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22.09.2022

15:37

Energie-Krise

Nach Uniper dürfte auch Gas-Importeur Sefe verstaatlicht werden

Beim Energielieferanten VNG soll hingegen keine Verstaatlichung geplant sein. Das Wirtschaftsministerium sagte, die Abstimmung in Regierung zu Sefe würden laufen.

Das Unternehmen Sefe soll auch in staatliche Kontrolle übergehen. Bloomberg

Eine Gasanlage

Das Unternehmen Sefe soll auch in staatliche Kontrolle übergehen.

Berlin Nach der geplanten Verstaatlichung von Uniper richtet sich das Augenmerk der Bundesregierung auf die Rettung des nächsten Gas-Importeurs. Zwei Insider sagten der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag, eine Verstaatlichung sei auch bei Sefe (Securing Energy for Europe) eine Option.

Der „Spiegel“ hatte zuvor berichtet, das Unternehmen solle ebenfalls in den Besitz des Staates übergehen. Die frühere Gazprom Germania ist noch im Besitz des russischen Energiekonzerns Gazprom, steht aber unter Treuhandschaft des Bundes, um die Versorgungssicherheit in Deutschland mit Gas zu gewährleisten.

„Es laufen in der Bundesregierung Gespräche zur Zukunft von Sefe“, sagte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums. Experten halten eine Verstaatlichung für wahrscheinlich, allerdings dürfte dies noch einige Wochen dauern. Die Bundesnetzagentur, die vorübergehend die Kontrolle bei Sefe ausübt, äußerte sich genauso wie das Ministerium.

Im Umfeld von Sefe hieß es, eine Option sei, dass das Unternehmen einen Kapitalschnitt vorbereite, um dem Staat einen günstigen Einstieg zu ermöglichen. Der Schritt würde Gazprom de facto enteignen – wovor der Staat bislang aus Sorge vor Vergeltungsmaßnahmen zurückgeschreckt ist.

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    In Regierungskreisen hieß es zuletzt, die Treuhandlösung sei auf Dauer schwierig. Anders als bei Uniper plant die Regierung einem Insider zufolge aber keine Verstaatlichung des Gas-Importeurs VNG.

    Robert Habeck kündigte die Übernahme von Uniper an

    Am Mittwoch hatte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) angesichts von Milliardenverlusten bei Uniper die Reißleine gezogen und die Übernahme von 99 Prozent der Anteilen angekündigt. Der Deal soll bis zum Jahresende über die Bühne gehen. Insgesamt umfasst die Rettung des größten deutschen Gaskonzerns 29 Milliarden Euro.

    Weil Gaslieferungen aus Russland ausbleiben, sind die Importeure massiv unter Druck geraten. Sie müssen am Spotmarkt teuren Ersatz beschaffen, um ihre Kunden wie vereinbart zu beliefern.

    Das setzt auch der Leipziger VNG und Sefe zu. VNG hatte kürzlich einen Antrag auf Staatshilfe gestellt. Habeck hatte angekündigt, darüber rasch zu entscheiden.

    Von

    rtr

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