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09.06.2019

16:27

Neue Initiative

„Die wahre SPD“ will sich gegen Linksruck wehren

Der frühere SPD-Landesvorsitzende Michael Groschek will keinen Kurswechsel der SPD nach links. Er will sich mit den Alltagssorgen der Menschen beschäftigen.

Der ehemalige SPD-Landesvorsitzende will mit seiner Initiative „Die wahre SPD“ einen bürgerlichen Kurs anstreben. dpa

Michael Groschek

Der ehemalige SPD-Landesvorsitzende will mit seiner Initiative „Die wahre SPD“ einen bürgerlichen Kurs anstreben.

DüsseldorfEine Initiative mit Nordrhein-Westfalens ehemaligem Bauminister Michael Groschek stellt sich unter dem Namen „Die wahre SPD“ gegen einen Linksruck bei den Sozialdemokraten. „Uns eint der Wille zu verhindern, dass auf dem nächsten Bundesparteitag nur über Linksaußen gestürmt wird“, sagte der frühere SPD-Landesvorsitzende „faz.net“ (Sonntag). Nach Angaben Groscheks hätten sich unter anderem mehrere Bürgermeister, Geschäftsführer, ehemalige Wirtschaftsminister und Bundestagsabgeordnete angeschlossen, heißt es in dem Bericht.

Die SPD muss sich darauf besinnen, dass sie die Volkspartei der linken Mitte ist“, sagte Groschek, der Mitglied im SPD-Bundesvorstand ist. Die SPD müsse immer für ökonomische Vernunft stehen. „Wir brauchen den wirtschaftlichen Erfolg, um die enormen Herausforderungen durch Klimawandel, Digitalisierung und Globalisierung finanzieren zu können.“ Die SPD müsse ihre industriepolitische Kompetenz zur Profilierung nutzen und keinesfalls die Grünen oder die Linkspartei imitieren.

Die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ hatte bereits am Samstag über die Initiative berichtet. Dem WDR sagte Groschek, „Die wahre SPD“ sei vielleicht ein anmaßender Titel – aber es komme darauf an, „dass wir in den Mittelpunkt unserer Politik die Alltagssorgen der Menschen stellen“. Die SPD muss nach ihrem Europawahl-Debakel und dem Rücktritt Andrea Nahles’ als Partei- und Fraktionschefin eine neue Führungsspitze finden.

Mehr: Einige SPD-Politiker liebäugeln mit einem Linksbündnis auf Bundesebene. Damit lösen sie nicht nur Diskussionen innerhalb ihrer Partei aus, sondern auch bei Union, Grünen und Linken.

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dpa

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