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09.09.2019

15:06

Klimaschutz

Altmaier will Klimaziele mit privatem Kapital finanzieren

Rund 50 Millionen fehlen der Bundesregierung für Maßnahmen zum Klimaschutz. Altmaier schlägt vor, das Geld durch eine Bürgerstiftung heranzuschaffen.

Der Bundeswirtschaftsminister schlägt vor, eine gemeinnützige Klima-Stiftung zu gründen, die zinslose Darlehen an private Haushalte vergibt und grüne Investitionen fördert. action press

Peter Altmaier

Der Bundeswirtschaftsminister schlägt vor, eine gemeinnützige Klima-Stiftung zu gründen, die zinslose Darlehen an private Haushalte vergibt und grüne Investitionen fördert.

Berlin Zur Finanzierung von Klimaschutzvorhaben will Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier Milliardengelder aus privatem Kapital mobilisieren. Der CDU-Politiker konkretisierte am Montag Pläne für eine „Bürger-Stiftung Klimaschutz“, um CO2-Emissionen zu senken. Insgesamt könnten dadurch bis zu 50 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden.

Die Stiftung soll „Bürger-Anleihen“ zu einem festen Zinssatz von zwei Prozent mit einer Mindestlaufzeit von zehn Jahren ausgeben. Der Bund soll als einmaligen Beitrag zum Stiftungskapital fünf Milliarden Euro geben. Klimaschutz gelinge nur, wenn es eine staatliche und gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei, sagte Altmaier.

Am 20. September will das Klimakabinett der Bundesregierung über ein Gesamtpaket entscheiden, damit Deutschland die Klimaziele bis 2030 erreicht. Es liegen viele Vorschläge vor allem zum CO2-Sparen im Verkehr und bei Gebäuden auf dem Tisch, die in der Summe viele Milliarden kosten.

Altmaier sagte, es würden rund 50 Milliarden Euro gebraucht, um zusätzliche Maßnahmen für den Klimaschutz zu finanzieren. Mit einer Bürgerstiftung könne ein Verstoß gegen die staatliche Schuldenbremse und ein Verstoß gegen die „schwarze Null“ verhindert werden.

Konkret schlägt Altmaier vor, eine gemeinnützige Stiftung zu gründen. Ihr Zweck soll es sein, einen „signifikanten Beitrag“ zu leisten, damit der Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 gesenkt wird. Mitglieder der Stiftung sollen neben Privatleuten etwa auch Unternehmen und Verbände sein. Der Beitrag zum Stiftungskapital soll mindestens fünf Euro und höchstens zehn Millionen Euro betragen.

Die Stiftung soll zinslose Darlehen für Investitionen privater Haushalte und Unternehmen vergeben - zum Beispiel für energetische Gebäudesanierung. Die Höhe von Einzeldarlehen soll auf 50 Millionen Euro begrenzt werden. Jeder Bürger soll die Möglichkeit bekommen, Anleihen bis zu einer bestimmten Höhe zu zeichnen, zum Beispiel 2500 Euro. Ein Darlehen soll bis zu 30 Jahre laufen - damit sich Investitionen rechnen. Die gemeinnützige Stiftung soll auch steuerlich abzugsfähige Spenden entgegennehmen.

Altmaier sagte, sein Vorschlag orientiere sich an der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Er greife daneben Vorschläge aus CSU und SPD auf und habe diese weiterentwickelt. Die CSU hatte vorgeschlagen, eine staatliche Anleihe mit zwei Prozent Zinsen für Sparer auszugeben. Die SPD hatte sich für einen Öko-Schatzbrief als Anlagemöglichkeit für Bürger ausgesprochen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Mark Hartmann

09.09.2019, 17:42 Uhr

Ja warum nicht - denn für den Klimaschutz sollten wir Menschen wirklich investieren, der Planet Erde ist unser aller Zuhause. Es gibt allerdings revolutionärste Alternativen zur Energienutzung, davon weiss anscheinend nur die Bundeskanzlerin und verrät es nicht, damit unser System der Grosskraftwerke schön weiter rattert. Nur das wird nicht endlos funktionieren. Ich las von der Berliner NEUTRINO ENERGY Group - man testet ein Gerät zur Gewinnung von sauberem Strom aus kosmischer Strahlung. Holger Thorsten Schubart, CEO des deutsch-amerikanische Forschungsunternehmen NEUTRINO ENERGY Group hat die Entwicklung eines innovativen High-Tech-Materials auf Basis einer Vielzahl von dotiertem Kohlenstoff und Silizium zum Abschluss gebracht, mit dem ein Teil der kinetischen Energie von Partikeln des unsichtbaren Strahlungsspektrums in Elektrizität umgewandelt wird. Derzeit werden die ersten industriellen Muster des sogenannten NEUTRINO POWER CUBE, eines Geräts, das saubere Energie liefert, in Deutschland unter Laborbedingungen getestet. Neutrinos, hochenergetische Teilchen, die als Teil der kosmischen Strahlung des unsichtbaren Spektrums kontinuierlich auf die Erde treffen, sind nach jüngsten Untersuchungen eine unerschöpfliche Energiequelle. "Der Energieerhaltungssatz funktioniert. ", sagt der Physiker Professor Strauss, ein ehemaliger Forscher am Massachusetts Institute of Technology, USA, und Mitglied des wissenschaftlichen Rates der NEUTRINO ENERGY Group. Die Möglichkeit, Energie durch Wechselwirkung von Neutrinos mit Materie zu gewinnen, wurde am 18. Februar 2018 vom US-Energieministerium bestätigt. Es würde dann eine dezentrale, mobile Haushaltsenergieversorgung unsere Grosskraftwerke ablösen. Vergleichbar mit dem Wandel von der Festnetztelefonie zum mobilen Smartphone.

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