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23.07.2019

04:47

Rechtsnationale Strömung

AfD-Chef Meuthen sieht höchstens 20 Prozent der AfD-Mitglieder beim „Flügel“

Die Strömung innerhalb der AfD ist vor allem in Ostdeutschland präsent. Der Verfassungsschutz stuft den „Flügel“ als Verdachtsfall für rechtsextremistische Bestrebungen ein.

Der AfD-Chef hatte im Vorfeld Kritik am sogenannten „Flügel“ um Björn Höcke geäußert. Reuters

Jörg Meuthen

Der AfD-Chef hatte im Vorfeld Kritik am sogenannten „Flügel“ um Björn Höcke geäußert.

Berlin Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen schätzt, dass knapp jedes fünfte Mitglied seiner Partei dem rechtsnationalen „Flügel“ von Björn Höcke zugerechnet werden kann. „Diejenigen, die sich explizit dem „Flügel“ zugehörig fühlen, das sind wahrscheinlich nicht einmal 20 Prozent der Mitglieder. Aber das ist nur ein grober Richtwert“, sagte er in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Wenn man diejenigen mitzählt, die mit dieser Strömung der Partei sympathisieren, dann sind wir vielleicht bei 30 Prozent“, fügte er hinzu.

Stark sei der „Flügel“ vor allem in Brandenburg, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Im Westen sei die Anhängerschaft generell kleiner, „aber da wäre Baden-Württemberg wohl vorne“.

Der „Flügel“ kennt keine formale Mitgliedschaft. Die Strömung war 2015 vom Thüringer AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke gegründet worden. Zu ihren prägenden Persönlichkeiten zählen derzeit zudem der Brandenburger AfD-Chef Andreas Kalbitz und der Landtagsabgeordnete aus Sachsen-Anhalt, Hans-Thomas Tillschneider. Der Verfassungsschutz stuft den „Flügel“ als Verdachtsfall für rechtsextremistische Bestrebungen ein.

Auf die Frage nach den aktuell wichtigsten politischen Gegnern der AfD antwortete Meuthen: „Das ist ein reiches Feld. Da können wir zuerst über alle Grünen sprechen. Wir können über die Sozialdemokraten und die Linke sprechen.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel, die künftige EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer stünden für einen Politik-Entwurf, der auch die CDU „zu unserem Gegner macht“.

Von

dpa

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