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++ Liveblog zur Griechenland-Krise ++

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Griechen demonstrieren für Verbleib in der Eurozone

+++ Griechenland eventuell zu Aussetzung des Referendums bereit +++

Griechenland ist nach den Worten des maltesischen Ministerpräsidenten Joseph Muscat grundsätzlich bereit, das geplante Schuldenreferendum auszusetzen. Voraussetzung sei eine Einigung mit den Gläubigern, sagte Muscat am Dienstagabend im Parlament seines Landes.

+++ Griechenland beantragt rund 29 Milliarden Euro Kredit +++

Die griechische Regierung hat bei den Europartnern einen zweijährigen Kredit in Höhe von rund 29 Milliarden Euro beantragt. Diese Summe solle ausschließlich zur Ablösung fälliger griechischer Schulden im Zeitraum 2015 bis 2017 verwendet werden, heißt es in dem Brief an Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

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    Neben dieser neuen Finanzhilfe aus dem Euro-Hilfsfonds ESM bittet Ministerpräsident Alexis Tsipras darum, dass die bisherigen Schulden beim früheren Rettungsfonds EFSF restrukturiert werden. Diese Schulden sind in der Summe von 29 Milliarden Euro nicht enthalten, weil sie erst in späteren Jahren fällig werden. Ferner strebt Athen eine Brückenfinanzierung an: „Bis der Hilfskredit bewilligt und in Kraft ist, bittet Griechenland um eine Verlängerung des (bestehenden) Programms für einen kurzen Zeitraum, um sicherzustellen, dass keine technische Zahlungsunfähigkeit ausgelöst wird.“

    +++ Obama hat keine Angst vor Ansteckungseffekten +++

    US-Präsident Barack Obama äußerte sich in Washington am Rande einer Pressekonferenz mit der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff zur Zuspitzung der Lage in Griechenland. „Das ist eine sehr besorgniserregende Entwicklung. Aber es betrifft überwiegend Europa“, so Obama. Die USA habe beide Seiten ermutigt, die Verhandlungen weiterzuführen und arbeite mit allen Partnern und der EZB zusammen, um mögliche negative Auswirkungen auf die Finanzmärkte abzumildern. Diese hatten bislang besonnen reagiert. Für die US-Bürger sieht er kaum Grund zur Besorgnis. Die Griechenlandkrise sei kein ernstes Problem für das Finanzsystem insgesamt. Allerdings, warnt der US-Präsident, könnte es Auswirkungen auch auf die USA haben, wenn Europas Wirtschaft nicht so wachsen sollte, wie sie müsste. „Wir nehmen das ernst, aber man sollte nicht überreagieren“, so Obama.

    Griechenland-Krise: Lenkt Tsipras noch ein?

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    Griechenland steht unmittelbar vor der Staatspleite – das Verhältnis zu den Gläubigern ist zerrüttet. Doch ein Annäherungsversuch aus Brüssel bringt den griechischen Premier ins Grübeln. Die Anleger sind noch vorsichtig.

    +++ Merkel schließt Verhandlungen vor Sonntag aus +++

    Bundeskanzlerin Merkel hat Verhandlungen über weitere Hilfszahlungen vor dem für Sonntag geplanten Referendum in Griechenland ausgeschlossen. „Bevor nicht ein Referendum - so wie es geplant ist - durchgeführt wird, werden wir über gar nichts neu verhandeln“, sagte sie am Dienstagabend vor dem Wirtschaftsflügel der Unionsfraktion im Bundestag in Berlin. Griechenland habe „die Entscheidung getroffen, dass heute um Mitternacht das zweite Hilfsprogramm ausläuft“. Den neuen Vorstoß aus Athen bezeichnete Merkel als „noch nicht näher zu klassifizierende Angebote (...) auf Verhandlungen, die wir nicht spezifizieren können“.

    +++ Tausende Demonstranten fordern einen Verbleib in der Euro-Zone +++

    Tausende Menschen versammeln sich in diesen Minuten auf dem Syntagmaplatz in Athen – unter dem Motto „Wir bleiben in Europa“. Viele Menschen haben griechische Nationalflaggen und Europafahnen dabei. Interessant wird sein, wie viele Menschen letztlich an der Kundgebung teilnehmen. Gestern Abend kamen geschätzt 17.000 bis 20.000 Regierungsanhänger an gleicher Stelle zu einer Demo für ein Nein bei der Volksabstimmung am Sonntag. Allerdings: Auch die Größe dieser Kundgebungen lässt keine Prognosen auf den Ausgang des Referendums zu. Am Mittwoch oder Donnerstag dürfte es neue Umfrageergebnisse geben. Dann hat man – vielleicht – ein klareres Bild.

    Griechenland bangt

    Kurz vor Fristablauf: Zehntausende Griechen vereinen sich vor Parlament

    Griechenland bangt: Kurz vor Fristablauf: Zehntausende Griechen vereinen sich vor Parlament

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    +++ Keine Chance auf Rückzahlung der IWF-Schulden +++

    Die Euro-Gruppe wird heute nach Aussage eines Vertreters der Euro-Zone „auf keinen Fall“ Mittel freigeben, damit Griechenland seine am Dienstag fällige IWF-Kreditrate bezahlen kann.

    +++ Standard & Poor's sieht Zahlungsausfall bei griechischen Banken +++

    Die Ratingagentur S&P stuft die vier großen griechischen Banken auf "SD" (Zahlungsausfall in einigen Bereichen) herab. Sie begründet dies mit den von der Regierung verfügten Kapitalverkehrskontrollen.

    Kommentare (130)

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    Account gelöscht!

    30.06.2015, 07:47 Uhr

    Es wird Zeit einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen.
    Wie lange wollen wir uns noch von der griechischen Regierung am Nasenring durch die Euroarena ziehen lassen? Wenn die rechtliche Lage die ist, dass wir niemandem aus der €urozone entlassen können und die Griechen unbedingt den €uro behalten wollen, gibt es noch eine weitere Möglichkeit. Lassen wir den Griechen und dem Rest der €urofanatiker ihren geliebten € und führen den Dexist durch. Ich weiß viele sehen dadruch unsere Wirtschaft und unser weltpolitische Stellung mehr als in Gefahr, aber das hat vor dem € perfekt funktioniert, jetzt muss mir einer erklären warum das nicht auch zukünftig funktionieren soll. Beispiele gefällig. Schweiz, England, Norwegen, Schweden, Dänemark etc. Der leidtragenden griechischen Bevölkerung können wir trotzdem helfen, und sei es mit Lebensmittelpaketen.

    Account gelöscht!

    30.06.2015, 08:14 Uhr

    @ Alfred Hirt
    Griechenland ist nur der Anfang. Ende des Jahres wird Spanien anfangen aufzubegehren. Es sind nicht Griechenland oder andere EURO-Schuldenländer, die an den Pranger zu stellen sind, es ist diese heuchlerische und willkürliche EURO Politik von Merkel, Schäuble, Draghi und anderen Großfinanzmarrionetten. Vor dem EURO hätte erst einmal eine tragfähige Wirtschafts- und Sozialpoltiik in Europa (in den Ländern) vereinheitlicht werden müssen. Und von der Wirtschaftsleistung und Sozialstandards haben wir noch erhebliche Gefälle in Europa zu verzeichnen. Deutschland als Primus mit weiten Vorsprung voraus und die anderen EURO Länder sind teilweise noch auf einen den Stand von Entwicklungsländern mit geringer Wirtschaftsleistung und staatlichen Sozial-Steuerstrukturen.
    Das ist das Problem einer EURO/EU Politik, deren Versagen immer offensichtlicher zu Tage tritt. Und Merkel hat von Anfang an die Weichen mit dem Maastricher Vertragsbruch (ESM) auf die Spaltung der EURO und EU gestellt.
    Eine Politische Führungskraft hätte auf den Einhalt des Maastricher Vertrages gepocht! Merkel ist hier eingeknickt!

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