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06.10.2022

14:39

Frauenrechte

Iran: EU-Parlament verurteilt Tod von Mahsa Amini als „Mord“

Der Tod der jungen Iranerin Mahsa Amini führte im Land und weltweit zu Protesten. Die Abgeordneten des EU-Parlaments fordern, den Fall unabhängig aufzuklären.

Die 22-Jährige starb, nachdem sie von der Sittenpolizei festgenommen worden war. AP

Protest mit einem Bild von Mahsa Amini

Die 22-Jährige starb, nachdem sie von der Sittenpolizei festgenommen worden war.

Brüssel Das Europaparlament hat die Gewalt gegen systemkritische Proteste im Iran verurteilt und Strafen für die „Mörder“ der 22-jährigen Mahsa Amini gefordert. Eine Mehrheit der Abgeordneten stimmte einer entsprechenden Resolution am Donnerstag zu, wie das Parlament mitteilte. Auch Sicherheitskräfte, die an Gewalt gegen Demonstrationen beteiligt gewesen seien, sollten bestraft werden. Die Abgeordneten forderten zudem, eine unparteiische Untersuchung des Todes von Amini und der Vorwürfe von Folter und Misshandlung durch eine unabhängige Stelle zuzulassen.

Auslöser der andauernden Demonstrationen im Iran ist der Tod Aminis Mitte September. Die Sittenpolizei hatte sie wegen ihres angeblich „unislamischen Outfits“ festgenommen. Sie fiel ins Koma und starb am 16. September in einem Krankenhaus. Die Polizei weist zurück, Gewalt angewendet zu haben.

Das Parlament spricht von Misshandlung während der Haft. Im Resolutionsentwurf hieß es, Augenzeugen hätten gesehen, wie Amini von der Polizei geschlagen worden sei.

Seit dem Tod der jungen Frau demonstrieren landesweit Tausende Menschen gegen Regierung und das konservative islamische System. Die Vorsitzende der Iran-Delegation des Europäischen Parlaments, Cornelia Ernst, sagte: „Wir werden niemals aufhören, Proteste wie im Iran mit ganzem Herzen zu unterstützen, weil sie gerecht sind.“

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    Während das EU-Parlament am Dienstag eine Debatte zu den Protesten führte, schnitt sich die schwedische Abgeordnete Abir Al-Sahlani aus Solidarität mit den Frauen im Iran Haare am Redepult ab. Zuvor hatte sie gesagt, dass an den Händen der Machthaber im Iran Blut klebe. 50 berühmte französische Schauspielerinnen und Sängerinnen hatten sich ebenfalls die Haare aus Solidarität abgeschnitten.

    Von

    dpa

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