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27.09.2022

14:19

Weiterbildung

Regierung und Sozialpartner wollen Weiterbildung stärken

Die Bundesregierung will die Weiterbildung von Beschäftigten stärken, vor allem von Geringqualifizierten. Lesen, Rechnen und Schreiben sollen am Arbeitsplatz nachgeholt werden können.

„Wir müssen die Zugänge zur Weiterbildung erleichtern, auch für Geringqualifizierte“, sagte Stark-Watzinger. IMAGO/Political-Moments

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger

„Wir müssen die Zugänge zur Weiterbildung erleichtern, auch für Geringqualifizierte“, sagte Stark-Watzinger.

Berlin Bundesregierung, Arbeitgeber und Gewerkschaften wollen die Weiterbildung von Beschäftigten stärken und dabei vor allem auch Geringqualifizierte in den Blick nehmen.

„Wir müssen die Zugänge zur Weiterbildung erleichtern, auch für Geringqualifizierte“, sagte Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) am Dienstag nach Beratungen mit den Sozialpartnern und der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Grundfertigkeiten wie Lesen, Rechnen und Schreiben müssten am Arbeitsplatz nachgeholt werden können. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) kündigte eine Entbürokratisierung bestehender Instrumente zur Förderung der Weiterbildung an. Zudem werde er weitere Instrumente wie ein Qualifizierungsgeld und eine Bildungszeit schaffen.

Bei der Notwendigkeit neuer Instrumente wurden Differenzen mit der Bundesvereinigung der Arbeitgeber (BDA) deutlich. „Nicht immer brauchen wir Neues, manchmal reicht es, Stellschrauben neu zu justieren“, sagte deren Präsident Rainer Dulger beim gemeinsamen Presseauftritt. „Wir müssen insbesondere diejenigen erreichen, die am wenigsten vorbereitet sind.“

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    Vorgestellt wurde ein 22-seitiges Papier zur Fortschreibung der im Juni 2019 vereinbarten Nationalen Weiterbildungsstrategie, die Bund, Länder, Sozialpartner und die BA an einen Tisch bringt.

    Stark-Watzinger verwies auf eine Schätzung, wonach bis 2030 knapp vier Millionen Beschäftigte ihr Tätigkeitsfeld ändern dürften. Für jeden Einzelnen stünden somit große Veränderungen an.

    „Wir brauchen auch Perspektiven für die Beschäftigten, deren Arbeitsplatz durch den Wandel in der bisherigen Form in eine Sackgasse führen kann“, sagte Heil.

    Beschäftigte können Weiterbildung in die Hand nehmen

    Wer derzeit einen Verbrennungsmotor zusammenbauen könne, müsse künftig auch mit neuen Antriebsarten umgehen können. Er werde noch in diesem Jahr einen Gesetzentwurf vorlegen, der vor allem auf die Entbürokratisierung bestehender Förderinstrumente abziele.

    „Dazu werden wir neue Instrumente schaffen“, kündigte Heil an. Beim für 2023 geplanten Qualifizierungsgeld gehe es um Betriebe, in denen große Teile der Belegschaften von Transformation betroffen seien, etwa im Maschinenbau oder in Zeitungsverlagen.

    Beschäftigte sollten die Chance haben, im selben Betrieb die Arbeit von morgen zu machen. Bei der geplanten Bildungszeit und -teilzeit könnten Beschäftigte ihre Weiterbildung damit selbst in die Hand nehmen.

    Von

    rtr

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