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++ Liveblog zur Griechenland-Krise ++

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„Wer immer auch anruft, ich nehme immer ab“

Ökonomen zur Griechenland-Krise: „Die Entscheidung der EZB war überfällig“

Ökonomen zur Griechenland-Krise

„Die Entscheidung der EZB war überfällig“

Die EZB friert die Hilfskredite für griechische Banken ein. Führende Ökonomen halten das für richtig. Doch es gibt auch Warnungen vor den dramatischen wirtschaftlichen Folgen für Griechenland – und die Euro-Zone.

+++ Tsipras will nicht der Vollstrecker einer Sparpolitik sein +++
Die linksgerichtete Regierung in Griechenland wird bei der anstehenden Volksabstimmung nach den Worten von Ministerpräsident Alexis Tsipras ein „Ja“ der Bevölkerung zu den Sparauflagen der internationalen Gläubiger respektieren. „Wir werden aber nicht diejenigen sein, die sie ausführen“, sagte Tsipras am Montagabend. Er stehe bereit, die Verhandlungen mit den Europäern wieder aufzunehmen. Sollten sie am Montag ein Angebot unterbreiten, werde Griechenland seine am Dienstag anstehenden Zahlungsverpflichtungen erfüllen. „Mein Telefon ist den ganzen Tag an. Wer immer auch anruft, ich nehme immer ab.“

+++ Premier setzt auf ein starkes „Nein“ +++
Im griechischen Fernsehen forderte Alexis Tsipras seine Landsleute auf, bei dem Referendum den Spar- und Reformforderungen der internationalen Gläubiger eine Absage zu erteilen. Je stärker das „Nein“ ausfalle, desto stärker werde die Position Griechenlands in darauffolgenden Verhandlungen sein. Die internationalen Gläubiger und das hoch verschuldete Euro-Land können sich nicht auf die Bedingungen für weitere Finanzhilfen einigen. Am Dienstag läuft das Hilfsprogramm für Griechenland aus, dann droht dem Land die Pleite. Tsipras lehnt die Sparauflagen ab und hat für Sonntag eine Volksabstimmung über die Forderungen der Gläubiger angesetzt.

Börse Frankfurt: Dax schließt mehr als 400 Punkte tiefer

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Dax schließt mehr als 400 Punkte tiefer

Der Dax konnte zwar einen Teil seiner Verluste wieder wettmachen. Dennoch drückte ihn die Griechenland-Krise mehr als 400 Punkte ins Minus. Statt bei Aktien griffen die Anleger heute lieber bei Bundesanleihen zu.

+++ Tsipras bringt Rücktritt ins Spiel +++

Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras verbindet seine politische Zukunft mit dem Ausgang der Volksabstimmung über den Spar- und Reformkurs. Wenn bei dem Referendum über die Forderungen der internationalen Geldgeber am Sonntag ein „Ja“ herauskomme, „bin ich nicht für alle Zeiten Ministerpräsident“, sagte Tsipras am Montagabend in Athen in einem Interview des staatlichen Fernsehens. Details über das weitere Vorgehen nach der Abstimmung nannte er allerdings nicht. Er sagte lediglich: „Ziel der Volksabstimmung ist die Fortsetzung der Verhandlungen.“

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    +++ Tausende demonstrieren in Athen für Tsipras-Kurs +++

    Rund 13.000 Menschen haben am Montagabend in der griechischen Hauptstadt Athen vor dem Parlament für den Kurs ihrer Regierung demonstriert. Das teilte die Polizei mit. Die Protestler schwenkten griechische Fahnen und skandierten: „Nehmt das Rettungspaket und geht.“ An dem Protesten nahmen auch Kabinettsmitglieder teil – in Freizeitkleidung.

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    Kommentare (130)

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    Account gelöscht!

    30.06.2015, 07:47 Uhr

    Es wird Zeit einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen.
    Wie lange wollen wir uns noch von der griechischen Regierung am Nasenring durch die Euroarena ziehen lassen? Wenn die rechtliche Lage die ist, dass wir niemandem aus der €urozone entlassen können und die Griechen unbedingt den €uro behalten wollen, gibt es noch eine weitere Möglichkeit. Lassen wir den Griechen und dem Rest der €urofanatiker ihren geliebten € und führen den Dexist durch. Ich weiß viele sehen dadruch unsere Wirtschaft und unser weltpolitische Stellung mehr als in Gefahr, aber das hat vor dem € perfekt funktioniert, jetzt muss mir einer erklären warum das nicht auch zukünftig funktionieren soll. Beispiele gefällig. Schweiz, England, Norwegen, Schweden, Dänemark etc. Der leidtragenden griechischen Bevölkerung können wir trotzdem helfen, und sei es mit Lebensmittelpaketen.

    Account gelöscht!

    30.06.2015, 08:14 Uhr

    @ Alfred Hirt
    Griechenland ist nur der Anfang. Ende des Jahres wird Spanien anfangen aufzubegehren. Es sind nicht Griechenland oder andere EURO-Schuldenländer, die an den Pranger zu stellen sind, es ist diese heuchlerische und willkürliche EURO Politik von Merkel, Schäuble, Draghi und anderen Großfinanzmarrionetten. Vor dem EURO hätte erst einmal eine tragfähige Wirtschafts- und Sozialpoltiik in Europa (in den Ländern) vereinheitlicht werden müssen. Und von der Wirtschaftsleistung und Sozialstandards haben wir noch erhebliche Gefälle in Europa zu verzeichnen. Deutschland als Primus mit weiten Vorsprung voraus und die anderen EURO Länder sind teilweise noch auf einen den Stand von Entwicklungsländern mit geringer Wirtschaftsleistung und staatlichen Sozial-Steuerstrukturen.
    Das ist das Problem einer EURO/EU Politik, deren Versagen immer offensichtlicher zu Tage tritt. Und Merkel hat von Anfang an die Weichen mit dem Maastricher Vertragsbruch (ESM) auf die Spaltung der EURO und EU gestellt.
    Eine Politische Führungskraft hätte auf den Einhalt des Maastricher Vertrages gepocht! Merkel ist hier eingeknickt!

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