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09.01.2022

15:23

Pandemiebekämpfung

Omikron ist weltweit auf dem Vormarsch – Gesundheitssysteme sind unter Druck

Von: Teresa Stiens

Die Virusvariante breitet sich in vielen Ländern rasant aus und stellt die Krankenhäuser vor große Herausforderungen. Doch es gibt auch gute Nachrichten.

Die Weltgesundheitsorganisation meldet weltweit einen Rekord an Neuinfektionen. dpa

Coronavirus – Test in China

Die Weltgesundheitsorganisation meldet weltweit einen Rekord an Neuinfektionen.

Berlin Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich weltweit weiter aus. Während in Deutschland laut Robert Koch-Institut mittlerweile über 40 Prozent der Neuinfektionen auf die Mutation zurückgehen, ist Omikron in anderen Ländern bereits vorherrschend.

Das hat Folgen für die Infektionszahlen: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO wurde in der vergangenen Woche weltweit eine Rekordzahl von 9,5 Millionen Covid-Fälle gezählt – ein 71-prozentiger Anstieg im Vergleich zur Vorwoche.

Das Auswärtige Amt erklärte wegen der raschen Verbreitung des Virus indes 40 weitere Länder zu Hochrisikogebieten. Darunter Luxemburg, Schweden, Israel und Australien. Wer aus einem solchen Gebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne.

In ganz Europa stehen deshalb die Gesundheitssysteme unter Druck. Durch die vielen Erkrankungen müssen die Krankenhäuser nicht nur eine steigende Anzahl an Patienten behandeln, sondern werden zusätzlich durch coronabedingte Personalausfälle geschwächt.

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    In Großbritannien etwa sorgt die Omikron-Variante für ein überlastetes Gesundheitssystem, das von Mitgliedern der Armee unterstützt werden muss. „Omikron bedeutet, dass es mehr Patienten zu behandeln gibt und weniger Personal, um sie zu behandeln“, ordnete Stephen Powis, medizinischer Direktor des Nationalen Britischen Gesundheitsdienstes (NHS) die Lage ein.

    Überlastung der Normalstationen

    Auch in Deutschland drohten vor allem die Normalstationen der Krankenhäuser mit Omikron-Patienten belegt zu werden. „Es wäre ein Fehler, bei der Omikron-Welle nur auf die Auslastung der Intensivstationen zu schauen“, warnte deshalb die Vorsitzende des Marburger Bundes, Susanne Johna, gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

    In China wurden indes zwei Infektionen mit der Omikron-Variante in der Küstenstadt Tianjin entdeckt, die an die Hauptstadt Peking grenzt. Das Land versucht kurz vor den olympischen Winterspielen, mit strengen Maßnahmen die Ausbreitung des Virus komplett einzudämmen.

    Indien steht indes vor einer neuen Coronawelle bedingt durch die sich schnell ausbreitende Virusvariante. Das Land verzeichnete fast 160.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Mehrere Bundesstaaten fahren deshalb das öffentliche Leben weitegehend herunter und schließen Schwimmbäder, Fitnessstudios und Hochschulen. Im Bundesstaat Gujarat wurde zudem allen Beschäftigten im Gesundheitswesen der Urlaub gestrichen.

    Gute Nachrichten liefert jedoch eine Studie aus den USA. Die Seuchenschutzbehörde CDC sieht trotz einer hohen Anzahl von coronakranken Kindern in den Krankenhäusern keine Anzeichen dafür, dass die Variante für Kinder besonders gefährlich sei. Kinder hätten auch mit Omikron ein sehr viel geringeres Risiko, schwer zu erkranken, als Erwachsene, hieß es von der CDC.

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