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29.06.2015

10:04

Drohender Grexit

Schock für Europa

Von: Ruth Berschens, Jan Hildebrand, Jens Münchrath

Die Staatspleite Griechenlands ist kaum mehr zu vermeiden. Europa richtet alle Kraft darauf, die Ansteckungsgefahren für den Euro einzudämmen. Doch zunächst gilt es, dass erwartete Chaos in Griechenland einzudämmen.

Blitz und Donner über Athen: „Die Staatspleite ist kaum mehr zu vermeiden.“ dpa

Gewitter über der Akropolis

Blitz und Donner über Athen: „Die Staatspleite ist kaum mehr zu vermeiden.“

Berlin, Brüssel, Düsseldorf Ob EZB-Chef Mario Draghi, Finanzminister Wolfgang Schäuble oder EU-Kommissions-Präsident Jean-Claude Juncker – sie alle haben versichert: Europa ist für einen Ausstieg Griechenlands aus der Währungsunion gerüstet.

Doch seit dem Wochenende wirken diese Aussagen wie eine Selbstbeschwörung. Nachdem die griechische Regierung ein Plebiszit über den möglichen Kompromiss mit den EU-Partnern ankündigte und Brüssel daraufhin das laufende Hilfsprogramm für Athen für beendet erklärte, ist auf dem alten Kontinent nichts mehr, wie es war.

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Der EU-Kommissar hofft im Interview mit dem Handelsblatt, dass Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras noch einlenkt. Das Risiko, dass Deutschland einen Teil der Kredite abschreiben muss, sei jedoch gestiegen.

„Die Staatspleite ist kaum mehr zu vermeiden“, sagt ein Euro-Retter. Und das Risiko ist groß, dass es auch der Anfang vom Ende Athens in der Euro-Zone war. Weltweit bereiten sich Politiker und Finanzmarktteilnehmer auf den Tag X vor. Die sieben wichtigsten Industriestaaten (G7) beriefen am Sonntag eine Telefonkonferenz ein. Die europäischen Bankenaufseher (SSM) schalteten sich zusammen, ebenso der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB).

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