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17.09.2019

12:41

EZB

EU-Parlament stimmt für bisherige IWF-Chefin Lagarde an EZB-Spitze

Die Abgeordneten des EU-Parlaments haben sich mehrheitlich für Christine Lagarde als neue EZB-Chefin ausgesprochen. Dabei hatte die Abstimmung vor allem Symbolcharakter.

EZB: EU-Parlament stimmt für Christine Lagarde an der Spitze AFP

Christine Lagarde

Lagarde soll von der Spitze des IWF an die Spitze der EZB wechseln.

Straßburg Das EU-Parlament hat sich mit großer Mehrheit für die bisherige IWF-Chefin Christine Lagarde an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgesprochen. Lagarde erhielt am Dienstag 394 von 649 abgegebenen Stimmen bei einem geheimen Votum des Europaparlaments in Straßburg.

206 Abgeordnete sprachen sich gegen die Französin aus, 49 enthielten sich. Lagarde hatte den Abgeordneten bereits Anfang September in Brüssel Rede und Antwort gestanden. Die Abstimmung im Parlament hatte vor allem symbolischen Charakter.

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten die bisherige Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Juli als Nachfolgerin von Mario Draghi an der Spitze der EZB nominiert. Der offizielle Beschluss soll im Oktober fallen.

Gleichzeitig bestätigte das Parlament Notenbank-Direktor Yves Mersch als neuen Vizechef der EZB-Bankenaufsicht. Die Amtszeit der deutschen EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger auf dieser Position war im Februar abgelaufen. Seitdem blieb die Stelle unbesetzt. Die Nummer zwei beim Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (SSM) – so der offizielle Name der EZB-Bankenkontrolleure – gilt als wichtiges Bindeglied zwischen der Aufsicht und der Geldpolitik.

Die Zentralbank mit Sitz in Frankfurt entscheidet über die Geldpolitik für die Eurozone und bestimmt unter anderem den Leitzinssatz, der auch für Sparer und Kreditnehmer wichtig ist. Hauptziel der EZB ist Preisstabilität.

Mehr: Die Europäische Zentralbank sollte transparenter und flexibler werden – auch, um sich selbst zu entlasten. Der Wechsel an der Spitze bietet dafür die Gelegenheit.

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