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09.04.2019

17:14

Flugbereitschaft

Drei Airbus A350 für 1,2 Milliarden Euro: Regierung will Pannenflieger ersetzen

Von: Donata Riedel

Der Bundestags-Haushaltsausschuss berät diese Woche über die Freigabe der Mittel. Nur etwas mehr als die Hälfte der Kosten entfällt auf die Flugzeuge selbst.

Die bisherigen Regierungsflieger fallen seit vergangenem Herbst immer wieder wegen ihrer Pannen auf. dpa

Regierungsflieger

Die bisherigen Regierungsflieger fallen seit vergangenem Herbst immer wieder wegen ihrer Pannen auf.

BerlinNach der monatelangen Pannenserie soll die Flugbereitschaft der Bundesregierung drei neue Airbus A350-900 bekommen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages soll diese Woche über eine entsprechende Vorlage des Bundesfinanzministeriums beraten und, so hofft man im Bundesverteidigungsministerium, grünes Licht geben.

Insgesamt kosten nach Informationen aus Koalitionskreisen alle drei Flugzeuge 1,2 Milliarden Euro. Der „Spiegel“ berichtete zuerst darüber. Der erste Langstreckenflieger soll bereits in der kommenden Woche bestellt werden, die beiden anderen bis 2026 die alten Langstreckenflieger „Konrad Adenauer“ und „Theodor Heuss“ aus den Jahren 1999 und 2000 ersetzen.

Den Kauf begründet die Bundesregierung mit der Häufung von Pannen ihrer Regierungsflieger seit dem vergangenen Herbst. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) strandete auf Bali. Die Kanzlerin musste nach einem gefährlichen Ausfall der Kommunikationssysteme nach Köln umkehren und Linie zum G20-Gipfel in Argentinien fliegen. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hing auf einer Afrika-Reise wegen Flugpannen fest. Zuletzt erwischte es Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf einer Afrika-Reise und Außenminister Heiko Maas (SPD) auf einer Reise nach Washington.

Die Kosten setzen sich zusammen aus 640 Millionen Euro für die Flugzeuge. Hinzu kommt die Ausstattung mit Schlaf- und Arbeitskabinen für die Regierungsmitglieder, die mit 288 Millionen veranschlagt werden, und Selbstschutzsysteme für 229 Millionen Euro.

Dass die Bestellung jetzt schnell geschehen soll, begründet die Regierung auch mit der hohen Nachfrage nach diesem Langstreckentyp mit dieser Ausstattung. Die erste Maschine soll 2020 fliegen. Anlässlich der EU-Ratspräsidentschaft will die Bundesregierung weitere peinliche Fliegerpannen möglichst vermeiden.

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Kommentare (1)

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Herr Jochen Roß

09.04.2019, 19:30 Uhr

Was ich mich hier frage... fehlt es bei den alten Maschinen denn an Wartung?

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