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26.05.2022

10:12

Corona-Pandemie

Schanghai öffnet sich nach Corona-Lockdown zögerlich weiter

In Schanghai wird teilweise gelockert, von einer Erholung ist der Wirtschaftsstandort aber noch weit entfernt. Um die Wirtschaft anzukurbeln, sollen mehr Kredite bewilligt werden.

Im März hatte Schanghai wegen wieder aufflammender Corona-Infektionen einen weitgehenden Lockdown verhängt. Reuters

Schanghai

Im März hatte Schanghai wegen wieder aufflammender Corona-Infektionen einen weitgehenden Lockdown verhängt.

Peking Nach einem wochenlangen Corona-Lockdown bereitet sich Chinas 25-Millionen-Metropole Schanghai auf die Rückkehr zur Normalität vor. Von einer Erholung ist Chinas bedeutendster Wirtschaftsstandort aber noch weit entfernt. Während Einkaufszentren und Kaufhäuser am 1. Juni ihre Türen öffnen, können einige Schüler ab dem 6. Juni in die Schulen zurückkehren, berichten chinesische Staatsmedien am Donnerstag an.

So nehmen Schüler und Schülerinnen der zweiten und dritten Klasse der Oberschule in Schanghai dann wohl wieder den Unterricht auf dem Campus auf. Ab dem 13. Juni werden die Schüler der letzten Klasse der Junior High School vermutlich in ihre Klassenzimmer zurückkehren, nachdem sie fast drei Monate lang am Online-Unterricht teilgenommen haben.

Ministerpräsident Li Keqiang hatte am Mittwoch einen düsteren Blick auf die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft gegeben. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten seien in einigen Bereichen größer als im Jahr 2020, als das Land zum ersten Mal vom Covid-19-Ausbruch getroffen worden sei. China werde sich aber bemühen, im zweiten Quartal ein „angemessenes“ Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu erreichen. Viele Ökonomen erwarten indes ein schrumpfendes BIP in dem Zeitraum, nachdem es zum Jahresauftakt noch um 4,8 Prozent gestiegen war.

Um die Wirtschaft anzukurbeln, sollen mehr Kredite an kleinere Unternehmen bewilligt werden, wie die Zentralbank ankündigte. Die Finanzinstitute seien aufgefordert, die Kreditvergabe an zentrale und westliche Regionen sowie von Corona-Ausbrüchen betroffene Gebiete zu bevorzugen.

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    Das Finanzministerium kündigte zudem an, dass den Fluggesellschaften bis 20. Juli Subventionen angeboten würden, um den durch die Pandemie verursachten Abschwung und die gestiegenen Ölpreise zu verkraften. Die Inlandsflüge waren durch Chinas Null-Covid-Strategie eingebrochen. Die in Schanghai ansässige Airline China Eastern teilte mit, die Passagierzahlen seien im April gegenüber dem Vorjahr um 90,7 Prozent gesunken.

    Der Auto-Verband PCA teilte indes mit, dass die nationalen Fahrzeugverkäufe in den ersten drei Maiwochen im Vergleich zum Vormonat um 34 Prozent gestiegen seien. Allerdings lägen sie damit immer noch 16 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

    Im März hatte Schanghai wegen wieder aufflammender Corona-Infektionen einen weitgehenden Lockdown verhängt. Das öffentliche Leben wurde in zwei Stufen bis zum 5. April heruntergefahren. Mitte April wurde einzelnen Unternehmen aus Bereichen wie der Autoindustrie, den Biotechnologie, der Chemie und der Halbleiter-Produktion erlaubt, die Produktion zum Teil und unter strengen Auflagen wiederaufzunehmen.

    Am Donnerstag hatten die Behörden von 338 neuen lokal übertragenen Corona-Infektionen berichtet. Das war die niedrigste Zahl seit Mitte März und weit entfernt von den zehntausenden auf dem Höhepunkt des Ausbruchs im April.

    Von

    rtr

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