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29.01.2018

15:27

Generalbundesanwalt

Verdacht auf Geheimnisverrat an Rüstungsfirma

Der Generalbundesanwalt hat zwei Mitarbeiter von Rüstungsfirmen festnehmen lassen. Sie stehen im Verdacht, Staatsgeheimnisse verraten zu haben. Sie besaßen geheime Unterlagen aus dem Verteidigungsministerium.

Verdacht auf Geheimnisverrat an Rüstungsfirma dpa

Ursula von der Leyen

Die Bundesverteidigungsministerin bei einem Besuch in Afghanistan.

Düsseldorf Beamte des Bundeskriminalamts haben zwei Männer festgenommen, die im Verdacht stehen, Staatsgeheimnisse verraten zu haben. Die Festgenommenen haben für einen Sprengstoffhersteller und ein Rüstungsunternehmen gearbeitet.

Der 54-Jährige Thomas M. sei im Besitz eines Dokuments mit dem Geheimhaltungsgrad „Geheim“ gewesen, teilte der Generalbundesanwalt am Montag mit. Dabei habe es sich um Teile des Haushaltsplans des Verteidigungsministeriums gehandelt. Der ebenfalls festgenommene Martin M. (59) habe von Thomas M. im Jahr 2016 eine Kopie des Dokuments erhalten.

Unklar ist laut den Ermittlern, wie Thomas M. ursprünglich an die Unterlagen gelangt sei. Die Rüstungsfirma, bei der Martin M. Niederlassungsleiter in Süddeutschland war, hatte der Mitteilung zufolge ein Landesamt für Verfassungsschutz alarmiert. Die Unterlagen waren dem Sicherheitsdienst der Firma bei einer Routinekontrolle in einem unverschlossenen Rollcontainer aufgefallen.

Beide Männer sind in Untersuchungshaft. Thomas M. arbeitete den Angaben zufolge für einen „Hersteller von Explosionsstoffen“.

Von

mdo

Kommentare (2)

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Sven NSA Euro

29.01.2018, 16:43 Uhr

Es gibt eben doch noch Friedenskämpfer.
Bei den aus der Rüstungslobby zählt doch ein Menschenleben nicht mehr. Sie alle vom Kriegsministerium bis in die Waffenschmieden sollten an Gewissenbissen umfallen.

Herr Peer Kabus

29.01.2018, 17:23 Uhr

Damit die eine EU-Rente bekommen - wegen einer Berufskrankheit?

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