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30.11.2022

12:43

Müllentsorgung

Umweltbundesamt legt erstmals Vorschläge für Plastikabgabe von Firmen vor

Das Umweltbundesamt will Firmen an der Plastik-Entsorgung beteiligen. Ein Kilo Zigarettenfilter könnte so 8,95 Euro kosten. Betroffene Firmen äußern Kritik.

Geplant ist, dass die Produzenten von Zigarettenfiltern, Plastikbechern und anderen Produkten erstmals im Frühjahr 2025 in den Fonds einzahlen sollen. imago images/Christian Grube

Müll im Park

Geplant ist, dass die Produzenten von Zigarettenfiltern, Plastikbechern und anderen Produkten erstmals im Frühjahr 2025 in den Fonds einzahlen sollen.

Berlin Das Umweltbundesamt (UBA) hat erstmals konkrete Vorschläge unterbreitet, in welchem Umfang sich Unternehmen an der Entsorgung von Plastikmüll-Abfällen beteiligen sollen. Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, hält sie etwa für kunststoffhaltige Zigarettenfilter eine Abgabe von 8,95 Euro je Kilogramm Abfall für sinnvoll. Für Einwegbecher aus Plastik schlägt das UBA 1,23 Euro pro Kilo vor. Jede Plastikproduktgruppe solle eigene Kostensätze haben.

Konkret geht es um die Abgaben, die die Hersteller von Einwegplastik-Produkten in einen Fonds einzahlen sollen. Damit sollen sie sich – anders als bisher – an den Kosten für die Entsorgung etwa in Parks und Straßen beteiligen. Den Entwurf für ein entsprechendes Gesetz hatte das Bundeskabinett Anfang November auf den Weg gebracht. Nach UBA-Angaben kostet die Sammlung und Reinigung von Einwegplastik-Abfällen die Städte und Gemeinden jährlich bis zu 434 Millionen Euro.

Die Vorschläge für ein Kostenmodell, die das UBA auf Basis einer wissenschaftlichen Analyse vorlegte, sind nicht verbindlich. Sie bilden die Grundlage für eine Kommission, die die Abgaben verbindlich festlegen soll. Auch die Hersteller sollen laut Gesetzentwurf darin vertreten sein.

Geplant ist, dass die Produzenten von Zigarettenfiltern, Plastikbechern und anderen Produkten erstmals im Frühjahr 2025 in den Fonds einzahlen sollen. Die betroffenen Verbände äußerten bereits vor der Kabinettsbefassung Kritik und argumentieren, dass die Unternehmen schon genügend Belastungen zu schultern hätten.

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    dpa

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