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25 Jahre Maastricht-Vertrag

Die wichtigsten Momente der Europäischen Union

Vor 25 Jahren wurde der Maastricht-Vertrag unterzeichnet – die Geburtsstunde der EU. Doch die Geschichte der Europäischen Union verlief nicht immer so, wie es sich die Gründerväter vorgestellt hatten.

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Dem Anfang wohnte wenig Zauber inne, dafür bittere Ironie. Erst die verheerende Erfahrung zweier Weltkriege und der sich anbahnende Ost-West-Konflikt verhalfen der europäischen Idee zum Durchbruch. Der damalige britische Premierminister Winston Churchill hatte in einer Rede für die Gründung der „Vereinigten Staaten von Europa“ plädiert, am 18. April 1951 legten sechs Unterschriften den Grundstein für die spätere Europäische Union – die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS), die aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und der Niederlande bestand. dpa - picture alliance

1951: Pariser Vertrag

Dem Anfang wohnte wenig Zauber inne, dafür bittere Ironie. Erst die verheerende Erfahrung zweier Weltkriege und der sich anbahnende Ost-West-Konflikt verhalfen der europäischen Idee zum Durchbruch. Der damalige britische Premierminister Winston Churchill hatte in einer Rede für die Gründung der „Vereinigten Staaten von Europa“ plädiert, am 18. April 1951 legten sechs Unterschriften den Grundstein für die spätere Europäische Union – die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS), die aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und der Niederlande bestand.

Bild: dpa - picture alliance

Die „Römischen Verträge“ (links im Bild Konrad Adenauer bei der Unterzeichnung) von 1957 bündelten den Wirtschaftsraum Frankreichs, Deutschlands, Italiens und der Benelux-Länder in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Was heute selbstverständlich ist, war damals einmalig: ein gemeinsamer Binnenmarkt, der Abbau von Zollschranken und eine abgestimmte Handelspolitik gegenüber Drittstaaten. dpa - picture alliance

1957: Römische Verträge

Die „Römischen Verträge“ (links im Bild Konrad Adenauer bei der Unterzeichnung) von 1957 bündelten den Wirtschaftsraum Frankreichs, Deutschlands, Italiens und der Benelux-Länder in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Was heute selbstverständlich ist, war damals einmalig: ein gemeinsamer Binnenmarkt, der Abbau von Zollschranken und eine abgestimmte Handelspolitik gegenüber Drittstaaten.

Bild: dpa - picture alliance

Im Juni 1979 konnten die Bürger in Europa zum ersten Mal direkt wählen, welche Politiker sie im Europäischen Parlament vertreten sollen. Das war ein Novum mit dem Ziel, die Legitimität des Parlaments zu erhöhen. Zuvor wurden die EU-Parlamentarier von den nationalen Parlamenten entsandt. dpa

1979: Erste Direktwahl des Europaparlaments

Im Juni 1979 konnten die Bürger in Europa zum ersten Mal direkt wählen, welche Politiker sie im Europäischen Parlament vertreten sollen. Das war ein Novum mit dem Ziel, die Legitimität des Parlaments zu erhöhen. Zuvor wurden die EU-Parlamentarier von den nationalen Parlamenten entsandt.

Bild: dpa

Mit dem Schengener-Abkommen fallen im Jahr 1985 die Grenzkontrollen zwischen den beteiligten Nationen weg. Außerdem einigten sich die Staaten auf Regeln für die Zusammenarbeit bei Asylanträgen und eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Polizei. Die Gründungsmitglieder des Schengen-Raumes waren Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, die Niederlande, Portugal und Spanien. AP

1985: Schengener-Abkommen

Mit dem Schengener-Abkommen fallen im Jahr 1985 die Grenzkontrollen zwischen den beteiligten Nationen weg. Außerdem einigten sich die Staaten auf Regeln für die Zusammenarbeit bei Asylanträgen und eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Polizei. Die Gründungsmitglieder des Schengen-Raumes waren Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, die Niederlande, Portugal und Spanien.

Bild: AP

Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (links) und Bundesfinanzminster Theo Waigel unterzeichneten am 7. Februar 1992 in Maastricht den Vertrag zur Wirtschafts- und Währungsunion der Europäischen Gemeinschaft. Es war die Geburtsstunde der „Europäische Union“. Die EU besteht seitdem aus drei Säulen: Erstens aus der Europäische Gemeinschaft (EG) mit der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM) und der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). Zweitens aus der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik. Und drittens aus der Zusammenarbeit in den Bereichen Justiz und Inneres. picture-alliance/ dpa

1992: Vertrag von Maastricht

Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (links) und Bundesfinanzminster Theo Waigel unterzeichneten am 7. Februar 1992 in Maastricht den Vertrag zur Wirtschafts- und Währungsunion der Europäischen Gemeinschaft. Es war die Geburtsstunde der „Europäische Union“. Die EU besteht seitdem aus drei Säulen: Erstens aus der Europäische Gemeinschaft (EG) mit der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM) und der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). Zweitens aus der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik. Und drittens aus der Zusammenarbeit in den Bereichen Justiz und Inneres.

Bild: picture-alliance/ dpa

Der Reformvertrag von Nizza war die Grundlage für die EU-Erweiterung um zehn weitere Mitgliedsstaaten. Die Staats- und Regierungschefs unterzeichneten den Vertrag am 26. Februar 2001, knapp drei Jahre später tritt er endgültig in Kraft. Damit verbunden waren auch einige institutionelle Reformen. So wurden die Stimmen im Rat neu gewichtet und die Zahl der Sitze im Parlament neu verteilt. Deutschland konnte als einziger Mitgliedsstaat seine 99 Sitze behalten. picture-alliance / dpa

2001: Vertrag von Nizza

Der Reformvertrag von Nizza war die Grundlage für die EU-Erweiterung um zehn weitere Mitgliedsstaaten. Die Staats- und Regierungschefs unterzeichneten den Vertrag am 26. Februar 2001, knapp drei Jahre später tritt er endgültig in Kraft. Damit verbunden waren auch einige institutionelle Reformen. So wurden die Stimmen im Rat neu gewichtet und die Zahl der Sitze im Parlament neu verteilt. Deutschland konnte als einziger Mitgliedsstaat seine 99 Sitze behalten.

Bild: picture-alliance / dpa

Am 1. Januar 2002 führten zwölf EU-Staaten den Euro als Bargeld ein. Bereits drei Jahre zuvor wurde er im Finanzsystem als Buchgeld eingeführt. Heute umfasst die Euro-Zone 19 Staaten. Außerdem haben Andorra, Monaco, San Marino und der Vatikan eigene Euromünzen, sind aber nicht Mitglied der Eurozone. dpa

2002: Einführung des Euro

Am 1. Januar 2002 führten zwölf EU-Staaten den Euro als Bargeld ein. Bereits drei Jahre zuvor wurde er im Finanzsystem als Buchgeld eingeführt. Heute umfasst die Euro-Zone 19 Staaten. Außerdem haben Andorra, Monaco, San Marino und der Vatikan eigene Euromünzen, sind aber nicht Mitglied der Eurozone.

Bild: dpa

Die Ost-Erweiterung am 1. Mai ist die größte in der Geschichte der Europäischen Union. Zehn Staaten wurden gleichzeitig Mitglied der Union. Zypern, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Malta, Polen, die Tschechische Republik, Slowakei und Slowenien traten dem Staatenbund gleichzeitig bei. Vorausgegangen waren langjährige Verhandlungen und die Vertragsreform in Nizza im Jahr 2001. dpa

2004: Osterweiterung

Die Ost-Erweiterung am 1. Mai ist die größte in der Geschichte der Europäischen Union. Zehn Staaten wurden gleichzeitig Mitglied der Union. Zypern, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Malta, Polen, die Tschechische Republik, Slowakei und Slowenien traten dem Staatenbund gleichzeitig bei. Vorausgegangen waren langjährige Verhandlungen und die Vertragsreform in Nizza im Jahr 2001.

Bild: dpa

Am 13. Dezember 2007 unterzeichneten die Staats- und Regierungschefs – hier Kanzlerin Merkel und der damalige Außenminister Steinmeier – den Vertrag von Lissabon. Neu sind damit unter anderem der Posten des EU-Ratspräsidenten, der für zweieinhalb Jahre den Vorsitz im Europäischen Rat übernimmt, und die des Hohen Vertreters für die Außen- und Sicherheitspolitik, der zugleich Vizepräsident der Europäischen Kommission ist. dpa

2007: Vertrag von Lissabon

Am 13. Dezember 2007 unterzeichneten die Staats- und Regierungschefs – hier Kanzlerin Merkel und der damalige Außenminister Steinmeier – den Vertrag von Lissabon. Neu sind damit unter anderem der Posten des EU-Ratspräsidenten, der für zweieinhalb Jahre den Vorsitz im Europäischen Rat übernimmt, und die des Hohen Vertreters für die Außen- und Sicherheitspolitik, der zugleich Vizepräsident der Europäischen Kommission ist.

Bild: dpa

Im Oktober 2009 kündigte die griechische Regierung an, dass das Defizit für das laufende Jahr mehr als doppelt so hoch ausfallen wird wie geplant. Im April 2010 einigten sich die Euro-Finanzminister auf ein erstes Rettungspaket. Es folgten zwei weitere Rettungspakete, aus denen die Griechen insgesamt 248 Milliarden Euro bekommen haben. dpa

2009: Schuldenkrise

Im Oktober 2009 kündigte die griechische Regierung an, dass das Defizit für das laufende Jahr mehr als doppelt so hoch ausfallen wird wie geplant. Im April 2010 einigten sich die Euro-Finanzminister auf ein erstes Rettungspaket. Es folgten zwei weitere Rettungspakete, aus denen die Griechen insgesamt 248 Milliarden Euro bekommen haben.

Bild: dpa

Der EU-Beitritt Kroatiens am 1. Juli 2013 war der vorerst letzte Erweiterungsschritt der Union, damit wuchs die EU auf 28 Mitgliedsstaaten. Zuvor stimmten die Bürger Kroatiens in einer Volksabstimmung mit etwa 67 Prozent der Stimmen für den Beitritt. picture alliance / Eibner-Presse

2013: EU-Beitritt Kroatiens

Der EU-Beitritt Kroatiens am 1. Juli 2013 war der vorerst letzte Erweiterungsschritt der Union, damit wuchs die EU auf 28 Mitgliedsstaaten. Zuvor stimmten die Bürger Kroatiens in einer Volksabstimmung mit etwa 67 Prozent der Stimmen für den Beitritt.

Bild: picture alliance / Eibner-Presse

Frieren in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft: Alleine im vergangenen Jahr kamen rund 180.000 Flüchtlinge mit Hilfe von Schleusern über das Mittelmeer nach Italien. Mehr als 4.000 Menschen ertranken bei diesen lebensgefährlichen Überfahrten. Die EU möchte sich bei ihrer Flüchtlingspolitik künftig auf Libyen konzentrieren. Von hier aus brechen die aktuell die meisten Flüchtlinge nach Europa auf. dpa

2016: Flüchtlingskrise

Frieren in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft: Alleine im vergangenen Jahr kamen rund 180.000 Flüchtlinge mit Hilfe von Schleusern über das Mittelmeer nach Italien. Mehr als 4.000 Menschen ertranken bei diesen lebensgefährlichen Überfahrten. Die EU möchte sich bei ihrer Flüchtlingspolitik künftig auf Libyen konzentrieren. Von hier aus brechen die aktuell die meisten Flüchtlinge nach Europa auf.

Bild: dpa

Bei einem Referendum am 23. Juni 2016 stimmten 51,89 Prozent der Wähler Großbritanniens für den Austritt aus der Union. Seitdem laufen in London und Brüssel die Vorbereitungen für die konkreten Verhandlungen über den Austritt. Laut EU-Vertrag müssen die Verhandlungen innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen sein. Es ist das erste Mal, dass ein Land aus der EU austreten möchte. picture alliance / AP Photo

2016: Brexit

Bei einem Referendum am 23. Juni 2016 stimmten 51,89 Prozent der Wähler Großbritanniens für den Austritt aus der Union. Seitdem laufen in London und Brüssel die Vorbereitungen für die konkreten Verhandlungen über den Austritt. Laut EU-Vertrag müssen die Verhandlungen innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen sein. Es ist das erste Mal, dass ein Land aus der EU austreten möchte.

Bild: picture alliance / AP Photo

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