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18.07.2018

12:17

Fußball spielende Roboter des Deutschen Zentrums für Künstliche Intelligenz der Universität Bremen. dpa

Maschinen sollen selbstständig besser werden

Fußball spielende Roboter des Deutschen Zentrums für Künstliche Intelligenz der Universität Bremen.

Künstliche Intelligenz

Merkel will mit einer nationalen KI-Strategie Deutschland zum weltweit führenden Standort machen

Die Bundesregierung will Deutschland zum weltweit führenden Standort für Künstliche Intelligenz machen. Doch noch haben USA und China die Nase vorn.

BerlinDeutschland soll nach dem Willen der Bundesregierung weltweit führend in der Zukunftstechnologie der künstlichen Intelligenz (KI) werden. Das Bundeskabinett verabschiedete am Mittwoch Eckpunkte für eine nationale KI-Strategie. „Deutschland soll zum weltweit führenden Standort für KI werden“, heißt es darin.

Kernpunkte sind der bessere Zugang zu Daten etwa im Gesundheits- und Verkehrsbereich sowie eine verbesserte Bezahlung von KI-Experten. „Wir müssen im Wettbewerb gerade mit den USA und China einen Zahn zulegen“, sagte Forschungsministerin Anja Karliczek.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die KI-Kompetenz zur Schlüsselfrage erklärt, damit die deutsche Wirtschaft international wettbewerbsfähig bleiben kann. Mit dieser Technologie lernen Maschinen und Systeme etwa, sich selbst zu verbessern und eigenständig zu handeln.

Aufholen gegenüber China und USA

Mit der nationalen Strategie will die Regierung einen Rahmen für die Aufholjagd gegenüber China und den USA schaffen. Künftig soll vor allem ein umfassender und schneller Transfer von Forschungsergebnissen in Anwendungen sowie eine Modernisierung der Verwaltung erreicht werden, heißt es in den Eckpunkten.

„Artificial Intelligence (AI) made in Germany“ solle zum weltweit anerkannten Gütesiegel werden. Die Strategie selbst soll im Herbst verabschiedet werden.

Bundesregierung will Deutschland zum führenden KI-Standort machen dpa

Angela Merkel mit dem humanoiden Roboter „Sophia“

Zur besseren Forschung bei künstlicher Intelligenz soll auch der Datenschutz gelockert werden.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CSU) sagte im „Handelsblatt“, das „Ob“ von technologischem Fortschritt und Innovation werde zwar nicht vom Staat bestimmt. „Die künstliche Intelligenz ist allerdings keine Innovation wie viele andere“. Sie sei vielmehr eine Basisinnovation, die in wenigen Jahren alle Wirtschafts- und Lebensbereiche durchdringen werde.

Altmaier zitierte eine Studie im Auftrag seines Hauses, nach der die von KI beeinflusste Bruttowertschöpfung allein des produzierenden Gewerbes in den nächsten fünf Jahren auf rund 32 Milliarden Euro zu veranschlagen sei. Der Wirtschaftsminister verwies darauf, dass er erst vor wenigen Tagen gemeinsam mit seinem französischen Kollegen Bruno Le Maire die Idee eines europäischen Zusammenarbeit bei der KI angestoßen habe.

In den Eckpunkten ist unter anderem die Einrichtung neuer KI-Lehrstühle in Deutschland vorgesehen, um die Ausbildung von mehr Fachkräften zu ermöglichen. Zudem sollen Anreize geschaffen werden, um die Abwerbung von Experten ins Ausland zu verhindern. Gleichzeitig sollen internationale Fachkräfte angeworben werden.

Öffentliche Daten für die KI-Forschung

Der bisher restriktive Datenzugang soll für die Entwicklung gelockert werden. Die Regierung will dabei Daten der öffentlichen Hand und der Wissenschaft verstärkt für die KI-Nutzung öffnen, aber die Datensicherheit der Bürger wahren. „Die Menge an nutzbaren, qualitativ hochwertigen Daten muss deutlich erhöht werden, ohne dabei Persönlichkeitsrechte, das Recht auf informationelle Selbstbestimmung oder andere Grundrechte zu verletzen“, heißt es in den Eckpunkten. Zwischen Unternehmen sollen „Datenpartnerschaften“ geprüft werden.

Gastbeitrag: Wirtschaftsminister Altmaier sieht künstliche Intelligenz als „Schlüsselfrage für Deutschland und Europa“

Gastbeitrag

Wirtschaftsminister Altmaier sieht künstliche Intelligenz als „Schlüsselfrage für Deutschland und Europa“

Künstliche Intelligenz wird in naher Zukunft alle Wirtschafts- und Lebensbereiche durchdringen. Das macht sie zu einem Schlüsselthema für Deutschland.

Um die Analyse der „Big Data“ bewältigen zu können, soll die nötige Infrastruktur im Bereich der Rechnerkapazitäten ausgebaut werden.

Die Wirtschaft forderte eine zügige Umsetzung der Pläne. „Die von der Bundesregierung heute beschlossenen Eckpunkte des 'Masterplans Künstliche Intelligenz' gehen in die richtige Richtung, müssen jetzt aber zügig ausgearbeitet und umgesetzt werden“, sagte Klaus Mittelbach, Vorsitzender des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI).

Kleine und mittlere Unternehmen sollten bei der Anwendung von KI unterstützt werden. Zuvor hatte bereits der BDI von der Regierung die Einrichtung von „Kompetenz- und Testzentren“ gefordert.

Brexit 2019

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Zdenek Moravcik

18.07.2018, 18:40 Uhr

Die deutsche Politik wird mehr und mehr irrational. Unsinn, Unwahrheiten und Lügen verbreiten sich überall. Wohin führt es hin? Hoffentlich endet die Bundeskanzlerin nicht wie einst der deutsche Kaiser Wilhelm II.
Nur eine revolutionäre Erfindung kann Europa auf die Beine helfen und keine "Basis-Innovation"!
Herr Altmaier weiss so gut wie sicher, dass er nicht die Wahrheit sagt.
Wir brauchen die Roboter mit GEHIRN zu bauen (Technologie ist schon bei mir vorhanden) und keine Irrationalität von staatlichen Stellen zu verbreiten. Das ist keine Politik, das ist ein Zirkus.

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