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05.10.2022

14:18

Steuerreform

„Zahl der Erklärungen zu gering“: Lindner für Fristverlängerung bei Grundsteuer

Von: Jan Hildebrand

PremiumBis Ende Oktober müssen Immobilienbesitzer ihre Erklärungen abgeben – allerdings nicht, wenn es nach dem Finanzminister geht. Eine Entscheidung soll kommende Woche fallen.

Der FDP-Chef will Bürgern und Unternehmen mehr Zeit für die Abgabe der Grundsteuererklärung zugestehen. dpa

Finanzminister Christian Lindner

Der FDP-Chef will Bürgern und Unternehmen mehr Zeit für die Abgabe der Grundsteuererklärung zugestehen.

Berlin Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) will seinen Länderkollegen vorschlagen, die Frist für die Abgabe der Grundsteuererklärung zu verlängern. „Die Zahl der Erklärungen ist anhaltend zu gering“, sagte Lindner dem Handelsblatt.

Die Steuerberater seien mit Schlussabrechnungen der Coronahilfen beschäftigt, zudem gebe es Beratungsbedarf bei Unternehmen wegen der Energiepreise. „Die Belastung ist zu groß. Wir müssen Raum geben“, sagte Lindner.

Für die Reform der Grundsteuer müssen 36 Millionen Grundstücke und Immobilien neu bewertet werden. Seit dem 1. Juli sind Bürger und Unternehmen aufgerufen, binnen vier Monaten eine Grundsteuererklärung abzugeben, am 31. Oktober endet die Frist. Doch bisher haben nach Informationen aus den Finanzministerien erst ein Viertel bis ein Drittel der Grundeigentümer ihre Steuererklärungen eingereicht. Lindner will deshalb nun die Frist um einen „überschaubaren Zeitraum“ verlängern.

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Kommentare (4)

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05.10.2022, 16:10 Uhr

ich finde das Procedere auch nicht sehr schlimm für 1-2 Familienhäuser. In RLP sind bestimmte Werte im Anschreiben schon vorgegeben. Zur Not muss man halt mal nachmessen; wobei die Finanzbeamten sicherlich nicht jeden Quadratmeter kontrollieren werden.

Allerdings ist dieses bürokratische Untier so unnötig wie ein Kropf. Es heisst doch "Grundsteuer". Warum rechnet man alles neu anstatt einfach den Wert des Grund und Bodens auf einen aktuellen Wert hochzusetzen ? Wenn in München City tatsächlich noch eine abrissreife Scheune steht, wäre es trotzdem gerecht, wenn sie den gleichen Grundsteuerbetrag schuldig wäre wie ein 10 stöckiges Wohn- und Geschäftshaus.

Aber nein, deutsche Gründlichkeit gepaart mit falschem Datenschutz, Inkompetenz in EDV und Bürokratismus, das ist die Grundsteuerreform.

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