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17.11.2022

13:22

Fördermillionen vorhanden

Ministerium: Baukindergeld „noch schnell“ bis zum Jahresende beantragen

Von: Heike Anger

Familien sollen künftig für ihre Eigenheim zinsverbilligte KfW-Darlehen erhalten. Doch noch können sie Baukindergeld abgreifen, wie das Bauministerium mitteilte.

Die Zahl neu gebauter Wohnungen und Häuser in Deutschland bleibt weiter hinter dem Bedarf zurück. Jetzt läuft das Baukindergeld aus. dpa

Neubau

Die Zahl neu gebauter Wohnungen und Häuser in Deutschland bleibt weiter hinter dem Bedarf zurück. Jetzt läuft das Baukindergeld aus.

Berlin Das Bundesbauministerium von Klara Geywitz (SPD) hat am Donnerstag darauf hingewiesen, dass das Baukindergeld „im Rahmen der verfügbaren Fördermittel“ noch bis zum 31. Dezember 2022 beantragt werden kann. Bis zum Jahresende sind noch rund 180 Millionen Euro abrufbar.

Ein Antrag kann laut Ministerium über das Zuschussportal der staatlichen Förderbank KfW gestellt werden. Konkret heißt es in der Erklärung: „Familien, die zwischen dem 01. Januar 2018 und dem 31. März 2021 einen notariell beglaubigten Kaufvertrag unterschrieben oder eine Baugenehmigung erhalten haben und noch bis zum Jahresende im neuen Wohneigentum einziehen beziehungsweise schon eingezogen sind, sollten deshalb rasch Baukindergeld beantragen.“

Die Förderung endet damit spätestens mit dem 31. Dezember 2022. Ursprünglich sollte das KfW-Programm (Zuschuss 424) noch bis Dezember 2023 laufen. Nun ist vorzeitig Schluss.

Nach Angaben des Bauministeriums standen insgesamt für das Baukindergeld seit dem Beginn der Förderung 9,9 Milliarden Euro zur Verfügung. Auf die Begrenztheit der Mittel sei stets unter anderem auf der Webseite der KfW hingewiesen worden.

Neues Kreditprogramm mit verbilligten Darlehen

Ministerin Geywitz hatte im Oktober ein neues Kreditprogramm zur Förderung von Wohneigentum angekündigt. Der Fokus soll hier auf Familien mit geringeren und mittleren Einkommen liegen.

Familien mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 60.000 Euro sollen verbilligte Immobilienkredite der KfW erhalten können. Insgesamt 350 Millionen Euro würden jährlich für diesen Fördertopf zur Verfügung stehen.

Die Förderung beginne im April 2023, sagte Geywitz seinerzeit der Funke-Mediengruppe. Gefördert würden ausschließlich Gebäude, die den neuesten Energieeffzienzstandard erfüllten. Zugleich sei die Förderung besser als das bisherige Baukindergeld, sagte Geywitz.

Experten sehen indes das Eigenkapital als die größte Hürde beim Erwerb von Wohneigentum. Sie dringen darauf, ein „Baukindergeld 2.0“ direkt als Tilgungszuschuss auszugestalten.

Bewilligungen für Einfamilienhäuser zuletzt gesunken

Von Januar bis August 2022 war die Zahl der Bewilligungen für Einfamilienhäuser um 15,8 Prozent gesunken. Ein Jahr zuvor war durch das Baukindergeld die Zahl der Baugenehmigungen bei Einfamilienhäusern gestiegen.

Die Förderung habe dazu beigetragen, dass allein im Zeitraum von Januar bis März 2021 fast 7400 Einfamilienhäuser mehr genehmigt worden seien als in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres, teilte das Statistische Bundesamt mit.

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