PremiumStefan Wolf sieht in der laufenden Tarifrunde keinen Spielraum für eine prozentuale Entgelterhöhung. Sorgen bereitet ihm, dass der Gasverbrauch noch nicht wie benötigt sinkt.
Produktion von Schiffsschrauben in einer Mecklenburger Gießerei
Die Metall- und Elektroindustrie leidet unter den stark gestiegenen Energie- und Materialkosten.
Bild: dpa
Berlin In der Tarifrunde für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie setzen die Arbeitgeber auf Einmalzahlungen und die von der Politik geschaffene Möglichkeit, bis zu 3000 Euro steuer- und abgabenfrei an Beschäftigte auszuzahlen.
„Mir schwebt vor, dass wir Energiepreisbeihilfen vielleicht im März 2023 und März 2024 hinbekommen, sodass die Beschäftigten eine Entlastung auf dem Lohnzettel haben, wenn sie ihre Nebenkostenabrechnung erhalten“, sagte Gesamtmetall-Chef Stefan Wolf im Interview mit dem Handelsblatt. Eine von der IG Metall geforderte prozentuale Erhöhung der Entgelte passe dagegen nicht zur „konjunkturellen Lage“, sagte Wolf.
In seinen 30 Jahren Berufserfahrung habe er noch nie eine solche Häufung von Problemen erlebt. „Wenn absehbar ist, dass wir in eine Gasnotlage mit Produktionsstopps und Lieferkettenabrissen hineinlaufen, Betriebe massiv in Schwierigkeiten geraten und hohe Arbeitslosigkeit droht, dann müssen wir auch über eine Nullrunde nachdenken“, betonte Wolf, der auch Chef des schwäbischen Autozulieferers Elring-Klinger ist.
Erhalten Sie Zugriff zu diesem und jedem weiteren Artikel im
Web und in unserer App für 4 Wochen kostenlos.
Sie sind bereits registriert? Jetzt einloggen
Erhalten Sie Zugriff zu diesem und jedem weiteren Artikel im
Web und in unserer App.
Sie sind bereits registriert? Jetzt einloggen
Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.
Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.
×
Kommentare (3)