Handelsblatt App
Jetzt 4 Wochen für 1 € Alle Inhalte in einer App
Anzeigen Öffnen
MenüZurück
Wird geladen.

27.09.2022

19:05

Wirtschaftsforschung

Maja Göpel wechselt doch nicht zum DIW

Von: Julian Olk

Die Politökonomin habe abgesagt, heißt es vonseiten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Die Transformationsforscherin will ein eigenes Zentrum gründen.

Maja Göpel imago images/Future Image

Maja Göpel

Die Forscherin soll dem DIW abgesagt haben.

Berlin Die Politökonomin Maja Göpel wird nicht wie geplant zum Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) wechseln. Das Handelsblatt hatte kürzlich berichtet, DIW-Präsident Marcel Fratzscher versuche die 46-Jährige als Leiterin eines neuen „Centers für Sozial-Ökologische Transformation“ an das Berliner Institut zu holen. Mindestens seit Anfang des Jahres sollen die Verhandlungen gelaufen sein.

„Es gab Gespräche“, bestätigte Göpel nun der „Süddeutschen Zeitung“. Sie habe aber abgesagt, weil bestimmte „Rahmenbedingungen“ nicht erfüllt seien. Welche das sind, gab sie nicht preis. Nach Handelsblatt-Informationen hatte es den Plan gegeben, Göpels Engagement mit einer Professur zu verbinden, was sich aber nicht so leicht umsetzen ließ. Ob das mit ihrer Absage zusammenhängt, ist nicht bestätigt.

Das neue „Center“ am DIW soll „die mit der sozial-ökologischen Transformation verbundenen wissenschaftlichen Fragestellungen bearbeiten, Synergien im Institut heben und Brücken zwischen Themenbereichen“ bauen, hatte eine Institutssprecherin erklärt. Für die Einrichtung gibt es im Umfeld des DIW Zuspruch.

Anders sah das bei Fratzschers Plan aus, Göpel für die Leitung zu verpflichten. Die Forscherin ist vor allem als Buchautorin und Sprecherin bei Veranstaltungen bekannt geworden.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Bis Sommer 2021 war sie am neu gegründeten Hamburger „The New Institute“ tätig. Wie Göpel bringt auch diese Denkfabrik verschiedene Disziplinen zusammen, von Philosophie über Naturwissenschaften bis Ökonomie.

    Kritik an wissenschaftlichen Standards

    Göpel machte 2001 ihr Diplom als Medienwirtin an der Universität Siegen und wurde 2007 an den Universitäten Hamburg und Kassel in politischer Ökonomie promoviert. Unter Wirtschaftswissenschaftlern gilt die politische Ökonomie nicht als gleichwertig zur klassischen, zahlenbasierten Ökonomie.

    Maja Göpel veröffentlichte zwar viel, kaum etwas entspreche aber akademischen Standards, hieß es am Institut. Göpel wies gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ die Kritik zurück: „Wissenschaftlich sauber arbeiten kann ich in unterschiedlichen Formaten.“

    Anstatt am DIW will sie nun ein eigenes Zentrum gründen, an dem sie „den Chancen einer klimagerechten Transformation Aufmerksamkeit“ schenken will. Geldgeber habe sie bereits, 2023 will Göpel die Arbeit an dem Zentrum aufnehmen.

    Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

    Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

    Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

    ×