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14.10.2022

11:52

Elektroauto-Subventionen

„Verräter, Bastarde“ – Wie die USA enge Verbündete gegen sich aufbringen

Von: Martin Kölling

PremiumDas Paket zur Eindämmung der Inflation ist daheim ein Sieg für US-Präsident Biden, doch für die Autoindustrie in Ostasien ist es ein Desaster. Die Geschichte eines Eklats.

Der US-Präsident hat mit seinem Inflationen Reduction Act ein großes Investitionspaket auf den Weg gebracht. Die Elektroautoindustrie Japan und Korea trifft das schwer. AP

US-Präsident Joe Biden (M.), Japans Premier Fumio Kishida (l. ) und Südkoreas Präsident Yoon Suk Yeol (r.)

Der US-Präsident hat mit seinem Inflationen Reduction Act ein großes Investitionspaket auf den Weg gebracht. Die Elektroautoindustrie Japan und Korea trifft das schwer.

Tokio Für den einen ist es ein Erfolg, für die anderen Verrat: Mit dem jüngst beschlossenen Inflation Reduction Act (IRA) bringt US-Präsident Joe Biden seine Verbündeten Japan und Südkorea gegen sich auf. Nun gibt es in Seoul sogar Überlegungen, bei der Welthandelsorganisation gegen den Verbündeten zu klagen.

Ursache des Eklats: Das massive Investitionsprogramm der USA schließt Elektroautos aus dem Ausland und somit auch aus Ostasien größtenteils von Subventionen aus. Für die ostasiatischen Länder ist das eine ökonomische Katastrophe.

Die Affäre ist nach Ansicht politischer Beobachter ein besonders krasses Beispiel dafür, wie die USA mit protektionistischen Maßnahmen die Beziehungen zu ihren engen Verbündeter aufs Spiel setzen. Angesichts der geopolitischen Konfrontationen mit der asiatischen Supermacht China wäre gerade die unbedingte Solidarität Washingtons mit Südkorea und Japan von zentraler Bedeutung – stattdessen verseucht nun ein wirtschaftspolitischer Streit die Atmosphäre.

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