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09.06.2019

14:00

CDU

Armin Laschet warnt vor einer Abkehr von Merkels Kurs

Der NRW-Ministerpräsident sieht den Erfolg der CDU im Mitte-Kurs der Kanzlerin. Eine eigene Kanzlerkandidatur hält er sich offen.

Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen will sich nicht zur Kanzlerfrage äußern sondern sich lieber auf NRW konzentrieren. dpa

Armin Laschet

Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen will sich nicht zur Kanzlerfrage äußern sondern sich lieber auf NRW konzentrieren.

BerlinDer stellvertretende CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer vor einer Abkehr vom Mitte-Kurs der Kanzlerin gewarnt. „Das Erfolgsrezept der CDU in der Kanzlerschaft von Angela Merkel war nicht zuletzt, Probleme pragmatisch zu lösen und über die CDU-Stammwähler hinaus viele Bürger anzusprechen. Daran sollten wir festhalten“, sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident der „Welt am Sonntag“. Er antwortete damit auf die Frage, ob die CDU sich in den letzten Monaten zu sehr von Merkel wegbewegt habe und ob dies ein Fehler sei.

Mit Kramp-Karrenbauers Wahl zur Parteivorsitzenden ist nach Laschets Worten noch keine Entscheidung über die nächste Kanzlerkandidatur verbunden: „Annegret Kramp-Karrenbauer hat vorgeschlagen, die Kanzlerkandidatur auf dem CDU-Parteitag Ende 2020 zu entscheiden. Ende 2020 ist nicht heute und nicht jetzt.“ Die Frage, ob er selbst für eine Kanzlerkandidatur zur Verfügung stehe, ließ er offen: „Diese Frage steht zurzeit nicht an. Ich bin intensiv mit meiner Aufgabe in Nordrhein-Westfalen beschäftigt und konzentriere mich mit der FDP darauf, unser Land voranzubringen.“

Auf die weitere Frage, ob das Experiment einer Trennung von Kanzlerschaft und Parteivorsitz gescheitert sei, legte Laschet sich ebenfalls nicht fest und sagte lediglich: „Es kann erfolgreich sein.“

Kramp-Karrenbauer als Merkels Wunschnachfolgerin hatte sich nach der Übernahme des CDU-Vorsitzes mit einigen konservativen Signalen von dieser abgesetzt. Sie steht angesichts sinkender Umfragewerte für die Union und sie selbst stark unter Druck. Als Vorsitzende hätte sie eigentlich den ersten Zugriff auf eine Kanzlerkandidatur. Neben Laschet werden aber auch dem unterlegenen Vorsitzkandidaten Friedrich Merz Ambitionen darauf nachgesagt.

Mehr: Das Wahldebakel der SPD wächst sich zur Sinnkrise der GroKo aus. Kanzlerin Merkel muss entscheiden, ob sie noch einmal einen großen Wurf wagt – etwa im Klimaschutz.

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Von

dpa

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