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24.02.2022

14:33

Interview

Bundeswehr-Professor Masala: „Nur Putin kann Putin noch stoppen“

Von: Dietmar Neuerer

PremiumDer Politologe spricht über die Fehler des Westens im Russland-Ukraine-Konflikt und die Folgen für die Weltordnung. Für Waffenlieferungen an die Ukraine sei es jetzt zu spät.

Destabilisierung des Westens als Ziel. imago images/ZUMA Wire

Proteste vor der russischen Botschaft in Kiew am Dienstag.

Destabilisierung des Westens als Ziel.

Berlin Nach Einschätzung des Politikwissenschaftlers Carlo Masala werden härtere Sanktionen den russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht zum Einlenken bewegen. Sanktionen seien von Russland bereits „eingepreist“ worden. „Und die seitens Russlands zu erwartenden Gewinne bei diesem Angriffskrieg übersteigen die zu erwartenden Kosten“, sagte der Professor an der Münchener Bundeswehr-Universität dem Handelsblatt. „Deshalb werden Sanktionen zu keiner Verhaltensänderung führen.“

Masala ist überzeugt: „Nur Putin kann Putin noch stoppen.“ Er besitze die „Eskalationsdominanz“ und könne somit entscheiden, wann er deeskaliere. „Von außen gibt es keinerlei Einflussmöglichkeiten“, sagte der Experte.

Kritisch sieht Masala Forderungen nach Waffenlieferungen für die Ukraine. „Jetzt ist es zu spät. Man muss ja auch die Soldaten, die solche Waffen bedienen sollen, daran ausbilden“, sagte er. Stattdessen sollte der Schwerpunkt seitens Deutschlands auf der Unterstützung der zivilen Katastrophenhilfe liegen, „um das unnötige Leid der ukrainischen Zivilbevölkerung zu lindern“.

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