachsens Energieministerium erklärte am Montag, bei den Arbeiten habe es sich um die letzte Revision und den letzten Kurzstillstand in einem deutschen Atomkraftwerk gehandelt. Die Anlage gehe nun mit um rund 25 Prozent verminderter Leistung in den Streckbetrieb, den der Bundestag beschlossen hatte. Mit Ablauf des 15. April werde das AKW endgültig vom Netz genommen. Die Vorbereitungen für den Rückbau liefen bereits.

„Die Nutzung der Atomenergie findet nach einem jahrzehntelangen gesellschaftlichen Streit nun endlich ein Ende“, sagte Energieminister Christian Meyer (Grüne). Er betonte, aus seiner Sicht hätte es den Weiterbetrieb im Emsland nicht gebraucht, „zumal wir in Norddeutschland keinen Strommangel haben und die negativen Szenarien des Stresstests der Bundesregierung nicht eingetreten sind“.
AKW Emsland
AKW Emsland   Bild: dpa
Der Standort Lingen soll nun mit RWE zu einem Zentrum zur Erzeugung von grünem Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien ausgebaut werden.
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Anna Kipnis

Gasnetzbetreiber-Tochter THE bucht Speicherkapazitäten für Winter 2023/24

Das seit dem vergangenen Jahr mit der Befüllung der deutschen Gasspeicher betraute Unternehmen Trading Hub Europe (THE) treibt die Vorsorge für den Winter 2023/24 voran. In Abstimmung mit dem Bundeswirtschaftsministerium und der Bundesnetzagentur habe THE Speicherkapazitäten für die Speicher Rehden, Wolfersberg und Katharina für das Speicherjahr 2023/24 gebucht, teilte die Gasnetzbetreiber-Tochter am Montag mit. Die Höhe der Kapazitäten betrage 35 Terawattstunden. Dies umfasse gut 14 Prozent des gesamten Speichervolumens in Deutschland. Durch die gebuchten Kapazitäten solle sichergestellt werden, dass ein Teil der im Jahr 2022 beschafften Mengen in den Speichern verbleiben kann.

Die Gasspeicher spielen eine wichtige Rolle bei den Bemühungen Deutschlands, die ausfallenden Liefermengen Russlands zu ersetzen. Einer der Geschäftsführer von THE, Torsten Frank, hatte kürzlich der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, dass die Speicher bis April voraussichtlich nicht auf Null gefahren werden. Eine gewisse Menge könne als Vorsorge für den nächsten Winter in den Speichern verbleiben. Dem jüngsten Lagebericht der Bundesnetzagentur zufolge waren die deutschen Gasspeicher am Freitag zu gut 78 Prozent gefüllt. 
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Jana Brüntjen

Ölpreise starten mit leichten Aufschlägen in die Woche

Die Ölpreise sind am Montag mit leichten Aufschlägen in die neue Woche gegangen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April 80,14 US-Dollar. Das waren 20 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur März-Lieferung stieg geringfügig auf 73,46 Dollar.

Neue Sanktionen der Europäische Union (EU) gegen Russland hatten zunächst keine Auswirkungen auf den Handel. Nach einem bereits seit längerem geltenden Importverbot für russisches Erdöl trat ein Einfuhrverbot für russische Ölprodukte wie Diesel in Kraft. Darüber hinaus will die EU die Einnahmen Russlands mit Preisobergrenzen verringern.

Ansonsten gab es zu Wochenbeginn zunächst keine entscheidenden Impulse. Am Freitag waren die Ölpreise deutlich unter Druck geraten, nachdem robuste Arbeitsmarktzahlen aus den USA auf weitere Leitzinsanhebungen durch die US-Notenbank Fed hingedeutet hatten. Höhere Zinsen reduzieren die Inflationsrisiken, bremsen aber auch das Wirtschaftswachstum und damit in aller Regel die Rohölnachfrage.
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Emma Neugebauer

Ölpreis-Obergrenze kostete Russland schon acht Milliarden Dollar

Die Preis-Obergrenze für russisches Öl hat das Land nach Einschätzung der Internationalen Energie-Agentur (IEA) bereits im Januar rund acht Milliarden Dollar an Export-Erlösen gekostet. Dies entspreche etwa 30 Prozent der gesamten Öl- und Gas-Einnahmen Russlands im ersten Monat des Jahres, sagte IEA-Chef Fatih Birol am Sonntag. "Und dieses Jahr wird sich die chinesische Wirtschaft wiederbeleben. Das wird die Nachfrage weiter erhöhen." Somit werde sich die Spanne zwischen Weltmarktpreis und den von der weltweiten Staatengemeinschaft gesetzten Obergrenze für Rohöl weiter erhöhen. Dazu kommt nun noch die Preisgrenze für Raffinerieprodukte wie Diesel, auf die sich die G7-Staaten, Australien und die EU in der Woche verständigt hatten. Sie ergänzt das Embargo auf solche Öl-Produkte, das ab diesem Sonntag in der EU greift.
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Anne Schwedt

Experte: Gesunkene Strom- und Gaspreise sorgen für günstigere Tarife

Wegen der gesunkenen Großhandelspreise für Strom und Gas sind nach Einschätzung von Branchenexperten Neukundenverträge derzeit tendenziell günstiger als Bestandskundenverträge. Damit sei ein Wechselanreiz gegeben, sagte der Energiemarktexperte Mirko Schlossarczyk von der Beratungsfirma Enervis der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Die Vergleichs- und Vermittlungsportale Check24 und Verivox, die ihr Geld unter anderem mit Provisionen der Energieunternehmen verdienen, bestätigen das: „In jüngster Zeit sind die Neukundenpreise für Strom und Gas regelrecht eingebrochen“, sagt Verena Blöcher von Verivox. Gleichzeitig seien die Preise der Grundversorger deutlich gestiegen. „Mit der Rückkehr des Sparpotenzials beobachten wir auch wieder eine deutliche Zunahme der Wechselaktivitäten.“

Auch das Portal Check24 hat den Trend beobachtet: „Das Wechselvolumen ist innerhalb weniger Wochen deutschlandweit auf Vorkrisenniveau gestiegen“, sagt Energie-Geschäftsführer Steffen Suttner. „Im Januar 2023 war die Anzahl der Wechsel sogar auf Rekordniveau und damit ähnlich hoch wie im Januar 2021.“
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Tom Körkemeier

EU-Staaten wollen Preis für russische Dieselexporte begrenzen

Die EU will Russland gemeinsam mit internationalen Partnern dazu zwingen, Erdölprodukte wie Diesel künftig unter Marktpreis an Abnehmer in anderen Staaten zu verkaufen. Eine am Freitag von Regierungsvertretern erzielte Absprache sieht eine Preisobergrenze von vorerst 100 US-Dollar (rund 91 Euro) pro Barrel (159 Liter) vor, wie mehrere Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel bestätigten.

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Anna Kipnis

Gasspeicher Rehden gibt nach Verpuffung wieder Gas ans Netz ab

Nach einer Verpuffung gibt Deutschlands größter Gasspeicher im niedersächsischen Rehden wieder Gas an das Netz ab. Der Betrieb wurde planmäßig am Freitag um 6.00 Uhr wieder aufgenommen, wie der Betreiber Astora am Freitag bestätigte. Aufgrund eines technischen Defekts kam es am Dienstag zu einer Verpuffung an einer Fackel. Dabei handelt es sich um ein Sicherheitssystem.

Der Speicher wurde daraufhin vorsorglich außer Betrieb genommen. Die Speicheranlage sei in den vergangenen Tagen von den Mitarbeitern in Abstimmung mit den Behörden überprüft worden, wodurch der technische Defekt habe festgestellt werden können. Weitere Details zu dem Defekt nannte das Unternehmen zunächst nicht.
Gasspeicher Rehden
Gasspeicher Rehden   Bild: dpa
Die bei der Untersuchung festgestellten Schäden würden bald repariert, um auch die Einspeicherbereitschaft wieder aufnehmen zu können. Der Vorfall habe keine Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit.

Der Speicher in Rehden im Kreis Diepholz ist einer der größten in Westeuropa und hat ein Volumen von rund vier Milliarden Kubikmetern.
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Anna Kipnis

Ölpreise bewegen sich kaum

 Die Ölpreise haben sich am Freitagmorgen zunächst kaum von der Stelle bewegt. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April 82,10 US-Dollar. Das waren sieben Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur März-Lieferung fiel ebenfalls geringfügig auf 75,76 Dollar.

Die aktuelle Lage am Markt lässt sich als relativ stabil beschreiben. Starke Impulse gab es zuletzt nicht. Auf der Nachfrageseite liegen die Hoffnungen weiter auf China, das sich vor einiger Zeit von seinen strengen Pandemie-Vorschriften gelöst hat und damit eine konjunkturelle Erholung verspricht. Auf der Angebotsseite hat der große Ölverbund Opec+ in dieser Woche seinen Kurs bestätigt und seine Förderziele unverändert gelassen.
Ölförderung
Ölförderung   Bild: Imago
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Anja Holtschneider

Größter deutscher Erdgasspeicher nimmt Betrieb wieder auf

Der nach einem technischen Defekt außer Betrieb genommene größte deutsche Gasspeicher im niedersächsischen Rehden geht am Freitag wieder an den Start. Gegen 6.00 Uhr solle die Anlage wieder im Einsatz sein und Gas ausspeichern können, teilte am Donnerstag die Betreiberfirma Astora mit. Am Dienstag war es dem Unternehmen zufolge zu einer Verpuffung an einer Fackel gekommen, weshalb der Speicher außer Betrieb genommen worden war. Der Defekt sei gefunden worden. Die bei der Untersuchung festgestellten Schäden würden zeitnah repariert, um auch die Einspeicherbereitschaft wieder aufnehmen zu können. Der Vorfall habe weiterhin keine Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit.
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Anna Kipnis

Ölpreise erholen sich leicht

Die Ölpreise haben sich am Donnerstagmorgen etwas von ihren deutlichen Abschlägen vom Vortag erholt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April 83,21 US-Dollar. Das waren 37 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur März-Lieferung stieg um 44 Cent auf 76,85 Dollar.

Nachdem die Ölpreise am Mittwoch zunächst deutlich gefallen waren, kam ab dem Abend etwas Unterstützung durch den schwächeren US-Dollar. Wertet der Dollar ab, werden in der US-Währung gehandelte Rohstoffe wie Erdöl für Investoren aus anderen Währungsräumen günstiger. In der Folge steigen die Nachfrage und die Rohölpreise.
Ölförderung
Ölförderung   Bild: dpa
Auf der Angebotsseite spricht einiges für eine zunächst stabile Lage. Der große Ölverbund Opec+ macht derzeit keine Anstalten, seine Förderpolitik entscheidend zu verändern. Am Mittwoch empfahl ein wichtiges Komitee, den Förderkurs zunächst beizubehalten. Die rund 20 Länder der Opec+ werden von den großen Förderstaaten Saudi-Arabien und Russland angeführt.
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Anna Kipnis

Gasspeicher zu 78,6 Prozent gefüllt – Weiteres Speicherziel erreicht

Die deutschen Erdgasspeicher waren am 1. Februar mit 78,6 Prozent Füllstand fast doppelt so voll wie vom Energiewirtschaftsgesetz zu diesem Stichtag vorgeschrieben. Dies ging am Donnerstag aus vorläufigen Daten des europäischen Gasspeicherverbandes GIE hervor. Der veröffentlichte Wert gibt den Füllstand am 1. Februar um 6 Uhr morgens an. Das Gesetz verpflichtet die Gasspeicher-Betreiber, dafür zu sorgen, dass am 1. Februar in jeder Anlage ein Füllstand von mindestens 40 Prozent erreicht ist.

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, äußerte sich erfreut: „Wir haben das gesetzliche Füllstandsziel weit übererfüllt. Das ist eine großartige gemeinsame Leistung aller, die sparsam Gas verbrauchen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Eine Gasmangellage in diesem Winter sei unwahrscheinlich geworden. „Wir haben aber nun die Aufgabe, die Speicher im Sommer für den nächsten Winter ohne russisches Pipelinegas wieder zu befüllen.“ Dabei helfen würden die neuen Terminals für Flüssigerdgas (LNG). „Es kommt auch weiter darauf an, dass wir Gas sparsam verbrauchen.“

Die Füllstände in Deutschland gehen seit 9. Januar insgesamt zurück. Davor war - jahreszeitlich untypisch - mehr als zwei Wochen lang eingespeichert worden. EU-weit lag der Füllstand am Mittwochmorgen bei 72,1 Prozent, das sind 0,5 Prozentpunkte weniger als am Vortag.
Gasspeicher
Gasspeicher   Bild: dpa
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Anne Schwedt

Keine Entlastung bei Öl und Pellets: Wüst kritisiert Bundesregierung

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Bundesregierung dafür kritisiert, entgegen ihrer Zusagen nicht für eine Entlastung von kleinen und mittleren Unternehmen gesorgt zu haben, die mit Öl und Pellets heizen. „Gerade unsere kleinen und mittleren Unternehmen brauchen in der Krise Klarheit. Sie müssen in die Ankündigungen der Bundesregierung vertrauen können“, sagte Wüst der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Donnerstag).

„Die Entlastung unserer mittelständischen Unternehmen bei den Kosten für Öl und Pellets hatte der Bundeskanzler im Dezember fest zugesagt. Die jetzt erfolgte Sperrung der dafür notwendigen Gelder ist ein politischer Wortbruch und ein großer Fehler“, so Wüst. Viele Unternehmen hätten fest mit der Entlastung geplant und kämen jetzt „in schweres Fahrwasser“.
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Anna Kipnis

Verpuffung legt größten deutschen Gasspeicher Rehden lahm

Der größte deutsche Gasspeicher im niedersächsischen Rehden steht nach einer Verpuffung bis Freitag still. Eine Sprecherin der Betreiberfirma Astora sagte am Mittwoch, der Markt werde informiert, wenn mehr Klarheit herrsche. Der Vorfall habe sich am Dienstag ereignet. 

Die Versorgungssicherheit sei nicht gefährdet, hieß es danach in einem Statement des Unternehmens. Die Ursache werde untersucht. Vor dem Vorfall war der Speicher nach Angaben der Internetseite von Gas Infrastructure Europe (GIE) zu 90 Prozent gefüllt. Der "Spiegel" hatte darüber online berichtet. Die Gasspeicher spielen eine Schlüsselrolle bei dem Bemühungen Deutschlands, die Mengen nach dem russischen Gaslieferstopp zu ersetzen.
Gasspeicher Rehden
Gasspeicher Rehden   Bild: dpa
Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Hannover teilte mit, dass es am Dienstag gegen 10.30 Uhr aus noch ungeklärter Ursache auf dem Freigelände zu einer Verpuffung an einer Fackel für die Verdichtereinheiten gekommen sei. Menschen seien dabei nicht zu Schaden gekommen. Auswirkungen auf die Umwelt seien nicht festgestellt worden. Die Bundesnetzagentur sehe durch den Vorfall keine Auswirkungen auf die sichere Gasversorgung in Deutschland.
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Tobias Döring
Der Düsseldorfer Energiekonzern Uniper erwartet für das Geschäftsjahr 2022 niedrigere Verluste als bisher angenommen. Die Prognose für die Ergebnisse hätten sich deutlich verbessert, gab das Unternehmen am Mittwochnachmittag per Pflichtmitteilung bekannt. Erwartet werden allerdings weiterhin deutlich negative Ergebnisse.
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Anja Holtschneider

Zweiter Tanker liefert LNG nach Lubmin

Vor Rügen ist am Mittwoch ein Tanker mit der zweiten Lieferung von Flüssigerdgas für das Terminal in Lubmin angekommen. Die aus den USA kommende „Cool Voyager“ soll demnächst Flüssigerdgas (LNG) an das dort liegende Tanklagerschiff „Seapeak Hispania“ abgeben, sagte Stephan Knabe vom Unternehmen Deutsche Regas. Während der Hochlaufphase rechne man in den kommenden drei Monaten mit etwa zwei Tankeranläufen pro Monat. Danach liegt das Ziel laut Knabe bei einem Tanker pro Woche.

Die „Cool Voyager“ war laut Schiffsortungsdiensten im Internet Mitte Januar von der Golfküste des US-Bundesstaates Louisiana aus gestartet und hat nach früheren Angaben rund 155.000 Kubikmeter LNG geladen. Von der „Seapeak Hispania“ transportieren kleinere Shuttle-Schiffe das LNG durch den flachen Greifswalder Bodden zum eigentlichen Terminal im Industriehafen in Lubmin. Mitte Januar hatten die Betreiber die Betriebsgenehmigung erhalten. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte das Terminal symbolisch eröffnet.
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Stefan Kaufmann

CDU-Politiker Spahn kritisiert Energie-Härtefallhilfen für Unternehmen

Unionsfraktionsvize Jens Spahn hat die Bundesregierung dafür kritisiert, dass sie bei den Härtefallhilfen für Unternehmen nur bestimmte Energieträger berücksichtigt. „Jetzt schauen alle Unternehmen, die Öl und Pellets nutzen, in die Röhre“, sagte Spahn bei RTL/ntv. Hintergrund ist ein Beschluss des Haushaltsausschusses, nach dem die finanzielle Unterstützung des Bundes zu Energiekosten-Härtefallregelungen für kleine und mittlere Unternehmen keine Hilfen für Heizöl und Pellets umfasst. 

Die Härtefallregelungen seien auf die Entlastung von Strom und leitungsgebundenen Energieträgern (Gas, Wärme) zu begrenzen und nicht auf leitungsungebundene Energieträger wie Heizöl und Pellets auszuweiten. Ziel der Härtefallhilfen ist es, dass kleinere und mittlere Unternehmen zusätzliche finanzielle Hilfen erhalten, wenn sie die Energiekrise besonders hart trifft. Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) und Handwerkspräsident Jörg Dittrich hatten die Ausnahme am Dienstag ebenfalls kritisiert.
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Leonie Tabea Natzel

Ministerin macht Hoffnung bei 200 Euro Energiepreispauschale

Die von Studierenden und Fachschülern lang erwartete Auszahlung der 200 Euro Energiepreispauschale rückt nach Angaben von Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger näher. „Jetzt gehen wir damit auf die Zielgerade“, sagte die FDP-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. „Unser Partner Sachsen-Anhalt wird als Vorreiter zeitnah die letzten rechtlichen Hürden nehmen, um mit der gemeinsamen Antragsplattform loszulegen.“ Der Bund stehe bereit. Auch in anderen Bundesländern seien die Vorbereitungen weit gediehen.

Da Sachsen-Anhalt beim Aufbau des digitalen Bafögs federführend war, war das Land auch mit der technischen Umsetzung der Antragsplattform für die Energiepreispauschale betraut worden.

Bereits im September hatte die Ampel-Koalition die 200-Euro-Sonderzahlung für Studierende und Fachschüler vereinbart. Mitte Dezember wurde schließlich ein Gesetz beschlossen. Doch die bis zu 3,5 Millionen Betroffenen haben bis heute kein Geld gesehen. Das Vorhaben und die Abstimmung zwischen Bund und Ländern gestalten sich schwierig, weil es keine zentrale Stelle gibt, die alle Daten und Kontoverbindungen aller Studierenden und Fachschüler hat. Bund und Länder versuchen, diese Daten nun auf der gemeinsamen Internetseite zusammenzuführen, damit das Geld dort zentral beantragt werden kann.

„Eine Auszahlung an rund 3,5 Millionen Menschen in 16 Bundesländern an unterschiedlichsten Ausbildungsstätten hat es so noch nicht gegeben“, sagte Stark-Watzinger. Dem Vernehmen nach sollen die ersten Auszahlungen aber noch wie beabsichtigt im Winter stattfinden. Die Betroffenen bekommen voraussichtlich von ihrer Ausbildungsstätte einen Zugangscode plus Pin, um sich auf dem Online-Portal einzuloggen und einen Antrag zu stellen.
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Leonie Tabea Natzel

Städte- und Gemeindebund: Kommunen profitieren vom Energiesparen  

Die Energiespar-Bemühungen der deutschen Städte und Gemeinden zeigen Wirkung: Die in den Energiesparvorgaben der Bundesregierung enthaltenen Vorgaben, etwa zum Heizen in öffentlichen Gebäuden, zur Warmwasserversorgung sowie zur Anstrahlung von Denkmälern, seien „sehr flächendeckend“ und vielfältig umgesetzt worden, so dass man von Einsparpotenzialen von etwa 10 bis 20 Prozent ausgehe, sagte Bernd Düsterdiek, Beigeordneter für Städtebau und Umwelt beim Deutschen Städte- und Gemeindebund, der Deutschen Presse-Agentur. Das komme auch den kommunalen Haushalten zugute.

Man begrüße auch die kürzlich vom Kabinett beschlossene Verlängerung der Verordnung zu kurzfristigen Maßnahmen bis Mitte April, der der Bundesrat noch zustimmen muss. „Das unterstützen wir, weil wir immer noch in einer fragilen Situation sind“, sagte Düsterdiek.

Ählich äußerte sich das Bundeswirtschaftsministerium. Der Gasverbrauch in Deutschland liege derzeit unter dem Verbrauch des Vorjahres, und auch der Stromverbrauch in Deutschland sei im vergangenen Herbst deutlich gesunken, erklärte eine Sprecherin. „Unser Ziel ist es, diese Entwicklung zu verstetigen und den Gasverbrauch in Deutschland insgesamt zu senken. Dazu bedarf es anhaltender und effektiver Anstrengungen zur Energieeinsparung.“
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