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30.04.2018

10:38 Uhr

Bürgerkrieg

26 Tote bei Raketenangriff auf syrischen Militärstützpunkt

Erneut meldet eine Beobachtungsstelle in Syrien einen Raketenangriff auf regierungstreue Kämpfer. Israel soll für den Angriff verantwortlich sein.

Das Symbolbild zeigt schwarze Wolken am Himmel von Damaskus. AFP

Syrien

Das Symbolbild zeigt schwarze Wolken am Himmel von Damaskus.

BeirutBei einem Raketenangriff im Norden Syriens sind nach Angaben von Beobachtern 26 regierungstreue Kämpfer getötet worden, die meisten von ihnen Iraner. Der Angriff in der Nacht zu Montag sei offenbar von Israel ausgeführt worden, erklärte die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte weiter.

Ziel sei ein Waffenlager für Boden-Boden-Raketen in einem als Brigade 47 bekannten Stützpunkt gewesen. Unter den Opfern seien auch vier Syrer. Mehr als 60 Kämpfer seien verletzt worden, mehrere würden noch vermisst. Die Zahl der Toten könne daher noch steigen, erklärte die Beobachtungsstelle.

Das syrische Staatsfernsehen hatte am frühen Montagmorgen von Angriffen auf Außenposten des Militärs berichtet. Es handele sich um eine „neue Aggression“, hieß es. Die Geschosse seien auf Stellungen in den ländlichen Regionen von Aleppo und Hama gerichtet worden.

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Die Brigade 47 setzt sich aus syrischen Regierungstruppen und iranischen Kräften zusammen. Teheran hat Tausende iranische Kämpfer nach Syrien entsandt, die in dem seit sieben Jahren andauernden Bürgerkrieg die Truppen von Präsident Baschar al-Assad unterstützen.

Das iranische Staatsfernsehen berichtete unter Berufung auf syrische Medien über den Angriff. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Isna berichtete unter Berufung auf „örtliche Quellen und Aktivisten“, bei dem Angriff in einem Vorort von Hama seien 18 Iraner getötet worden, darunter ein Kommandeur.

Der oppositionelle syrische Medienaktivist Mohammed Raschid sagte, der angegriffene Stützpunkt liege etwa zehn Kilometer außerhalb der Stadt Hama. Es habe mehrere Explosionen in dem Waffenlager gegeben, einige der explodierenden Raketen hätten Teile von Hama getroffen. Einwohner seien aus ihren Häusern geflohen.

Der Stützpunkt werde von iranischen und vom Iran unterstützten Kämpfern aus dem Libanon, Irak, Afghanistan und Pakistan betrieben, sagte Raschid.

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Vor weniger als zwei Wochen hatte es einen ähnlichen Bericht über Luftangriffe auf militärische Einrichtungen in der Region rund um Homs und im Umkreis von Damaskus gegeben. Anschließend sprach das syrische Militär von einem falschen Alarm.

Anfang des Monats wurden sieben iranische Militärkräfte am syrischen Stützpunkt T4 bei Homs durch einen Luftangriff getötet. Syrien, Iran und Russland machten Israel für die Attacke verantwortlich. Israel äußerte sich nicht dazu.

Von

ap

Kommentare (5)

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Herr Kurt Bäcker

30.04.2018, 11:35 Uhr

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Diskutieren erwünscht – aber richtig“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Frau Lana Ebsel

30.04.2018, 11:39 Uhr

es ist nicht mehr komisch, aber manche dürfen alles.

Herr Hans Henseler

30.04.2018, 12:10 Uhr

Buergerkrieg? Die Israelis sind meines Wissens nicht Buerger Syriens. Die internationale
Gemeinschaft reagiert ueberhaupt nicht. Voelkerrecht existiert hoechstens irgendwo in der
Cloud. Amerikaner und Israelis machen was sie lustig sind. Und falls mal jemand zurueck-
schlaegt sind wir als Verbuendete der Amerikaner gefordert.

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