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23.03.2016

17:37

Europas Antiterrorkampf

Zu große Maschen im Netz

Von: Thomas Ludwig, Frank Specht

PremiumNach den Anschlägen von Brüssel sollen Europas Sicherheitsbehörden im Kampf gegen den Terror besser kooperieren – wieder einmal. Die Forderung ist alt, passiert ist aber bisher wenig. Innenminister de Maizière macht Druck.

„Das europäische Sicherheitsnetz muss durch ein staatenübergreifendes Informationsmanagement engmaschiger werden“, heißt es beim Bundeskriminalamt. dpa

Soldaten vor dem Brüsseler Zentralbahnhof

„Das europäische Sicherheitsnetz muss durch ein staatenübergreifendes Informationsmanagement engmaschiger werden“, heißt es beim Bundeskriminalamt.

Brüssel, Berlin Unmittelbar vor den Anschlägen von Brüssel hatte Bundesinnenminister Thomas de Maizière einen Brief an die EU-Kommission geschrieben. Polizei und Nachrichtendienste in den EU-Staaten müssten endlich ernst machen mit dem wirksamen Datenaustausch. Nur so lasse sich der Terrorgefahr entschieden begegnen.

Nach den Anschlägen von Brüssel soll nun ein Sondertreffen der EU-Innenminister am Donnerstag endlich Fortschritte bringen. „Das europäische Sicherheitsnetz muss durch ein staatenübergreifendes Informationsmanagement engmaschiger werden“, heißt es beim Bundeskriminalamt. Dateninseln dürfe es nicht länger geben.

Dass die Maschen derzeit zu groß sind, zeigte etwa der Fall des Tunesiers, der sich im Januar aus einer Recklinghausener Asylunterkunft nach Paris aufmachte und bei einem Angriff auf Polizisten erschossen wurde. Er war über Rumänien eingereist, hatte in sieben EU-Ländern Asylanträge gestellt und 20 verschiedene Identitäten vorgetäuscht. Mit einem Abgleich von Fingerabdrücken wäre das vermutlich verhindert worden.

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