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14.08.2019

19:39

Sozialdemokraten

Gesine Schwan und Ralf Stegner kandidieren für den SPD-Parteivorsitz

Das Rennen um die Nachfolge von Andrea Nahles kommt in Schwung. Gut zwei Wochen vor Ende der Frist steht das vierte Bewerberduo fest.

SPD: Schwan und Stegner kandidieren für den Parteivorsitz imago images / IPON, dpa - Bildfunk ( Montage )

Gesine Schwan und Ralf Stegner

Die Entscheidung um den SPD-Vorsitz soll spätestens im Dezember fallen.

Berlin Gesine Schwan, Chefin der SPD-Grundwertekommission, und Vizechef Ralf Stegner bewerben sich für den SPD-Vorsitz. Das verlautete am Mittwoch aus Parteikreisen. Als erstes hatte der „Spiegel“ darüber berichtet. Stegner und Schwan haben ihre Entscheidung demnach der Parteiführung mit mitgeteilt. Am Freitagmittag wollen die beiden sich in Berlin öffentlich erklären.

Stegner ist der erste Bewerber aus den Reihen der engeren Parteiführung. Nach den Absichtserklärungen der nordrhein-westfälische Landtagsabgeordneten Christina Kampmann und Europa-Staatsminister Michael Roth, den Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach und Nina Scheer sowie der Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange und ihres Bautzener Amtskollegen Alexander Ahrens gibt es damit vier Bewerber-Duos.

Auch Robert Maier, der Vizepräsident des SPD-Wirtschaftsforums, und der früheren Bundestagsabgeordnete Hans Wallow kündigten an, sich bewerben zu wollen. Als weitere mögliche Kandidaten gelten Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil.

Die 76-jährige Schwan, die 2004 und 2009 erfolglos für das Amt der Bundespräsidentin kandidiert hatte, erklärte bereits vor Wochen in mehreren Interviews ihre Bereitschaft, der SPD zu helfen.

Der Nachrichtenseite n-tv.de sagte Schwan kürzlich: „Ich will helfen, diese Abwärtsspirale zu stoppen und eine Aufwärtsspirale zu schaffen. Wenn Vertrauen verspielt ist, helfen keine Institutionen und keine Tricks, dann braucht es Personen, die vertrauenswürdig sind und selbst auf die Zukunft vertrauen.“

Zu ihren Vorzügen erklärte sie: „Ich komme sowohl von außen als auch von innen: Ich bin schon lange SPD-Mitglied, war aber nie von der Partei abhängig und habe nie von ihr gelebt.“

Baden-Württembergs SPD-Chef Andreas Stoch hat sich unzufrieden mit dem bisherigen Stand des Bewerberrennens um den Vorsitz der Bundespartei gezeigt. „Wir stellen fest, dass Parteien immer stärker über Personen und immer weniger über Inhalte wahrgenommen werden. Dem muss sich die SPD stellen“, sagte Stoch der „Schwäbischen Zeitung“. Es brauche Personen, die die Inhalte der Sozialdemokraten glaubwürdig transportieren. Auf die Frage, ob er in einem der vier Bewerber-Duos dieses Potenzial sehe, sagte Stoch der Zeitung: „Nein.“ Die Bewerberlage sei nicht so, wie er es sich erhofft habe.

Der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ sagte Stoch, er erwarte, „dass auch Leute, die in der ersten Reihe der Partei stehen, Farbe bekennen“. Die Kandidatur von Gesine Schwan und Ralf Stegner genüge ihm da nicht.

Die Bewerber benötigen für ihre Kandidatur die Nominierung durch einen Landesverband, einen Bezirk oder fünf Unterbezirke. Die Bewerbungsfrist läuft am 1. September ab. Dann sollen sich die Kandidaten in 23 Regionalkonferenzen deutschlandweit vorstellen.

Danach sollen die rund 438.000 SPD-Mitglieder per Brief oder online abstimmen. Das Ergebnis soll am 26. Oktober feststehen. Sollte kein Team oder Einzelbewerber mehr als 50 Prozent der Stimmen bekommen, soll es einen zweiten Mitgliederentscheid geben. Endgültig entscheiden soll ein SPD-Parteitag Anfang Dezember.

Die bisherige SPD-Vorsitzende Andrea Nahles war am 2. Juni zurückgetreten. In der Übergangszeit führen Thorsten Schäfer-Gümbel, Malu Dreyer und Manuela Schwesig die Partei kommissarisch.

Von

rot

Kommentare (3)

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Herr Hans Henseler

14.08.2019, 18:40 Uhr

Na toll, eine einstellige SPD spart Papier und Druckerschwaerze.

Frau sabine kahl

15.08.2019, 12:00 Uhr

für mich ist ralf stegner ein absoluter "kotzbrocken"











Frau sabine kahl

15.08.2019, 12:04 Uhr

für mich ist ralf stegner ein absoluter "kotzbrocken"

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