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12.09.2017

20:25 Uhr

Verteidigungsministerium

Bundeswehr gibt fünf Korvetten in Auftrag

Die Bundeswehr hat den Bau von fünf Korvetten in Auftrag gegeben. Der Auftrag war zunächst ohne öffentliche Ausschreibung an zwei Werften gegangen, eine dritte hatte dagegen geklagt. Nun sind alle drei Werften beteiligt.

Die nun bestellten Schiffe sollen ab 2022 ausgeliefert werden. Insgesamt hat der Vertrag ein Finanzvolumen von knapp zwei Milliarden Euro. dpa

Korvette der Deutschen Marine

Die nun bestellten Schiffe sollen ab 2022 ausgeliefert werden. Insgesamt hat der Vertrag ein Finanzvolumen von knapp zwei Milliarden Euro.

Bonn/BerlinDie Bundeswehr hat nach langem Streit den Bau fünf weiterer Korvetten bis 2025 bei norddeutschen Werften in Auftrag gegeben. Der Vertrag mit einem Konsortium sei am Dienstag unterzeichnet worden, teilte das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) mit.

„Wir versetzen die Deutsche Marine in die Lage, ihre gestiegenen Verpflichtungen innerhalb des Bündnisses mit Booten, die sich in zahlreichen Einsätzen bestens bewährt haben, zu erfüllen“, ergänzte der Vizepräsident des BAAINBw, Armin Schmidt-Franke. Die nun bestellten Schiffe sollen ab 2022 ausgeliefert werden. Insgesamt hat der Vertrag ein Finanzvolumen von knapp zwei Milliarden Euro.

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Es ist der größte Auftrag unter Verteidigungsministerin von der Leyen: Nachdem der Streit unter den Werften beigelegt worden ist, kann der Bundestag die Schiffe im Wert von 1,9 Milliarden Euro noch vor der Wahl ordern.

Von dem Auftrag profitiert vermutlich besonders auch Mecklenburg-Vorpommern, wo die Korvetten nach früheren Aussagen zum Teil gebaut und anschließend wohl auch stationiert werden. Die Marine benötigt die Schiffe wegen zahlreicher neuer Aufgaben, die mit der vorhandenen Flotte nicht mehr bewältigt werden können.

Der Auftrag war zunächst ohne öffentliche Ausschreibung an das Konsortium Arge K130 der Werften Lürssen und Thyssen Krupp Marine Systems gegangen, die bereits fünf Korvetten gebaut haben. German Naval Yards Kiel hatte dagegen Einspruch erhoben und wurde daraufhin am Bau der fünf neuen Korvetten beteiligt. Das Kartellamt gab im Juli grünes Licht für die Beteiligung der Werft.

Korvetten sind kleiner und wendiger als Fregatten und vor allem für den Einsatz in sogenannten Randmeeren und Küstengewässern geeignet - also etwa in der Ostsee. Die Marine verfügt bereits über fünf Korvetten des Typs K 130. Dieser Typ soll nun nachbestellt werden.

Von

dpa

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