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25.04.2017

20:38 Uhr

Umfrage zur Bundestagswahl

Vorsprung von Union auf SPD wird wieder größer

Der Vorsprung der CDU auf die SPD wächst wieder. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Allensbacher Institutes für Demoskopie für die „Frankfurter Allgemeine“. Die Grünen und die FDP verlieren, die AfD stagniert.

Seit der Bekanntgabe Martin Schulz´ als Kanzlerkandidat stieg die SPD in Umfragen auf. Mittlerweile lasse der „Martin Schulz“-Effekt aber nach. dpa

Kanzlerkandidaten

Seit der Bekanntgabe Martin Schulz´ als Kanzlerkandidat stieg die SPD in Umfragen auf. Mittlerweile lasse der „Martin Schulz“-Effekt aber nach.

BerlinGut einen Monat nach der Wahl von Martin Schulz zum SPD-Kanzlerkandidaten wächst einer Umfrage zufolge der Vorsprung der Union vor den Sozialdemokraten wieder. Wie eine Erhebung des Allensbacher Institutes für Demoskopie für die „Frankfurter Allgemeine“ (Mittwochausgabe) ergab, können CDU und CSU um zwei Punkte auf 36 Prozent zulegen. Die SPD sinkt dagegen in der Wählergunst um zwei Punkte auf 31 Prozent.

Im Bundestag vertreten wären demnach außerdem die Linkspartei (neun Prozent), die Grünen und die AfD (je sieben Prozent) und die FDP mit sechs Prozent. Die Linke gewinne dabei leicht hinzu, die AfD stagniere und Grüne sowie FDP würden leicht verlieren, schrieb das Blatt.

Geschichte der Bundestagswahl in Zahlen

Wahlbeteiligung

Es sind Zahlen, von denen Politiker heute träumen. Bei der Bundestagswahl 1972 gaben 91,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, das war die höchste Wahlbeteiligung in der Geschichte der Bundesrepublik. Die niedrigste Wahlbeteiligung gab es im Jahr 2009. Hier stimmten 70,8 Prozent der Wahlberechtigten ab.

Stimmen

Bei der Bundestagswahl im Jahr 1957 kamen CDU/CSU mit 50,2 Prozent auf eine absolute Mehrheit der Zweitstimmen. Das ist der größte Stimmenanteil, den eine Partei bei einer Bundestagswahl je erhalten hat. Auf der anderen Seite des Stimmen-Rankings steht die Deutsche Zentrumspartei, sie kam bei der Wahl 1953 auf 0,8 Prozent der Stimmen und zog mit einem Direktmandat in den Bundestag ein.

Sitze

Der erste Bundestag war der überschaubarste. Nach der Wahl im Jahr 1949 saßen zunächst 402 Abgeordnete im Parlament. Deutlich größer war das Parlament im Jahr 1994, damals wuchs der Bundestag auf 672 Plätze.

Parteienvielfalt

Der erste Bundestag war der bunteste: Elf Parteien und drei unabhängige Kandidaten schafften 1949 den Sprung in den Bundestag. Nach Einführung der bundesweiten Fünf-Prozent-Hürde im Jahr 1953 wurde die Parteienvielfalt deutlich eingeschränkter. Von 1961 bis 1983 waren nur drei politische Lager im Bundestag vertreten (CDU/CSU, SPD und FDP).

Regierungsbeteiligung

So lange wie die Union war in der Geschichte der Bundesrepublik noch keine Partei an der Macht. CDU/CSU regieren mit Unterbrechung rund 45 Jahre. Ein besonders kurzes Gastspiel im Bundestag hatte hingegen die Freie Volkspartei (FVP). Sie war 1956/1966 rund ein Jahr an der Macht. Die FVP war entstanden, nachdem FDP-Abgeordnete der Partei den Rücken gekehrt und daraufhin ihre eigene Partei gegründet hatten.

Seitdem am Jahresanfang bekannt wurde, dass Schulz Kanzlerkandidat und Parteichef werden soll, befand sie die SPD in einem Umfragehoch. Für Rückenwind sorgte auch die offizielle Bestätigung im März. Dabei wurde Schulz auf einem Parteitag mit 100 Prozent der Stimmen bestätigt. Inzwischen lässt der Effekt Demoskopen zufolge aber nach. Die nächsten Stimmungstests gibt es im Mai, wenn in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen die Landesparlamente gewählt werden. Die Bundestagswahl findet dann am 24. September statt.

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