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15.05.2019

02:29

Gaspipeline

US-Senatoren gehen gegen Nord Stream 2 vor

In den USA nehmen Senatoren in einem Gesetzesvorschlag die Gaspipeline Nord Stream 2 ins Visier. Sie wollen am Bau beteiligte Unternehmen bestrafen.

Das Verlegeschiff „Audacia“ des Offshore-Dienstleisters Allseas verlegt in der Ostsee vor der Insel Rügen Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2. dpa

Nord Stream 2

Das Verlegeschiff „Audacia“ des Offshore-Dienstleisters Allseas verlegt in der Ostsee vor der Insel Rügen Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2.

Washington Im US-Kongress machen mehrere US-Senatoren mobil gegen die geplante Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2. Sie schlugen am Dienstag ein Gesetz zur Verhängung von Reise- und Finanzsanktionen gegen Unternehmen und Einzelpersonen vor, die am Bau der Pipeline beteiligt sind.

Bis das von den Republikanern Ted Cruz, John Barrasso und Tom Cotton sowie der Demokratin Jeanne Shaheen eingebrachte Gesetz jedoch in Kraft treten kann, müssen noch eine ganze Reihe von Hürden genommen werden. So müsste es zunächst von beiden Kammern angenommen und dann von US-Präsident Donald Trump unterzeichnet werden.

Die US-Regierung hat wiederholt Kritik an Nord Stream 2 geübt. Ihrer Auffassung nach macht sich Europa zu sehr abhängig von russischen Energielieferungen. So äußert sich US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, regelmäßig. Ein Beispiel seien die regelmäßigen Äußerungen des US-Botschafters in Berlin, Richard Grenell.

Der US-Botschafter hatte die Bundesregierung aufgefordert, ihre Unterstützung für die im Bau befindliche Ostsee-Pipeline einzustellen. Später drohte er in Schreiben an deutsche Unternehmen mit einem „erheblichen Sanktionsrisiko“ für diejenigen, die am Bau von Nord Stream 2 beteiligt sind.

Russland hat die Kritik der USA zurückgewiesen und wirft den Amerikanern Einmischung vor. „Er [Grenell, Anm. d. Red.] verlangt kurzerhand, dass die deutsche Regierung ihre Position ändert und gegen ihre eigenen Interessen handelt“, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow.

Gaspipeline: EU-Kommission offen für Gespräche über Nord Stream 2

Gaspipeline

EU-Kommission offen für Gespräche über Nord Stream 2

Die EU plant Regeln einzuführen, die den Betrieb der Ostseepipeline erschweren. Doch die EU-Kommission zeigt sich offen für Gespräche.

Nord Stream 2 ist die zweite Ostsee-Pipeline zwischen Russland und Deutschland. Dahinter steht der russische Staatskonzern Gazprom, der die Hälfte der geplanten Gesamtkosten von 9,5 Milliarden Euro stemmen soll. Die andere Hälfte finanzieren fünf europäische Energieunternehmen: die BASF-Tochter Wintershall, OMV sowie Uniper, Royal Dutch Shell und die französische Engie. Die Pipeline soll Ende des Jahres fertig sein und künftig jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus Russland nach Deutschland transportieren.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Herr Knut Aigner

15.05.2019, 09:07 Uhr

Es wird wohl die höchste Zeit, dass sich die EU und vor allem auch Deutschland überlegt, wie man aus der "Falle" USA (Einmischung in alle unsere inneren Angelegenheiten) herauskommen kann. Die USA wollen wohl um jeden Preis, daß Europa nicht näher mit Rußland zusammen kommt.Derweil sorgt man im Naen Osten für Kaos mit kriegerischen Auftriiten und Verbindungen zu den Staaten, die Öl fördern. Wieviele Menschen umkommen ist den USA völlig egal.

Herr J.-Fr. Pella

15.05.2019, 11:14 Uhr

Geht`s noch..........???

Sind wir ein Vasallenstaat der USA???
Wann endlich spricht Deutschland und die EU ein klares Wort???

Einige haben wohl noch alte Transparente:
AMI GO HOME !

Es ist allerhöchste Zeit für Wahlen.

Herr Lothar Sesterhenn

16.05.2019, 12:16 Uhr

Wegen der "Energiewende" auf Basis fluktuierender Wind- und Solar-Energie
und dem gleichzeitigen Ausstieg aus Kernkraft, Braun- und Steinkohle braucht
Deutschland mehr Gaskraftwerke zur Versorgungssicherheit und somit auch
mehr (teures) Gas. Zur Nutzung des noch teureren Flüssiggases (LNG) aus USA sind ja
bereits Terminals in Deutschland vorgesehen. Insofern haben die amerikanischen
Drohungen mehr wirtschaftlichen Hintergrund. Auch in Zeiten des "kalten Krieges"
hat Rußland immer seine Lieferverträge eingehalten.

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