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08.11.2018

15:53 Uhr

Umweltschutz

Entlastungen für Pendler – Jobtickets werden ab 2019 wieder steuerfrei

VonDietmar Neuerer

Ab kommendem Jahr sollen Jobtickets wieder steuerfrei werden. Die Koalition sieht darin einen Beitrag für die Umwelt. Auch Elektroautofahrern winkt eine Entlastung.

Mit der Steuerbegünstigung will die Koalition erreichen, dass Arbeitnehmer verstärkt öffentliche Verkehrsmittel nutzen. dpa

Öffentlicher Nahverkehr

Mit der Steuerbegünstigung will die Koalition erreichen, dass Arbeitnehmer verstärkt öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

BerlinWer den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit einem Jobticket nutzt, kann ab dem 1. Januar 2019 mit steuerlichen Entlastungen rechnen. Auf eine entsprechende Änderung des Einkommensteuergesetzes haben sich die Koalitionsfraktionen im Bundestag verständigt.

Mit der Neuregelung wird eine Steuerbegünstigung wieder eingeführt, die im Jahr 1994 geschaffen und zehn Jahre später im Zuge von Einsparungen im Haushalt wieder gestrichen worden war.

Steuerfrei sind demnach künftig wieder Zuschüsse des Arbeitgebers, die „zusätzlich zu den Aufwendungen des Arbeitnehmers für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Linienverkehr (ohne Luftverkehr) zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte sowie für Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr gezahlt werden“, wie es in einem entsprechenden Änderungsantrag von Union und SPD heißt, der dem Handelsblatt vorliegt.

Mit der Steuerbegünstigung will die Koalition erreichen, dass Arbeitnehmer verstärkt öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Damit sollen „die durch den motorisierten Individualverkehr entstehenden Umwelt- und Verkehrsbelastungen sowie der Energieverbrauch“ gesenkt werden, heißt es in der Begründung zu der geplanten Gesetzesänderung.

Um eine „systemwidrige Überbegünstigung“ gegenüber Arbeitnehmern, die solche Fahrten aus eigener Tasche bezahlen, zu verhindern, sollen die künftig steuerfreien Leistungen für Job-Tickets auf die Entfernungspauschale angerechnet werden.

Diese Änderung an dem von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften sowie weitere 19 Änderungsanträge der Koalitionsfraktionen beschloss der Finanzausschuss.

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Im Bereich Einkommensteuergesetz sieht der Gesetzentwurf auch Änderungen an den Vorschriften über die Privatnutzung von Dienstwagen vor. Bisher muss die private Nutzung eines Dienstwagens mit einem Prozent des inländischen Listenpreises für jeden Kalendermonat versteuert werden. Für E-Autos, die nach dem 31. Dezember 2018 und vor dem 1. Januar 2022 angeschafft werden, sinkt dieser Wert auf 0,5 Prozent.

Nach einem Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen werden extern aufladbare Hybridelektrofahrzeuge nur in die Neuregelung einbezogen, wenn die Reichweite des Elektroantriebs mindestens 50 Kilometer beträgt und ein bestimmter CO2-Wert nicht überschritten wird. Sämtliche Änderungen sollen zu Beginn nächsten Jahres in Kraft treten.

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