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Bildungsstudie

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Franzosen verstehen nichts von Technik

In der Studie werden einige Beispielaufgaben dargestellt. Was das Lesevermögen angeht, beginnt der Test auf der niedrigsten Stufe mit einem Zeitungsartikel über den Verkauf von Generika in der Schweiz. Im Text und in einer Grafik wird dargestellt, wie unterschiedlich hoch die Verkäufe von „Nachahmer“-Arzneimitteln in verschiedenen Ländern sind. Der Leser muss verstehen können, dass Prozentsätze von verkauften Medikamenten und Marktanteile ein identisches Merkmal sind.

Bei den Aufgaben zur Problemlösung steigen die Anforderungen in der höchsten Stufe bis zu der Fähigkeit, knappe Ressourcen mit Hilfe von Informationstechnik optimal zu verteilen: Per E-Mail eingehende Anfragen nach Konferenzräumen müssen verteilt und beantwortet, in manchen Fällen aber auch abschlägig beschieden werden – eine Aufgabe, die an lineare Optimierung grenzt und erfordert, dass man ein Mailprogramm beherrscht.

Der dritte Teil des Tests, die Problemlösung mit Hilfe eines Computers, bereitete den Teilnehmern die meisten Schwierigkeiten. In Deutschland konnten 12,6 Prozent der Testpersonen keine Computer-Maus bedienen. Von den Erwachsenen, die den Computer-Test machten, waren die meisten lediglich in der Lage, einfache Probleme lösen, wie zum Beispiel das Einsortieren von E-Mails in bereits angelegte Ordner. Komplexere Aufgaben wie das Navigieren über Webseiten und eigenständige Problemlösungen in mehreren Schritten beherrschte dagegen nur 36 Prozent.

In anderen Ländern sieht es noch schlechter aus: So fehlen 23 Prozent der Erwachsenen in Italien, Korea, Polen, der Slowakei und Spanien selbst rudimentäre Fähigkeiten im Umgang mit Informationstechnologien. Kurioserweise stellt die OECD fest, dass in diesen Ländern aber sogar Menschen mit gewissen Erfahrungen im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) bei der Lösung der Problemstellungen versagten. Absolutes Schlusslicht in diesem Bereich ist Frankreich.

Der Anteil der „IKT-Analphabeten“ sinkt dagegen in den Niederlanden, Norwegen und Schweden auf unter sieben Prozent. Ein Grund mehr für die OECD, darauf hinzuweisen, dass in der Informationsgesellschaft die laufende Weiterbildung ein unverzichtbarer Schlüssel ist.


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Kommentare (34)

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08.10.2013, 13:58 Uhr

Alle Jahre wieder...erzählt man uns wie doof wirsind und wie schlau alle anderen - ich frage mich nur, wo unser Erfolg herkommt :)
Auch nicht lange her, da hat man uns erzählt wir hätten zuwenig Hochschulabsolventen- jetzt kopieren die Schlauen von einst unser duales Ausbildungssystem !
Ich bleib dann mal doof :)

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08.10.2013, 14:04 Uhr

Für den Erfolg sind nur wenige zuständig. Die meisten sind Trittbrettfahrer.
Und klar: Die Deutschen sind verblödet. Da hilft auch nicht Ihre Attitüde: "Wir sind wieder wer." Oder noch besser: "Wir sind so toll, uns kann keiner."

Account gelöscht!

08.10.2013, 14:19 Uhr

Was für ein Erfolg? Daß wir die Titanic gebaut und wir alle drauf Platz gefunden haben haben!?

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