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14.05.2022

10:45

Energie

Deutschland stellt sich gegen grünes EU-Label für Atomkraft

Gegen den Vorschlag der EU-Komission Atomkraft als nachhaltig einzustufen hat die Bundesregierung nun ein Veto einlegt. Im Juli stimmt das EU-Parlament über den Vorschlag ab.

Deutschland hält weiterhin an seinem Ausstieg aus der Atomenergie fest. Gegen den Vorschlag Atomkraft als nachhaltig einzustufen hat sie ein Veto eingelegt. dpa

Atomkraftwerk Grohnde

Deutschland hält weiterhin an seinem Ausstieg aus der Atomenergie fest. Gegen den Vorschlag Atomkraft als nachhaltig einzustufen hat sie ein Veto eingelegt.

Brüssel/ Berlin Deutschland wird sich wie angekündigt gegen ein von der EU-Kommission vorgeschlagenes Nachhaltigkeitslabel für Atomkraft aussprechen. Die Bundesregierung habe der französischen Ratspräsidentschaft erklärt, ein Veto gegen den entsprechenden ergänzenden Rechtsakt einzulegen, teilte das Finanzministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in der Nacht zu Samstag mit.

Wenn die EU-Staaten oder das Europaparlament Einwand erheben würden, könne verhindert werden, dass der Rechtsakt in Kraft tritt, so das Finanzministerium. Frankreich hat in Brüssel derzeit turnusgemäß den Vorsitz unter den EU-Staaten inne.

Bei der sogenannten Taxonomie geht es um ein Klassifizierungssystem für nachhaltige Investitionen. Die Einstufung von bestimmten Geldanlagen als nachhaltig soll Investoren anlocken, um die Energiewende voranzubringen.

Bislang sind unter anderem erneuerbare Energien in der Taxonomie als klimafreundlich eingestuft. Die EU-Kommission hatte Ende 2021 trotz breiter Kritik zudem vorgeschlagen, Investitionen in Gas und Atomkraft übergangsweise als nachhaltige Geldanlagen einzustufen.

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    Der Europaabgeordnete Rasmus Andresen reagierte erfreut auf die Nachricht aus Berlin. „Das deutsche Nein ist eine Ohrfeige für die EU-Kommission. Der Druck auf Ursula von der Leyen, diesen Irrweg zu beenden, steigt“, sagte der Sprecher der Grünen-Delegation.

    Die Grünen forderten nun auch andere Mitgliedsstaaten dazu auf, Einspruch gegen den Kommissionsvorschlag einzulegen. Im Juli soll das EU-Parlament über seine Position zum Vorschlag abstimmen.

    Von

    dpa

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