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25.10.2021

15:11

Gas- und Strom

Hohe Energiepreise: Deutschland gegen Reform des EU-Strommarktes

In einem Positionspapier fordern mehrere Länder, eine Reform der Energiemärkte abzuwenden. Damit erhoffen sie sich, den Einfluss des Gaspreises auf den Strompreis zu reduzieren.

Das Positionspapier wurde von Deutschland, Österreich, Dänemark, Estland, Finnland, Irland, Luxemburg, Lettland und den Niederlanden unterschrieben. dpa

Starktstrommasten und Windräder

Das Positionspapier wurde von Deutschland, Österreich, Dänemark, Estland, Finnland, Irland, Luxemburg, Lettland und den Niederlanden unterschrieben.

Brüssel In der Debatte um die dramatisch gestiegenen Energiepreise haben sich Deutschland und andere Länder klar gegen eine Reform der EU-Energiemärkte ausgesprochen. „Wir können keine Maßnahmen unterstützen, die mit den internen Gas- und Strommärkten in Widerspruch stehen, zum Beispiel eine Ad-hoc-Reform des Großhandelsmarktes für Strom“, schreiben die Länder in einem Positionspapier vom Montag. Da die Preiserhöhungen von internationalen Faktoren getrieben seien, sollte man nicht in die Gestaltung der eigenen Energiemärkte eingreifen.

Das Positionspapier wurde von Deutschland, Österreich, Dänemark, Estland, Finnland, Irland, Luxemburg, Lettland und den Niederlanden unterschrieben. Andere Länder wie Spanien und Frankreich hatten zuvor eine Reform des Großhandelsmarktes für Strom gefordert.

Damit erhoffen sie sich, den Einfluss des Gaspreises auf den Strompreis zu reduzieren. Auch gemeinsame Einkäufe und Lagerung von Gas wurden als Maßnahme gegen die hohen Energiepreise vorgeschlagen. Die Europäische Kommission will sich diese Vorschläge bis zum nächsten Europäischen Gipfel im Dezember genauer anschauen und die Gestaltung des Strommarktes unter die Lupe nehmen.

Das Thema Energiepreise wurde bei einem Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU vergangene Woche diskutiert. Die Positionen der Länder liegen weit auseinander - auch weil sie unterschiedlich von den emporschnellenden Preisen betroffen sind. Die Diskussion soll bei einem Treffen der EU-Energieminister am Dienstag in Luxemburg fortgeführt werden.

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    dpa

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