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09.05.2022

17:30

Kommentar

CDU in Schleswig-Holstein: So geht Volkspartei

Von: Daniel Delhaes

Daniel Günther liefert die Blaupause für die CDU, um wieder Volkspartei zu werden. Es gehört nicht viel dazu: Haltung und der Wille zur Veränderung.

Günther hätte an der Förde fast die absolute Mehrheit erlangt. dpa

Daniel Günther

Günther hätte an der Förde fast die absolute Mehrheit erlangt.

Berlin Hendrik Wüst kann drei Kreuze machen, dass er nicht vor, sondern nach Daniel Günther zur Wahl steht. Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen hätte womöglich am Wochenende allenfalls hauchdünn vor seinem Herausforderer Thomas Kutschaty von der SPD gelegen. Beide sind dem Wahlvolk nicht sonderlich bekannt, was bei Wüst vor allem daran liegt, dass er erst vor gut 200 Tagen das Amt von Armin Laschet übernommen hat.

Nun aber entscheidet das psychologische Moment in der letzten Wahlkampfwoche. Günther hätte an der Förde fast die absolute Mehrheit erlangt. Dieses lautstarke „Moin, Moin!“ der Extraklasse dürfte auch den letzten Unionswahlkämpfer motivieren, noch einmal alles zu geben, um die Macht im bevölkerungsreichsten Land zu sichern.

Der Doppelsieg im Wonnemonat Mai wäre ein Riesenerfolg – vor allem für den Sauerländer Friedrich Merz. Nachdem Tobias Hans im März glanzlos die Staatskanzlei an der Saar verlassen musste, lief es zumindest im Norden nach Plan.

Merz konnte sich Zeit für viele Auftritte in seinem Bundesland nehmen, vor allem konnten er und seine Helfer wieder und wieder Bundeskanzler Olaf Scholz kritisieren, so auch wieder am Montag nach dessen Rede an die Nation. Die CDU würde weiter eine gewichtige Stimme bleiben, nicht nur als Oppositionsführerin im Bundestag. Vor allem als mitgestaltende Kraft im Bundesrat.

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    Der Charismatiker Günther hingegen gibt gleich die Richtung vor, in die sich die Partei entwickeln muss: personell Wahllisten gleichermaßen mit Männern und Frauen besetzen, wahrhaftige „Repräsentanten“ für die Menschen aufstellen, die sie wählen sollen. Dazu gehören Migranten gleichermaßen wie Facharbeiter. Inhaltlich mit der Zeit gehen, ohne beliebig zu werden und das Wertegerüst über Bord zu werfen, wenn der Wind mal aus einer anderen Richtung weht. So geht Volkspartei.

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