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23.05.2022

12:00

Wer gilt als geimpft oder genesen? dpa

Aufgezogene Spritzen mit Corona- Impfstoff

In Österreich verfällt nach neun Monaten der Impfstatus der 2. Corona-Impfung.

Impfzertifikat verlängern

Was tun, wenn der Impfnachweis abgelaufen ist?

Reisen ohne gültige Impfzertifikate bleibt schwierig. Viele davon laufen nun ab, die Corona-Apps warnen. Was Nutzer wissen müssen. 

Düsseldorf Das digitale Impfzertifikat – zum Beispiel in der CovPass-App – hat ein Ablaufdatum, das exakt zwölf Monate nach der Grundimmunisierung oder der Auffrischungsimpfung eintritt. Viele Nutzer ohne Booster-Impfung dürften den Zeitraum bereits erreicht oder überschritten haben. 

Dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge handelt es sich dabei um ein technisches Ablaufdatum, was nicht bedeutet, dass kein Impfschutz mehr besteht. Betroffene benötigen nach Angaben des Instituts dann lediglich einen neuen digitalen Nachweis.

Wie kann ich mein Impfzertifikat verlängern?

Die Aktualisierung des Impfnachweises erfolgt über die jeweilige App. Nutzer müssen also nicht in Arztpraxen, Apotheken oder Impfzentren vorstellig werden. So steht etwa für die CovPass-App vor Ablauf der Zertifikate in den App Stores ein Update bereit.

Dabei soll es in jüngster Vergangenheit vermehrt zu Fehlermeldungen beim Aktualisieren der Impfzertifikate gekommen sein. „Die neuste Version der App löst die zugrundeliegenden Probleme für einen reibungslosen Austausch Ihrer Zertifikate“, heißt es in der neusten Version der Cov-Pass-App.   

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    Wer gilt bislang als vollständig geimpft?

    In Deutschland sind Personen vollständig geimpft, wenn die letzte Impfstoffdosis mit einem in der EU zugelassenen Covid-19-Impfstoffe mindestens 14 Tage zurückliegt. Je nach Impfstoff sind bislang eine oder zwei Impfdosen notwendig, um den vollständigen Impfschutz zu erhalten. Dabei sind diese Impfstoffe in Deutschland zugelassen:

    Weiterhin gelten Personen als vollständig geimpft bzw. grundimmunisiert, die sich nach labordiagnostischen Befunden (PCR-Test) mit Corona infiziert haben und vor oder nach überstandener Erkrankung einmalig mit einem Corona-Impfstoff geimpft wurden. Dazu zählen auch Menschen, bei denen Antikörper gegen das Coronavirus nachgewiesen wurden. Liegt bei ihnen die erste Impfstoffdosis zwei Wochen oder länger zurück, gelten sie als vollständig geimpft.

    Neue RKI-Richtlinie: Wer gilt als genesen?

    Genesen sind Personen, deren mittels PCR-Test nachgewiesene Corona-Infektion nicht länger als drei Monate zurückliegt. Im Januar hatte das RKI den Genesenenstatus von sechs auf drei Monate verkürzt. Nun hat das Institut auf seiner Website ergänzt, dass vom verkürzten Genesenenstatus ausschließlich Menschen betroffen seien, die weder vor, noch nach ihrer durchgemachten Infektion eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten haben. 

    Zwischenzeitlich wurde bekannt, dass für Bundestagsabgeordnete – auch nach Verkündigung der RKI-Richtlinie – die Frist von sechs Monaten galt. Grund war die zu der Zeit gültige Allgemeinverfügung, die unter anderem den Zugang zu Gebäuden des Bundestags regelt und von einem Genesenenstatus von sechs Monaten ausging. Das sorgte für Kritik. Die Allgemeinverfügung wurde daraufhin angepasst. 

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    Wer fällt künftig in Deutschland unter „2G“? 

    Die meisten Experten sind sich einig, dass auf lange Sicht die Immunisierung nach der zweiten Impfung unvollständig ist. Die zahlreich gemeldeten Impfdurchbrüche, die auf einem abnehmenden Immunschutz basieren, sprechen eine ähnliche Sprache. Bereits im Mai vergangenen Jahres kündigte Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko), in einem Interview mit der Funke Mediengruppe an: „Das Virus wird uns nicht wieder verlassen. Die aktuellen Corona-Impfungen werden deswegen nicht die letzten sein.“

    Nach wie vor herrscht in einigen Bereichen des öffentlichen Lebens die „2G-plus-Regel“. Das bedeutet: Zutritt erhalten nur Geimpfte und Genesene, die zusätzlich einen negativen Corona-Test vorweisen können. Sind Menschen bereits geboostert, brauchen sie sich in der Regel nicht zusätzlich testen lassen. Zudem gibt es für die Booster-Impfung bislang kein Ablaufdatum. Der Impfstatus gilt vorerst uneingeschränkt.

    Dass künftig unter die Bezeichnung „2G“ in Deutschland diejenigen fallen werden, deren Booster-Impfung 14 Tage zurückliegt, gilt als sicher.   

    Infektionsschutzgesetz: Immunisierungsstatus soll sich ab Oktober ändern

    Medienberichten zufolge plant die Bundesregierung ab Oktober 2022 nur noch dreifach Geimpfte als grundimmunisiert einzustufen. „Zeit Online“ hatte darüber berichtet und beruft sich dabei auf einen Änderungsentwurf des Infektionsschutzgesetzes, der der Redaktion vorliegt. Wer bislang nur zwei Impfdosen erhalten hat, würde den Status als vollständig Geimpfter somit verlieren. 

    Ausnahmen soll es weiterhin für Genesene geben: Wer durch einen PCR-Test nachweisen kann, dass er vor oder nach der zweiten Impfung infiziert war, gilt ebenfalls als vollständig immunisiert. Gleiches gilt für den Nachweis von Antikörpern durch einen Bluttest, der vor der ersten Impfung erfolgt ist.

    Bis Ende September soll es eine Übergangsregel geben, nach der auch Menschen mit nur einer Impfung als vollständig immunisiert gelten, wenn sie darüber hinaus die oben genannten Zusatzbedingungen für Genesene erfüllen.

    Von

    nb

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