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27.01.2020

17:34

72.000 Euro für Zimmer

EU-Kommission verteidigt Kosten für von der Leyens Einzimmer-Wohnung

Von der Leyen will als Präsidentin der EU-Kommission direkt neben ihrem Büro wohnen. Dafür wurde extra eine Einzimmer-Wohnung eingerichtet.

Anders als ihr Vorgänger Jean-Claude Juncker, der während seiner Amtszeit in einem Hotel in Brüssel wohnte, wollte Ursula von der Leyen direkt neben ihrem Büro wohnen. AFP

Ursula von der Leyen

Anders als ihr Vorgänger Jean-Claude Juncker, der während seiner Amtszeit in einem Hotel in Brüssel wohnte, wollte Ursula von der Leyen direkt neben ihrem Büro wohnen.

Brüssel Die EU-Kommission hat die Kosten für die Unterbringung ihrer neuen Präsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel verteidigt. „Wir haben nie gesagt, dass es keine Kosten gibt“, sagte Chefsprecher Eric Mamer am Montag in Brüssel.

Mamer reagierte damit auf einen Artikel der französischen Zeitung „Libération“, wonach die Einrichtung einer Einzimmer-Wohnung für von der Leyen die EU bisher 72.000 Euro gekostet habe. „Es ist offensichtlich, dass wenn ein Präsident oder eine Präsidentin der Institution ihr Amt antritt, dies Kosten nach sich ziehen kann für die Anpassung seiner Wohnung.“

Für die Präsidentin sei im zentralen Verwaltungsgebäude der Brüsseler Behörde, dem Berlaymont, ein 16 Quadratmeter großes Zimmer mit angrenzender Dusche hergerichtet worden, sagte der Chefsprecher. Aufwand und Kosten seien verhältnismäßig, sagte Mamer und erwähnte in diesem Zusammenhang auch den notwendigen Schutz der Kommissionspräsidentin.

Die Zeitung hatte weiter berichtet, von der Leyen erhalte für ihre Unterkunft in Brüssel eine Zulage von 4185 Euro monatlich. Auf 1500 Euro davon verzichte die Kommissionspräsidentin wegen des Zimmers im Berlaymont-Gebäude. Auf die von „Libération“ genannten Zahlen ging der Chefsprecher zunächst nicht näher ein.

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    Anders als ihr Vorgänger Jean-Claude Juncker, der während seiner Amtszeit in einem Hotel in Brüssel wohnte, wollte Ursula von der Leyen direkt neben ihrem Büro wohnen. Als Vorteil hob sie hervor, dass der Kommissionssitz ohnehin stark gesichert werde und es deswegen keinen zusätzlichen Sicherungsaufwand für eine andere Unterkunft in Brüssel brauche. Zudem werde von der Leyen nicht morgens und abends mit ihrem Fahrer im Stau stehen.

    Den Statuten der EU zufolge müssen sich die Kommissare und der Kommissionspräsident ebenso wie ihre Beamten in Brüssel niederlassen. Bei ihrer Ankunft in der EU-Hauptstadt erhalten sie einen üppigen „Eingewöhnungszuschuss“, der zwei Monatseinkommen entspricht.

    Mehr: Die Handydaten sollten als Beweismittel in der Berateraffäre dienen. Doch laut Berichten wurden sie von beiden Diensthandys gelöscht – teilweise wohl von der Ministerin selbst.

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