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11.06.2019

16:35

Studie

Arbeit im Homeoffice nimmt nur langsam zu

Das Anteil der gelegentlich von zu Hause Arbeitenden wächst nur langsam. Bei den Firmen aber steigt die Bereitschaft, Homeoffice zuzulassen.

Regelmäßig nutzen der Studie zufolge die Option von zu Hause zu arbeiten, vor allem bei Service-, Verwaltungs- und Vertriebsmitarbeiter. dpa

Frau arbeitet im Homeoffice

Regelmäßig nutzen der Studie zufolge die Option von zu Hause zu arbeiten, vor allem bei Service-, Verwaltungs- und Vertriebsmitarbeiter.

Nürnberg Der Anteil der gelegentlich von zu Hause aus Arbeitenden ist nach Erkenntnissen von Forschern in den vergangenen Jahren nur langsam gewachsen. Allerdings nutzen inzwischen vermehrt auch Mitarbeiter ohne Führungsaufgaben das Instrument der Arbeit von zu Hause, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des ZEW Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung am Dienstag. Auch wächst in immer Firmen die Bereitschaft, Homeoffice zuzulassen.

Regelmäßig nutzen der Studie zufolge die Option von zu Hause zu arbeiten, vor allem bei Service-, Verwaltungs- und Vertriebsmitarbeiter. Aber auch Beschäftigten im Vertrieb und im Marketing griffen zu Hause verhältnismäßig oft zum Laptop, um berufliche Aufgaben zu erledigen. Nach IAB-Feststellung ist der Anteil der gelegentlichen Home-Office-Arbeiter zwischen 2013 und 2017 lediglich von 19 auf 22 Prozent gestiegen.

Von denen Firmen, die Arbeit von zu Hause anbieten, schätzen der Studie zufolge 62 Prozent vor allem die „Flexibilität für Beschäftigte“, 55 Prozent von ihnen den Umstand, dass ihre Mitarbeiter damit besser Beruf und Familie vereinbaren können. 45 Prozent sind davon überzeugt, dass Home-Office die Produktivität steigert. Befragte Beschäftigte mit Homeoffice-Erfahrung wiederum schätzten neben der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf (52 Prozent) auch die Fahrzeitersparnis für den Weg zur Arbeit (55 Prozent).

Ganz ungetrübt fällt die Bilanz von Zuhause-Beschäftigten dennoch nicht aus: So beklagen 40 Prozent von jenen, die innerhalb der normalen Arbeitszeit immer wieder mal berufliche Aufgaben von zu Hause erledigen, ein Verschwimmen der Grenze zwischen Arbeit und Freizeit. 19 Prozent glauben, dass unter regelmäßigem Home-Office-Arbeiten der Kontakt zu ihren Kollegen leidet. Vier Prozent haben das Gefühl, dass ihre Chefs ihnen beim Arbeiten im Home-Office „Minderleistung“ unterstellten.

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Von

dpa

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